44 Fest, flüssig und gasförmig – die Phasen eines Stoffes Stoffe können fest, flüssig und gasförmig sein. Man nennt das die Phasen. Nehmen wir zum Beispiel Wasser: Im Alltag ist es in seiner flüssigen Phase zum Trinken, Waschen und Kochen wichtig, und natürlich auch in deinem Körper. Aber auch gefroren ist es sehr praktisch, etwa als Eiswürfel in einer kalten Limo oder als Unterlage beim Eislaufen und Skifahren (B 25.1). Die gasförmige Form entsteht zum Beispiel beim Kochen und spielt beim weltweiten Wasserkreislauf und beim Wetter (Kap. 26) eine enorm große Rolle. Wir nehmen diese drei Zustände genauer unter die Lupe und schauen ganz allgemein was passiert, wenn ein Stoff seine Zustandsform ändert. Wassermoleküle sind in Summe elektrisch neutral, sie haben also gleich viel positive und negative Ladungen. Diese sind aber in der Molekülhülle nicht gleichmäßig verteilt. Begründe mithilfe von B 25.3, wieso das so ist. Positive und negative Ladungen ziehen einander an, ähnlich wie sich auch Nord- und Südpole von Magneten anziehen. Was bedeutet das in Verbindung mit A 3 , wenn du viele Wassermoleküle auf einem Haufen hast, etwa in einem Glas Wasser? Diskutiert in der Gruppe darüber. In B 25.4 siehst du die drei Phasen fest, flüssig und gasförmig aus Sicht der Wassermoleküle. Versuche mit Hilfe der Bildunterschrift die Zustandsformen zu verstehen, indem du die Ladung der Moleküle und die Wärmebewegung miteinander verbindest. B 25.4 Im Eis (a) sind die Bindungen zwischen den Molekülen dauerhaft, im Wasser (b) flüchtig und im Wasserdampf gibt es gar keine Bindungen mehr. A 3 A 4 A 5 a ≤ 0°C fest c ≥ 100°C gasförmig b ≥ 0°C und ≤ 100°C flüssig 25.1 Was die Welt zusammenhält Phasen und Phasendiagramme Wir überlegen uns in diesem Abschnitt anhand von Wasser, warum die Temperatur dafür verantwortlich ist, ob Stoffe fest, flüssig oder gasförmig sind. Atome wie Wasserstoff (H) oder Sauerstoff (O) sind die Bausteine, aus denen sich alles zusammensetzt, auch dein eigener Körper. Wie aber sind Atome selbst aufgebaut? Beschreibe mithilfe von B 25.2. Wasser hat die chemische Formel H2O. Erkläre, was das bedeutet mit Hilfe von B 25.3. A 1 Atomhülle mit Elektronen (-) Atomkern mit Protonen (+) und ungeladenen Neutronen B 25.2 Der Aufbau eines Atoms A 2 O ein bisschen mehr - ein bisschen mehr + ein bisschen mehr + H H B 25.3 Ein Wassermolekül: Die Atome sind modellhaft als Kugelteile dargestellt. 25 Auf der Zunge zergehen lassen Zusatzmaterial p597p8 B 25.1 Der Schnee, auf dem du talwärts rutschst, besteht aus unzählbaren zusammenklebende Eisplättchen (siehe Kap. 25.4, S. 50). Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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