Big Bang 4, Schulbuch

102 30.2 Hulk, Spiderman und Co. Radioaktivität und ihre Wirkung Hier sehen wir uns einmal genauer an, welche Eigenschaften radioaktive Stoffe haben und wie sie auf deinen Körper wirken. Was bedeutet, ein Stoff ist radioaktiv? Welche Eigenschaften hat er dann? Und welche Effekte hat er auf deinen Körper? Nimm ein zylindrisches Glas und fülle etwas Wasser mit Spülmittel ein. Erzeuge durch Blubbern mit Hilfe eines Strohhalms so viel Schaum, dass dieser bis zur Oberkante reicht, und leg ein Stück Styropor oben drauf (B 30.17 a). Markiere nun jede Minute die Unterkante des Styropors, die ja der Schaumhöhe entspricht, mit einem Filzstift am Glas (b). Zeichne dann ein Diagramm, wobei du auf der x-Achse die Zeit aufträgst und auf der y-Achse die Schaumhöhe über dem Boden. Was kannst du erkennen? In SciFi-Filmen kommt oft die ominöse Antimaterie vor! Weißt du, was man darunter versteht? Es klingt wie aus einem Agentenroman, ist aber eine wahre Geschichte: Alexander Litwinenko war russischer Agent, floh nach England und arbeitete dann für den britischen Geheimdienst MI6. 2006 wurde er unter nie völlig geklärten Umständen vergiftet. Er litt unter anderem an extremer Übelkeit, heftigem Erbrechen und Atemnot und verlor seine Haare. Nach drei Wochen verstarb er im Krankenhaus. Recherchiere, wie er vergiftet wurde. A 7 B 30.16 So sieht das Warnzeichen für Radioaktivität aus. A 8 B 30.17 Wie verändert sich die Schaumhöhe? A 9 A 10 Daredevil, Spiderman und der mächtige Hulk (B 30.18) erlangten ihre Superkräfte angeblich durch Radioaktivität. Superhelden begeistern seit vielen Jahrzehnten, und das ist auch gut so! Trotzdem solltest du nicht vergessen, dass es sich dabei um Fantasiegeschichten handelt. Die durch Radioaktivität verursachte Strahlung ist nämlich für den Menschen sehr gefährlich! Aber fangen wir am Anfang an. Was bedeutet es, wenn ein Stoff radioaktiv ist ( A 7 )? B 30.18 Dass man durch Radioaktivität zum Superhelden wird, gibt es leider nur im Film. Bei radioaktiven Stoffen verändert sich der Kern des Elements und sendet dabei Strahlung aus! Ernest Rutherford konnte 1902 mit Hilfe eines Magnetfeldes drei Arten von Strahlung unterscheiden. Man nannte sie nach den ersten Buchstaben des griechischen Alphabets α-, β- und γ-Strahlung und den Vorgang im Kern α-, β- und γ-Zerfall (T 30.1). α β γ Art der Strahlung Heliumkerne β– = Elektronen β+ = Positronen elektromagnetische Wellen Ladung zweifach positiv negativ oder positiv neutral Geschwindigkeit 10.000 bis 20.000 km/s etwa 270.000 km/s Lichtgeschwindigkeit Ursache Kern zu schwer Kern hat zu viele p+ oder n Kern hat zu viel Energie Abschirmung 10 cm Luft, 1 Blatt Papier einige Meter Luft, 100 Blatt Papier, 5 mm Alublech mehrere Meter Beton, dicke Bleiwände α ß � Papier Aluminiumblech Blei oder Beton T 30.1 Die Arten von Radioaktivität Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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