48 25.3 Am höchsten Berg der Welt Verdampfen und Kondensieren Wir sehen uns in diesem Abschnitt den Übergang von der flüssigen zur gasförmigen Phase und umgekehrt an, also Verdampfen und Kondensieren. Mache an der Tafel einen nassen Fleck und umrande ihn mit Kreide. Erneuere die Grenze jede Minute und schau zu, wie der Fleck immer kleiner wird (B 25.16). Wohin verschwindet das Wasser? Füllt in eine Spritze Wasser mit etwa 50°C. Haltet die Öffnung zu und zieht am Kolben. Das Wasser beginnt zu sieden (B 25.17)! Wow! Warum aber? Wie funktioniert ein Druckkochtopf (B 25.20 c)? Warum wird darin alles schneller durch? Nimm eine Milchpackung oder eine Getränkedose aus dem Eiskasten und lasse sie eine zeitlang im Zimmer stehen. Was passiert an der Außenseite der Verpackung? Wie kannst du diese Beobachtung erklären? Wie entsteht der Tau, den du manchmal in der Früh am Gras beobachten kannst (B 25.18)? B 25.18 Wo kommt das Wasser her, das manchmal in der Früh auf der Wiese ist? A 12 B 25.16 Wohin verschwindet das Wasser? A 13 B 25.17 Warum siedet das Wasser? A 14 A 15 A 16 Den Übergang von flüssig zu gasförmig nennt man Verdampfen. Die Teilchen bekommen dabei so viel Bewegungsenergie, dass sie die elektrische Anziehung komplett überwinden und verduften. Die Temperatur, bei der das passiert, nennt man Siedetemperatur und sie liegt bei Wasser bei 100 °C. Das gilt aber nur bei normalem Luftdruck. Wenn dieser niedriger wird, siedet das Wasser bei niedrigerer Temperatur. Das kannst du aus dem Phasendiagramm herauslesen (B 25.8, S. 45) und mit der Spritze direkt ausprobieren ( A 13 ). Wenn du am Kolben ziehst, wird der Druck im Inneren kleiner und das Wasser beginnt zu sieden! Höhe und Beispiel relativer Druck Siedetemperatur 8848 m, Mount Everest 0,33 70 °C 4810 m, Mont Blanc 0,56 84 °C 3798 m, Großglockner 0,65 87 °C 0 m, Meeresniveau 1 100 °C –5500 m, Druckkochtopf 2 120 °C T 25.2 Siedetemperaturen von Wasser in Abhängigkeit von der Seehöhe und somit vom Luftdruck. Weil der Luftdruck mit der Seehöhe absinkt, sinkt auch die Siedetemperatur (T 25.2). Am höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest (B 25.19), kocht Wasser schon bei 70 °C. Deshalb ist es in großer Höhe mühsam oder gar unmöglich, Speisen wie Erdäpfel durch zu kochen – die Dinger bleiben einfach hart. B 25.19 Der majestätische Mount Everest ist 8848 m hoch. Es geht aber auch in die Gegenrichtung. Wenn der Luftdruck höher wird, siedet das Wasser bei höherer Temperatur. Wenn du dich 5500 m tief in die Erde buddelst, ist dort der Luftdruck doppelt so hoch und Wasser kocht erst bei 120 °C (T 25.2). Genauso ist es auch im Druckkochtopf. Bei diesem kann man den Deckel fest verschließen und den Wasserdampf einsperren. Dadurch steigt beim Sieden der Druck auf den doppelten Normalwert und das Wasser siedet bei Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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