Anwendungsbereich 7: Aspekte von Globalisierung im 20. und 21. Jahrhundert 121 heute Abkühlung der Städte Städte heizen sich in Hitzewellen um bis zu 8 °C mehr auf als das Umland. Bodenversiegelung, kaum Grün und zu wenig Durchlüftung durch Wind wegen der dichten Bebauung führen zu einer Überhitzung, die die Gesundheit belastet. Baumpflanzungen können helfen. Die Blätter verdunsten Feuchtigkeit. Ein ausgewachsener Baum kühlt so stark wie zehn Klimaanlagen. Regenwasser kann ebenfalls zur Abkühlung beitragen, wenn es nicht gleich in die Kanalisation geleitet, sondern oberirdisch in Wasserläufen geführt wird. Bosco verticale (= senkrechter Wald) In Mailand wurden 2014 zwei Hochhaustürme eröffnet, deren Fassaden mit rund 900 Bäumen, jeder zwischen drei und neun Metern hoch, sowie rund 2 000 weiteren Pflanzen begrünt sind. Das entspricht einem Wald von 7000 m2. Sie sollen Hitze, Lärm und Staub mildern. Auch in Deutschland, der Schweiz und Asien gibt es ähnliche Projekte. Bodenversiegelung Etwa 12 ha Boden, die Fläche von rund 16 Fußballfeldern (Stand 2025), werden in Österreich täglich verbaut. Dieser Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen. Bei Starkregen fließt das Wasser an der Oberfläche ab: Überschwemmungen sind die Folge. Ein neues Raumentwicklungskonzept soll bis 2030 den Bodenverbrauch auf 2,5 ha täglich senken: Statt neu zu bauen sollen leerstehende Gebäude wieder genutzt werden. M6 Bosco verticale in Mailand, Italien (Foto 2023) M7 Ökologische Herausforderungen (Grafik, Kotoffei, 2016) M5 Wien: Maßnahmen gegen Hitzeinseln Q Die Stadt Wien sagt der klimawandel-bedingten Hitze in der Stadt den Kampf an. Allein 2019 gab es in Wien 40 Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20°C fiel. Die Stadt kühlt aufgrund der aufgeheizten Betonflächen nicht mehr ausreichend ab. Es bilden sich so genannte „Hitzeinseln“. Diese belasten vor allem die Bevölkerung in dichtverbauten Gebieten. Klimastadtrat: „Durch die Klimakrise verursachte Hitzewellen zählen mittlerweile zu den weltweit häufigsten Naturkatastrophen – und sie betreffen dicht besiedelte Städte wie Wien besonders. Wir müssen deshalb nicht nur alles tun, um die Klimakrise aufzuhalten, sondern auch unsere Stadt abkühlen. Mit mehr Grün und CoolingMaßnahmen wollen wir die Lebensqualität in Wien noch steigern.“ Zusätzlich zu den über 1000 bestehenden Parks werden weitere Grünräume geschaffen, um die Hitzeinseln abzukühlen. Durch über 300 Nebelduschen werden feine Tröpfchen versprüht. (nach: wien.gv.at, 2023) 1 Liste mithilfe von M1 die Länder in Europa auf, die vom steigenden Meeresspiegel besonders betroffen wären. (HOK I) 2 Erläutere mithilfe von M2 und dem Schulbuchtext mögliche Folgen von Starkregen. (HOK II) 3 Erstelle ein Balkendiagramm mit den in M3 genannten Zahlen. Interpretiere das Ergebnis der Befragung. (PHK III) 4 Beurteile mithilfe von M4 die „Verantwortung“, die der Zeichner kritisiert. (PUK III) 5 Arbeite aus M5 die Probleme mit der Überhitzung der Stadt und die Gegenmaßnahmen der Stadtregierung heraus. (PMK II) 6 Beurteile mithilfe von M6, ob du gerne in einem so begrünten Haus leben würdest. Nenne Vor- und Nachteile. (PUK III) 7 Analysiere die Grafik M7. Liste in einer Tabelle die dargestellten positiven und negativen Umweltfaktoren auf. (PMK II) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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