Mathematik verstehen 8, Schulbuch

54 3.1 Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung Eine Erweiterung des Integralbegriffs R Das Integral ​∫ a ​ b ​f haben wir nur für b > a definiert. Aus theoretischen Gründen ist es aber zweckmäßig, den Integralbegriff durch die folgende Zusatzdefinition zu erweitern: Definition (1) ​∫ a ​ a ​f = 0 (2) ​∫ a ​ b ​f=–​∫ b ​ a ​f, falls b < a Man kann zeigen, dass mit dieser Definition alle Sätze für Integrale auf Seite 20 gültig bleiben. AUFGABEN 3.01 Berechne: a) ​∫ 9 ​ 6 ​x ​2 ​dx​ b) ​∫ ​π _ 2 ​ ​ – ​π _ 2 ​ ​cos t dt​ c) ​∫ 0 ​ ln 2 ​e ​y ​dy​ d) ​∫ 2 ​ 2 ​ � _ x ​dx​ 3.02 Die Regel ​∫ a ​ b ​f + ​∫ b ​ c ​f = ​∫ a ​ c ​f haben wir auf Seite 20 für a < b < c bewiesen. Sie gilt aber für beliebige a, b, c aus dem Definitionsbereich von f. Zeige dies exemplarisch für: a) c < a < b b) b < a < c c) a < c < b d) a < b = c Die Integralfunktion R Definition Die reelle Funktion f sei im Intervall M stetig und es sei a * M. Unter der Integralfunktion von f bezüglich a versteht man die Funktion ​​I​ a​: M ¥ R ‡ x ¦ ​∫ a ​ x ​f. Falls f keine negativen Werte annimmt, kann die Integralfunktion I​​ a ​ für x > a wie in nebenstehender Abbildung als Flächeninhalt A (a, x) gedeutet werden. Sie ist aber auch für x < a definiert. AUFGABEN R a x f 0 : a x f A(a, x) = VERTIEFUNG DER INTEGRALRECHNUNG 3 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==