90 29.4 29.4 „Lady Bluetooth“ Eine kurze Geschichte des Funks Bis jetzt ging es um die Energie, die mit den elektromagnetischen Wellen transportiert wird, also zum Beispiel um die wärmende Wirkung von IR, oder dass man mit Röntgenstrahlung den Körper durchleuchten kann. In den folgenden Abschnitten sehen wir uns an, wie man mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen kommunizieren und Information übertragen kann. Aus Filmen kennst du sicherlich alte Telefone wie in B 29.24. In moderner Form mit Tasten sind diese heute noch in Betrieb. Man sagt „Festnetz“ dazu. Was ist der große technische Unterschied, wenn du mit einem Festnetz telefonierst oder mit einem Mobiltelefon? Und was bedeutet das Wort „mobil“? B 29.24 Festnetz und Mobiltelefon Du hast sicher schon einmal die Begriffe Rundfunk und Mobilfunk gehört. Was versteht man darunter? Recherchiere im Internet und diskutiere deine Ergebnisse in der Gruppe. In B 29.25 siehst du Guglielmo Marconi mit einem von ihm erfundenen technischen Apparat. Recherchiere im Internet, was er Bahnbrechendes erfunden hat und erstelle eine Präsentation. B 29.25 Marconi mit seiner Erfindung im Jahr 1896: Was ist das? A 13 A 14 A 15 Der große Unterschied zwischen Festnetz und Mobiltelefon liegt auf der Hand ( A 13 ): Das Festnetz funktioniert über fest installierte Leitungen und man kann das Telefon nicht einfach herumtragen. Das Wort mobil bedeutet beweglich. Ein Mobiltelefon kannst du nämlich überall hintragen, weil hier die Übermittlung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen durch die Luft erfolgt. Diese extrem praktische Erfindung hat eine sehr sehr lange Geschichte. B 29.26 Prinzip des Versuchs von Heinrich Hertz: An der Sendeantenne wurde mit Hilfe eines Funkens eine elektromagnetische Welle erzeugt. Wenn diese die Empfangsstation erreichte, gab es dort ebenfalls einen Funken. Der deutsche Physiker Heinrich Hertz konnte als Erster bereits 1886 elektromagnetische Wellen künstlich erzeugen, durch die Luft schicken und wieder empfangen (B 29.26). Die EM-Welle wurde dabei durch einen Funken erzeugt. Heute erzeugt man die EM-Wellen ganz anders, aber trotzdem spricht man bis heute von Rundfunk, wenn man Radio und Fernsehen meint und von Mobilfunk, wenn man die Handys meint ( A 14 ). Ziemlich kurios, oder? B 29.27 Nimm an, zwei EM-Wellen mit unterschiedlicher Wellenlänge fliegen nach rechts an dir vorbei. Alle EM-Wellen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Die Wellenlänge wird von Berg zu Berg gemessen. Je kürzer sie ist, desto mehr Berge fliegen pro Sekunde an dir vorbei und desto höher ist die Frequenz. Nach Heinrich Hertz ist auch die Einheit für die Frequenz benannt. 1 Hertz (1 Hz) entspricht einer Schwingung pro Sekunde. Je kürzer die Wellenlänge der EM-Welle ist, desto größer ist ihre Frequenz und umgekehrt (B 29.27). Die Frequenz ist eine wichtige Größe bei EM-Wellen. Zum Beispiel gibt man bei Radiosendern die Frequenz an, damit man diese besser finden kann. Der größte österreichische Radiosender Ö3 sendet in Wien zum Beispiel auf 99,9 Megahertz (99,9 MHz). Das sind anders gesagt 99,9 Millionen Schwingungen pro Sekunde! Empfangsfunken Sendeantenne Sendefunken kugelkondensator Zündspule Empfangsantenne Wellenlänge a b Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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