49 25 Auf der Zunge zergehen lassen 120 °C (B 25.20 c). Wird der Druck größer, öffnet sich ein Sicherheitsventil. Durch die hohe Temperatur verkürzt sich die Kochdauer etwa auf die Hälfte ( A 14 ). Das spart Zeit und Energie! B 25.20 a) Viel Dampf und Wärme gehen verloren; b) mit Deckel schon besser; c) Druckkochtopf: ideal! Beim 221fachen Druck siedet Wasser sogar erst bei 374 °C! Dann ist aber Endstation. Wird die Temperatur nämlich noch größer, verschwindet der Dichteunterschied zwischen Wasser und Dampf und man kann zwischen flüssig und gasförmig nicht mehr unterscheiden (B 25.21). B 25.21 Links siehst du deutlich die Grenze zwischen flüssig und gasförmig. Über der kritischen Temperatur von 374 °C verschwindet sie aber! Den Übergang von flüssig zu gasförmig nennt man allgemein Verdampfen. Man unterscheidet aber zwischen Sieden und Verdunsten. Wasser siedet bei Normaldruck bei 100 °C. Verdunsten ist aber bei jeder Temperatur möglich, bei der der Stoff flüssig ist. Wasserlacken verdunsten nach dem Regen und die nasse Tafel wird auf diese Weise trocken ( A 12 ). Auch der Schweiß verdunstet und kühlt dabei deine Haut. B 25.22 Nebel ist eigentlich nichts anderes als eine Wolke am Boden. Er besteht aus winzigen, kondensierten Tröpfchen. Wird Luft kälter, zieht sie sich zusammen. Dabei kommen sich die herumschwirrenden Teilchen des Wasserdampfes näher und die elektrische Kraft gruppiert sie wieder zu Tröpfchen. Das nennt man Kondensation. Während man zum Verdampfen eines Stoffes Wärme zuführen muss, wird diese beim Kondensieren wieder frei. Man spricht von Kondensationswärme. Durch Kondensation entsteht zum Beispiel der Wasserfilm an einem kalten Gegenstand aus dem Kühlschrank ( A 15 ; B 25.23) oder an kalten Brillengläsern, wenn man einen warmen Raum betritt. Genau derselbe Effekt tritt auch auf, wenn in der Nacht die Luft abkühlt und auf einer Wiese durch Kondensation Tautröpfchen entstehen ( A 16 ). Auch Wolken (Kap. 26.2, S. 56) und Nebel (B 25.22) sind nichts anderes als zu winzigen Tröpfchen kondensierter Wasserdampf. B 25.24 Wie viel Wasserdampf in der Luft sein kann. Wie viel Wasserdampf die Luft maximal aufnehmen kann, hängt von ihrer Temperatur ab. Bei 23 °C passen maximal 20 g Wasserdampf in 1 m3 Luft. 10 g entsprechen also einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % (B 25.24 a). Wenn die Luft nun auf 11 °C abkühlt (b), kann sie nur mehr 10 g Wasserdampf halten und hat daher nun 100 % relative Luftfeuchtigkeit. Kühlt sie auf knapp über 0 °C ab, dann kann sie sogar nur mehr 5 g aufnehmen. Die restlichen 5 g müssen kondensieren, etwa zu Tau oder zu einem Wölkchen. B 25.23 Wassertröpfchen an einer kalten Flasche 40 30 25 20 15 10 5 0 -10 Temperatur in °C tatsächliche Wasserdampfmenge 5g/m3 50% rel-LF 10g/m3 100% rel-LF 10g/m3 50% rel-LF b a c Größtmögliche Wasserdampfmenge entspricht 100% Luftfeuchtigkeit Wasserdampf in g/m3 -5 0 5 10 15 20 2530 Kurz zusammengefasst Vom Verdampfen spricht man allgemein, wenn eine Flüssigkeit gasförmig wird. Verdunsten ist bei jeder Temperatur möglich, Sieden nur bei einer ganz bestimmten. Kondensieren bedeutet, dass ein Gas flüssig wird, etwa wenn Wolken oder Nebel entstehen. Dabei entsteht auch immer Wärmeenergie. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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