Rohstoffe unserer Erde 8 Ö-GISS ys67hf 83 Wie werden aus Lehm Ziegelsteine? Ziegelsteine bestehen aus Lehm und Zuschlagstoffen wie Sand und Sägemehl. Die Masse wird zu einem Ziegelstrang geformt, getrocknet und bei 800 bis 1 000 °C gebrannt. Ähnlich werden auch andere tonhaltige Stoffe wie Mergel und Kaolin verarbeitet, die durch Verwitterung feldspatreicher Gesteine wie Granit oder Gneis entstehen. Welche unterschiedlichen Baustoffe gibt es? Löschkalk wird aus Kalkstein (Ca2+CO3 2–) hergestellt. Kalkstein wird zB in Steyrling (OÖ) abgebaut. Kalkmörtel dient zum Verputzen von Mauern. Man erhält ihn, wenn man Löschkalk mit Wasser und Sand vermischt. Zement wird in Drehrohröfen bei ca. 1 500 °C erzeugt. Dabei werden Kalkstein und Ton zu „Zementklinker“ gebrannt. Der Klinker wird unter Zugabe von Gips zu einem feinen grauen Mehl, dem Zement, vermahlen. Zementmörtel besteht aus Wasser, Sand und Zement. Er ist nach dem Aushärten viel härter als Kalkmörtel. Beton (B3) ist ein erhärtendes Gemisch aus unterschiedlichem Gestein (Sand, Kies, Schotter, …), Zement und Wasser. Zementmörtel und Beton härten auch unter Wasser aus, da sie zum Aushärten kein Kohlenstoffdioxid-Gas benötigen. Zählt gemeinsam mindestens fünf Berufe auf, die benötigt werden, um ein Haus zu bauen oder zu renovieren! Lehm: Rötlicher, eisenhaltiger Ton, für Ziegel und Blumentöpfe, gebrannt bei 900 °C. Mergel: Hellgrauer bis brauner, kalkhaltiger Ton, für Fliesen und Abwasserrohre, gebrannt bei 1 100 bis 1 300 °C. Kaolin: Weißer, reiner Ton, für Geschirr und Isolatoren, gebrannt bei bis zu 1 500 °C. Ein Drittel des österreichischen Bedarfs wird in Schwertberg, Oberösterreich, produziert. Mergel, Lehm und Kaolin entstehen durch Verwitterung feldspatreicher Gesteine und werden zu Werkstoffen verarbeitet. Kalkstein Ca2+CO 3 2− Branntkalk Ca2+O2− Löschkalk Ca2+(OH−) 2 Brennen 1 Abbinden 3 Löschen 2 Kohlensto - dioxid CO2 Wasser H2O Kohlensto - dioxid CO2 Wasser H2O B2 Technischer Kalkkreislauf B3 Durch Einbetten von Stahlgeflechten bzw. Stahlstäben wird die Zugfestigkeit des Betons erhöht. Dadurch können riesige Hochhäuser gebaut werden. Beim Erhitzen von Kalkstein (Ca2+CO3 2–) auf ca. 1 000 °C (Kalkbrennen) wird Kohlenstoffdioxid-Gas (CO2) ausgetrieben und es entsteht Branntkalk (Ca2+O2–). Durch Wasserzugabe (Löschen) entsteht Löschkalk (Ca2+(OH–) 2). Beim Erhärten gibt Löschkalk Wasser ab und nimmt Kohlenstoffdioxid-Gas auf. Es bildet sich wieder Kalkstein (B2). Bei der Zementherstellung werden Kalkstein und Ton in Drehrohröfen bei ca. 1 500 °C gebrannt. ï Kalkmörtel: Mische einen Teil Löschkalk mit der dreifachen Menge Sand und etwas Wasser zu einem dickflüssigen Brei an. Zementmörtel: Mische etwas Zement mit der dreifachen Menge Sand und verrühre die Mischung mit etwas Wasser. Fülle mit jedem Mörtel drei Streichholzschachteln. Vergleiche das Verhalten der Mörtelarten an der Luft, in einem dicht verschlossenen Einmachglas und in einem Gefäß mit 1 cm Wasser. Untersuche die Festigkeit der verschiedenen Proben mit einem Stahlnagel und prüfe die Bruchfestigkeit nach ungefähr einer Woche mit einem Hammer. V2 Wie unterscheiden sich die verschiedenen Mörtelarten? Materialien Löschkalk Zement Sand 6 Streichholzschachteln 2 Gläser mit Wasser 2 Einmachgläser Stahlnagel Hammer Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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