Physik verstehen 4, Arbeitsheft

41 Über Wetter und Klima A1 Julia Grübel hat die Leitung mehrerer Supermärkte übernommen. Sie möchte sich mit ihrem Unternehmen aktiv am Klimaschutz beteiligen. Für Klimaschutzmaßnahmen bekommt ihr Unternehmen Geld vom Staat. Arbeitet in Gruppen: a) Welche Maßnahmen zur CO2-Verringerung in ihrem Unternehmen würdet ihr vorschlagen? b) Statt Maßnahmen zur CO2-Verringerung zu ergreifen, hat eine Werbeagentur ihr vorgeschlagen, ein Projekt zur Wiederherstellung von Regenwäldern in Honduras (Mittelamerika) zur CO2-Kompensation zu unterstützen. Das wäre werbewirksam. Beim Umsetzen von CO2-Maßnahmen müsste sie Filialen umbauen lassen und das Transportsystem ändern, das wäre teurer. Was meint ihr dazu? Recherchiert Möglichkeiten zur CO2-Verringerung und CO2-Kompensation für Unternehmen. Verwendet dazu unabhängige Internetseiten. Fasst die Informationen in einer E-Mail an Frau Grübel zusammen. A2 Noemi möchte selbst etwas für den Klimaschutz tun. „Geht das, wenn ich beim Einkaufen unserer Lebensmittel was verändere?“, fragt sie sich. Paul meint: „Wenn ich nur wüsste, was ich heute essen mag. Ich bin eh schon hungrig!“ „Gestern ging es dir auch so. Dann hat’s dir nicht geschmeckt und du hast alles weggeschmissen!“ antwortet Noemi. a) Arbeitet in Gruppen: Notiert Vorschläge, wie ihr beim Einkaufen zum Klimaschutz beitragen könnt. Beachtet dabei auch die Verwendung von Verkehrsmitteln, Verpackungen, Gütesiegel … Habt ihr Ideen, was man gegen Lebensmittelverschwendung machen könnte? b) „Wie kann ich herausfinden, welches Obst und Gemüse saisonal und regional ist? Gibt es da einen Kalender?“, rätselt Paul. Recherchiere und schreibe Paul eine hilfreiche kurze Textnachricht. A3 Rollenspiel: „Klimawandel im Dialog: Stimmen für die Zukunft“ Allgemeine Hinweise zur Durchführung eines Rollenspiels findet ihr im Arbeitsheft auf  Seite 19. Situation: Menschen aus unterschiedlichen Bereichen werden zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Das Ziel der Diskussionsleitung ist es, allen Beteiligten eine faire Chance zu geben, ihre Standpunkte darzulegen und sicherzustellen, dass die Diskussion informativ und respektvoll bleibt. Rollen: Lena Fischer (Klimaaktivistin): Sie ist überzeugt, dass sofortige Klimaschutzmaßnahmen nötig sind, da sonst Menschenleben und Ökosysteme zerstört werden. Proteste hält sie für wichtig, um Druck auf Bevölkerung und Politik auszuüben. Dr. Maria Schneider (Wissenschaftlerin): Sie präsentiert eindeutige wissenschaftliche Fakten. Das 2-°C-Ziel des Pariser Übereinkommens kann nur erreicht werden, wenn rasch Entscheidungen getroffen und weltweit Maßnahmen ergriffen werden. DI Mehmet Yildiz (Wirtschaftsvertreter): Er betont die wirtschaftliche Sicherheit. So müssen zB Arbeitsplätze erhalten bleiben. Er warnt davor, zu schnell zu handeln, damit der Wohlstand nicht gefährdet wird. Eine schrittweise Umstellung auf neue Technologien ist besser. Aylin Demir (Politikerin, „Grüner Fortschritt“): Ihre Partei setzt sich stark für den Klimaschutz ein. Sie möchte erneuerbare Energieformen stärker nutzen und Renaturierung vorantreiben. Greenwashing sollte verboten werden. Sie setzt sich auch für gesellschaftliche Gerechtigkeit ein. Michael Braun (Politiker, „Bürgerliches Bündnis“): Klimaschutzmaßnahmen müssen wirtschaftlich sein. Sie dürfen für einzelne nicht mehr kosten. Seiner Ansicht nach können einzelne Personen ohnehin nicht zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen, sondern nur neue Technologien. Claudia Schmidt (Bürgerin): Die häufigen Protestaktionen der Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten stören sie. Klimaschutzmaßnahmen sind notwendig, sollen den Alltag jedoch nicht beeinträchtigen. Sie macht sich aber auch Sorgen um die Zukunft ihres Kindes. Johannes Bauer (Landwirt): Er ist durch Dürren und Überflutungen direkt vom Klimawandel betroffen und fordert daher Unterstützung für die Landwirtschaft. Für nachhaltige Landwirtschaft benötigt er mehr Geld und technische Hilfe. Sofia González (Unternehmerin): Sie möchte, dass ihr Unternehmen weniger CO2 ausstößt. Dafür braucht sie Unterstützung bei Planung und Umsetzung. Der Umstieg sollte nicht zu teuer sein, damit andere Unternehmen nicht besser dastehen. Physik im Alltag: Wir tragen alle zum Klimaschutz bei!  Schulbuchseiten 74–75 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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