127 Lösungen auch hier mussten Zehntausende Menschen evakuiert werden. Ein Teil davon ist inzwischen wieder zurückgekehrt. Die Endlagerung stellt ein Risiko dar, weil hochaktiver Atommüll etwa 100.000 Jahre lang von der Umwelt ferngehalten werden musste. Und wer kann schon garantieren, dass in dieser Zeit nichts passiert? Der Ausdruck ist unsinnig, weil alles aus Atomen besteht. Wenn du zum Beispiel deine Schultasche trägst, ist das im Prinzip bereits auch ein Atomtransport. Der Begriff „Atomtransport“ klingt so, als würde man ganze Atome oder sogar Atombomben transportieren. In Wirklichkeit geht es aber um radioaktives Material – also Stoffe, die Strahlung abgeben. Daher ist der Begriff nicht sehr genau. Ein passenderer Begriff wäre zum Beispiel „Transport radioaktiver Stoffe“ oder „Radioaktivtransporte“, weil er klarer beschreibt, worum es wirklich geht – und gleichzeitig sachlich bleibt. Nur Uran-235 zerfällt in zwei leichte Kerne, wenn es ein Neutron einfängt. Uran-238 wird durch das Neutron zu Plutonium-239. Die Diskussion über Kernenergie ist komplex, weil sie sowohl große Vorteile als auch erhebliche Nachteile hat. Ein großer Vorteil ist, dass Kernkraftwerke sehr wenig CO2 ausstoßen und damit eine Möglichkeit bieten, den Klimawandel zu bekämpfen. Sie liefern zudem kontinuierlich und zuverlässig Energie, unabhängig von Wetterbedingungen, was bei erneuerbaren Energien manchmal ein Problem ist. Auf der anderen Seite stehen die Risiken. Es gab in der Geschichte mehrere schwere Unfälle, wie in Tschernobyl und Fukushima, bei denen radioaktive Strahlung freigesetzt wurde. Außerdem bleibt das Problem des Atommülls, der für viele Tausende Jahre sicher gelagert werden muss. Es gibt noch keine endgültige Lösung für die sichere Entsorgung dieses Mülls. Fazit: Einige Menschen glauben, dass die Nutzung von Kernenergie wegen des Klimawandels eine Notwendigkeit ist, während andere meinen, dass die Risiken zu groß sind und mehr in erneuerbare Energien investiert werden sollte. Letztlich hängt die Antwort davon ab, wie man diese Vor- und Nachteile bewertet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Erschütterungen von einem Erdbeben zu unterscheiden. Wir sehen uns ein einfaches Beispiel an. Bei einer Explosion wird die Energie in sehr kurzer Zeit freigesetzt, und die Schwingungen klingen relativ schnell ab. Ein Erdbeben dauert länger und die Schwingungsstarke kann noch nach einiger Zeit stark anwachsen. Eine Nuklearbombe erzeugt bei der Explosion einen elektromagnetischen Puls. Das ist eine kurzzeitige elektromagnetische Welle extremer Stärke, die elektronische Geräte zerstören kann. Tatsachlich fielen im 1500 km entfernten Hawaii hunderte Straßenlampen aus. Die Explosion erzeugt auch ein künstliches Polarlicht, das von der Erde aus zu sehen war (B 31.34, S. 117). A 18 A 19 A 20 A 21 A 22 A 23 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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