11 Digitales Zusatzmaterial s8hr7g 106 In den 1980er Jahren entdeckte man Ozonlöcher in der Atmosphäre. Diese ließen mehr krebserregende UV-Strahlung auf die Erdoberfläche gelangen. Als die Verwendung gewisser Chemikalien gestoppt wurde, erholte sich die Ozonschicht wieder. Können wir hoffen, dass uns Ähnliches in der Klimakrise gelingt? Forschen an der Zukunft Aktuelle physikalische Forschung Mit Zusammenarbeit und Forschung in die Zukunft Um globale Krisen wie die Erderwärmung zu überwinden, arbeiten Forscherinnen und Forscher weltweit zusammen, um Lösungen zu finden. In diesem Abschnitt erfährst du, wie Themengebiete, die du in diesem Schulbuch kennengelernt hast, in der aktuellen Forschung aufgegriffen werden. Solche Forschungsprojekte lassen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Climate Engineering Beim Climate Engineering wird an Technologien geforscht, die das Klima gezielt beeinflussen sollen. Ein solcher Ansatz stammt von folgender Beobachtung: Nach großen Vulkanausbrüchen kommt es oft zu einer weltweiten Abkühlung, weil die Asche den Himmel verdunkelt und weniger Sonnenstrahlung die Erde erreicht. Man überlegt, ob man durch das künstliche Verteilen von Aerosolen in der Atmosphäre eine ähnliche Abkühlung erreichen könnte. Diese künstliche Verdunkelung würde die Erderwärmung verlangsamen. Man müsste allerdings mit zusätzlichen Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere rechnen. Außerdem würden andere Probleme, die durch das CO2 in der Atmosphäre verursacht werden, nicht einfach verschwinden. Kennst du neben dem Klimawandel ein anderes Problem, dass durch den steigenden Anteil von CO2 in der Atmosphäre verursacht wird? Könnte man die Sonnenstrahlung vielleicht schon früher abfangen? Einige Forschungsgruppen arbeiten an Ideen für einen WeltraumSonnenschirm zwischen der Erde und der Sonne. Auch jetzt schon fällt manchmal ein großer Schatten aus dem Weltall auf die Erde. Weißt du wann und warum? Der Schirm müsste an einen besonderen Punkt ins Weltall gebracht werden, wo sich die Schwerkraft von Sonne und Erde genau ausgleicht. So würde er dort festgehalten. Man könnte mit dem Schirm oder mit Satelliten auch ein Solar-Kraftwerk im Weltall betreiben, das die Energie der Sonnenstrahlung umwandelt und als Strahlung im Mikro-Bereich an die Erde weitersendet (B1). In anderem Licht Umwelt-Satelliten haben die gesamte Erdkugel im Blick. Diese Satelliten machen auch Unsichtbares sichtbar. Zusätzlich zu sichtbarem Licht sammeln sie auch IR-Strahlung ein, die von der Oberfläche der Erde, von Pflanzen und Meeren abgestrahlt wird. Aus diesen Daten entstehen Landkarten, auf denen man zB Veränderungen bei Pflanzen oder der Temperatur in den Meeren beobachten kann. Das hilft beim Verständnis der Folgen des Klimawandels und bei der Suche nach wirksamen Gegenmaßnahmen. B1 So könnte ein Satellit mit einem Sonnenschirm aus Solarzellen aussehen Aerosole sind winzige feste oder flüssige Partikel, die in der Luft und in der Atmosphäre schweben. ï ï Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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