Mathematik verstehen 8, Schulbuch

93 5.2 Konfidenzintervalle BEWEIS Die Länge d des Konfidenzintervalls beträgt d​ ≈ 2 · z · ​� ______ ​ h · ​(1 – h)​ __ n ​ mit Φ ​(z) ​= ​ 1 + γ _ 2 ​. Daraus ergibt sich n​ ≈ ​ 4 ​z ​2 ​· h · ​(1 – h)​ __ ​d ​2​ ​mit Φ ​(z) ​= ​ 1 + γ _ 2 ​. Ein Schätzwert für p aus einer eventuellen Vorerhebung kann als Schätzwert für h dienen. Andernfalls wählt man sicherheitshalber h​ ​so, dass n in der angeführten Formel möglichst groß ist. Das ist genau dann der Fall, wenn das Produkt h​ · ​(1 – h) ​für h * ​[ 0; 1 ] ​maximal ist. Zeige selbst, dass dies für h = 0,5 zutrifft!  5.14 Für den relativen Anteil p der Wähler der Partei Gemeinsam soll durch eine genügend große Stichprobe ein 95 %-Konfidenzintervall der Länge 0,04 bestimmt werden. Ermittle den dazu erforderlichen Stichprobenumfang n, wenn 1) bei einer Vorerhebung sich ca. 38 % für die Partei Gemeinsam aussprechen, 2) es keine Vorerhebung gibt! LÖSUNG 1) F ür ​γ = 0,95, d = 0,04 und (aufgrund der Vorerhebung) h ≈ 0,38​erhält man nach dem letzten Satz mit Technologieeinsatz (wie zB auf Seite 94 beschrieben): ​ z ≈ 1,96 und n ≈ 2 263​ 2) Mit ​h = 0,5​erhält man auf analoge Weise: z​ ≈ 1,96 und n ≈ 2 402​ 5.15 Durch eine Erhebung soll für die Region Donau-Alpe-Adria der relative Anteil p der Haushalte mit Internetanschluss geschätzt werden. Ermittle, wie viele Haushalte in dieser Region zufällig ausgewählt und befragt werden müssen, damit man für p ein 95 %-Konfidenzintervall der Länge 0,04 angeben kann, wenn a) eine frühere Erhebung 64 % Haushalte mit Internetanschluss ergeben hat, b) keine Vorerhebung vorliegt! 5.16 Für den relativen Anteil p der „Atomkraft-Gegner“ in der Bevölkerung soll ein 95 %-Konfidenzintervall der Länge 0,02 angegeben werden. Ermittle, wie viele Personen befragt werden müssen, wenn 1) kein Schätzwert für p bekannt ist, 2) man nach einer Telefonumfrage mit 250 Personen schätzt, dass h ≈ 0,4 ist! 3) Berechne die relative Ersparnis an notwendigen Befragungen beim Ergebnis von 2) im Vergleich zum Ergebnis von 1)! Zusammenhänge zwischen ​γ, n und d​bei Konfidenzintervallen L Geht man von einer vorgegebenen relativen Häufigkeit h in der Stichprobe aus (dh. hält man h konstant), dann bestehen folgende Zusammenhänge zwischen der Sicherheit γ, dem Stichprobenumfang n und der Länge d eines Konfidenzintervalls: (a) Sicherheit γ wird größer ​n konstant ⇐  ⇒ ​ Konfidenzintervall-Länge d wird größer (b) Stichprobenumfang n wird größer ​γ konstant ⇐  ⇒ ​ Konfidenzintervall-Länge d wird kleiner (c) Sicherheit γ wird größer ​d konstant ⇐  ⇒ ​ Stichprobenumfang n wird größer BEGRÜNDUNG Für festes h gilt: ​(1) ​d ≈ 2 · z · ​� ______ ​ h · ​(1 – h)​ __ n ​ mit ​(2) ​Φ ​(z) ​= ​ 1 + γ _ 2 ​ Mithilfe von (1) und (2) kann man die drei Zusammenhänge begründen: (a) γ wird größer ​⇔ Φ ​(z) ​wird größer ​⇔ ​z wird größer ​⇔ ​d wird größer (b) n wird größer ​⇔ ​d wird kleiner (c) γ wird größer ​⇔ Φ ​(z)​wird größer ​⇔ ​z wird größer ​⇔ ​n wird größer AUFGABEN L Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==