Chemie verstehen 4, Schulbuch

76 4  Arbeitsheftseite 35 Alkalimetalle und Halogene Was ist das Besondere an Alkalimetallen? Zina und Ratko lesen einen Online-Artikel über den Einsatz spezieller Metalle in der Produktion von Elektrofahrzeugen, darunter auch Lithium. Sie erfahren, dass große Mengen dieses Metalls benötigt werden – nicht nur für Elektroautos, sondern auch für Smartphone-Akkus. „Das muss ein besonderes Metall sein!“, überlegen die beiden. Starke Reaktion im Wasser! (Abb. 76.2) Gefahr Gefahr Achtung Schutzbrille! Schutzwand! Die Versuche finden in einer runden Schale mit 5 cm hoch Wasser, einem Tropfen Spülmittel und etwas Phenolphthalein-Lösung statt. Die vorbereiteten etwa 5 mm großen Lithium- oder Natriumstückchen werden mit einer Pinzette auf die Wasseroberfläche gegeben. a) Lithium löst sich im Wasser unter der Bildung von entzündlichem Wasserstoffgas und basisch wirkendem Lithiumhydroxid (Li+OH–). b) Natrium reagiert heftiger mit Wasser. Es schmilzt zu einem Tropfen, der über die Wasseroberfläche zischt. Wird das Natriumstück auf einem Stück Filterpapier auf die Wasseroberfläche gelegt, entzündet sich das Wasserstoffgas. Es bildet sich gelöstes Natriumhydroxid (Na+OH–). Die Metalle Lithium, Natrium und Kalium sind Alkalimetalle. Sie besitzen nur ein einziges, schwach gebundenes Außenelektron, das sie sehr leicht abgeben können. Je größer die Atome sind, desto schwächer sind die Außenelektronen an den Atomkern gebunden. Alkalimetalle sind daher sehr reaktionsfreudig und gute Reduktionsmittel. Sie reagieren mit Wasser und bilden Wasserstoffgas und Hydroxid-Ionen. Beispiel: 2 Na + 2 H2O H2 + 2 Na+OH– Alkalimetalle kommen in vielen Verbindungen vor: zB Natriumcarbonat (Na+ 2CO3 2–, Waschsoda), Natriumhydrogencarbonat (Na+HCO 3 –, Speisesoda), Kaliumnitrat (K+NO 3 –, Kalisalpeter), Lithiumchlorid (Li+Cl–). Flammenfarben (Abb. 76.3) Achtung Schutzbrille, Verbrennungsgefahr! Tauche je ein befeuchtetes Magnesiastäbchen in die Chloride der Alkalimetalle. Halte die Probe in die Mikrobrennerflamme. Führe den Flammenfärbungstest mit dir unbekannten Salzproben durch. Finde heraus, welches Alkalimetall sich in welcher Probe befindet. 76.1 Die gelbe Flammenfarbe von Natrium erzeugt starke Kontraste im Bild. LV1 76.2 Gefährlich im Wasser! Alkalimetalle reagieren mit Wasser und bilden H2-Gas und Hydroxid-Ionen. 3 p+ Lithium Natrium 11 p+ Kalium 19 p+ V2 A1 Alkalimetalle sind die Metalle der ersten Gruppe des PSE: Lithium (Li), Natrium (Na), Kalium (K), Rubidium (Rb) und Caesium (Cs). Sie sind weich und reagieren heftig mit Wasser unter der Bildung von Wasserstoffgas und Hydroxid-Ionen. Sie sind sehr reaktionsfreudig. M 76.3 Flammenfarben: Die Alkalimetalle Lithium (Li), Natrium (Na), Kalium (K), Rubidium (Rb) und Caesium (Cs) erkennst du durch ihre charakteristische Flammenfärbung. Li Na K Rb Cs Zusatzmaterial wj22m2 Film w9t2ri Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==