Impuls Chemie 4, Schulbuch [Teildruck]

Atome verbinden sich 3 29 Ein Fluor-Atom (Nichtmetall-Atom) hat sieben Außenelektronen. Wenn zwei Fluor-Atome ein Fluor-Molekül bilden, geht jeweils ein Elektron des äußersten Energieniveaus in ein gemeinsames Elektronenpaar beider Fluor-Atome über. Die beiden Atomhüllen überlappen dabei. Dadurch kann das gemeinsame Elektronenpaar von beiden Fluor-Atomen genutzt werden. So erreichen beide den Edelgaszustand. Nenne noch weitere Verbindungen von Nichtmetall-Atomen, die du aus dem Alltag kennst! Nutzen die Atome gemeinsame Elektronenpaare gleichberechtigt, handelt es sich um eine unpolare Atombindung. Die entstandenen Moleküle sind elektrisch neutral. Werden gemeinsame Elektronenpaare nicht gleichberechtigt genutzt, kommt es zu einer polaren Atombindung. Du kannst in der „chemischen“ Schreibweise Elektronen als Punkte und Elektronenpaare als Striche um das Elementsymbol darstellen (Valenzstrichformel). Je nach Anzahl der bindenden Elektronenpaare gibt es Einfach- ( F F ), Doppel- ( O O) oder Dreifachbindungen ( N N). Warum sind Metalle gute elektrische Leiter? Die meisten Metall-Atome haben nur wenige Außenelektronen, die leicht abgegeben werden. Dabei entstehen positiv geladene Atomrümpfe. Als Atomrümpfe werden Atome bezeichnet, die die Elektronen im äußersten besetzten Energieniveau abgeben. Die Atomrümpfe sind regelmäßig in einem Gitter (Metallgitter) angeordnet. Zwischen ihnen bewegen sich die abgegebenen Elektronen. Da die Bewegungsfreiheit der Elektronen ähnlich der von Gasteilchen ist, spricht man von Elektronengas (B5, B6). Wird elektrische Spannung an ein Metall angelegt, bewegen sich die Elektronen in eine Richtung – es fließt Strom. Welche weiteren elektrischen Leiter, abgesehen von Metallen, kennst du noch? Verbindungen und ihre Eigenschaften bindendes Elektronenpaar nichtbindendes Elektronenpaar B4 Bei der Elektronenpaarbindung teilen sich Nichtmetall-Atome gemeinsame Elektronenpaare. ï Atomrümpfe Elektronengas B5 Durch die frei beweglichen Elektronen sind Metalle sehr gute elektrische Leiter. Bei der Metallbindung geben die Metall-Atome ihre Außenelektronen ab. Sie können sich frei im Metall bewegen und sorgen für den Zusammenhalt der Atome. ï Metallbindung Dabei entstehen Metallgitter. Eigenschaften: gut verformbar; metallisch glänzend; sehr gute elektrische Leiter und Wärmeleiter Beispiele: Eisen, Kupfer, Aluminium Metall-Atom Nichtmetall-Atom Nichtmetall-Atom Metall-Atom Ionenbindung Dabei entstehen Ionengitter. Eigenschaften: hart und spröde; oft gut wasserlöslich Beispiele: Kochsalz, Magnesiumoxid Elektronenpaarbindung Dabei entstehen Moleküle. Eigenschaften: meist Gase oder Flüssigkeiten; Nichtleiter Beispiele: Wasser, Sauerstoffgas, Kohlenstoffdioxidgas Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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