Zeitbilder 4, Schulbuch

Anwendungsbereich 7: Aspekte von Globalisierung im 20. und 21. Jahrhundert 113 1947 1980 Asien und Südamerika – Beispiele Koreakrieg Korea war seit 1910 japanische Kolonie. Nach der Kapitulation Japans 1945 besetzten nördlich des 38. Breitengrades die Rote Armee und südlich US-Truppen die Halbinsel. 1948 entstanden zwei unabhängige Staaten: Die von den USA unterstützte Republik Korea („Südkorea“) und die Demokratische Volksrepublik Korea unter Präsident Kim Il-sung. Beide Staaten erhoben Anspruch auf die ganze Halbinsel. 1950 überschritten nordkoreanische Truppen die Grenze zu Südkorea. Nordkorea kontrollierte bald fast die gesamte Halbinsel. Nun drangen UN-Truppen, angeführt von den USA, nach Norden bis an die chinesische Grenze vor. Daraufhin stießen kommunistische Truppen Chinas und der UdSSR weit in den Süden vor. UN-Truppen schlugen sie zurück. 1953 kam es zum Waffenstillstand. Korea war völlig verwüstet, 4,5 Mio. Menschen hatten ihr Leben verloren. Seither kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Nord- und Südkorea. US-Truppen sind weiterhin in Südkorea stationiert. Nordkoreas Diktator Kim Jong-un und die USA drohen einander mit dem Einsatz von Atomwaffen. Unabhängigkeit in Südamerika Die Erklärung der Menschenrechte 1789 führte zu Unruhen in den französischen Karibikgebieten. 1804 wurde Haiti unabhängig. Das erste Land auf dem südamerikanischen Kontinent, das sich für unabhängig erklärte, war Ecuador 1809. Im gleichen Jahr folgte Bolivien, wenig später Venezuela und Kolumbien. Allerdings eroberten Truppen des Vizekönigs die Staaten schnell zurück. Argentinien und Chile erklärten sich für unabhängig, 1811 spaltete sich Paraguay ab, 1815 Uruguay. Mexiko erklärte seine Unabhängigkeit von Spanien. Brasilien war portugiesische Kolonie. Der Kronprinz rief als „Kaiser von Brasilien“ die Unabhängigkeit des Landes aus. Die Unabhängigkeitsbewegungen in den spanischen Kolonien waren von 1808 bis 1826 (Argentinien, Chile, Kuba, Mexiko, Peru, Santo Domingo) kriegerischer. Der bekannteste Freiheitskämpfer Südamerikas ist Simón Bolívar (1783–1830). In vielen Ländern gilt er heute als Nationalheld. 1813 eroberte er Venezuela von den Spaniern zurück. Die Kämpfe bis zum endgültigen Sieg dauerten aber noch bis 1823. M3 „Die freie Welt kann nicht tatenlos zusehen!“ Q Die Presse der USA billigt die Entscheidung Präsident Trumans, amerikanische Streitkräfte einzusetzen, um die Aggression im Fernen Osten zum Stehen zu bringen. Der Einsatz amerikanischer Streitkräfte im Pazifik ist sachlich und rechtlich eine Polizeiaktion, die im Namen der Vereinten Nationen durchgeführt wird, um Differenzen durch friedliche Mittel statt durch Krieg auszutragen. Trotzdem kann es sich als schwierig erweisen, im Rahmen einer Polizeiaktion zu bleiben, denn die Begleiterscheinungen eines Krieges sind der sichtbarste Teil dieser Aktion. Das amerikanische Volk war äußerst geduldig in seinen Bemühungen, den Krieg in den internationalen Beziehungen zu beseitigen. (nach: Wiener Kurier, 30.6.1950) M4 Unabhängigkeit der Staaten in Südamerika 1810–1820 1821 1822–1829 1830–1899 1900–1959 1960–1969 1970–1979 1980+ 1 Arbeite aus M1 die schrittweise Entkolonialisierung heraus. Ermittle, welche Kolonialmächte mit welchen Kolonien davon betroffen waren. Vergleiche die beiden größten Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien. Erkläre anhand der Karte, weshalb das Jahr 1960 als „Afrikanisches Jahr“ gilt. (HMK II) 2 Erläutere mithilfe von M3, warum sich die USA verpflichtet fühlten einzugreifen. (PSK II) 3 Stelle mithilfe von M2 fest, welche Bevölkerungsgruppen in Südafrika leben und welche Rechte sie bis 1990 hatten. Erläutere, warum der Ministerpräsident auf die Umsetzung der Apartheid drängte. Begründe, warum der Text im 21. Jh. so nicht mehr in einer Zeitung gedruckt werden dürfte. (PSK II) 4 Ermittle mithilfe von M4, wann die im Schulbuchtext genannten Kolonien unabhängig wurden. (HMK II) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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