122 Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europa M1 Die Entführung Europas (Skulptur, Nikos und Pandelis Sotiriadis 2005, Foto 2015) M5 Europa-Statue in Agios Nikolaos, Kreta (Foto 2020) 1949: Europarat Zehn europäische Staaten gründeten den Europarat mit dem Ziel, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern. Heute sind 46 Länder Mitglied des Europarats, der formell nichts mit der Europäischen Union zu tun hat. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchten Politiker in Europa durch Zusammenarbeit dauerhaften Frieden und Wirtschaftsaufschwung zu schaffen. 1951: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) – Montanunion Belgien, die BRD, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande vereinbarten, untereinander auf Zölle auf Kohle und Stahl zu verzichten. Eine „Hohe Behörde“ konnte jetzt staatenübergreifend Bestimmungen erlassen. 1957: Römische Verträge Die Mitgliedstaaten der Montanunion gründeten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), um durch einen gemeinsamen Markt ohne Zollschranken Handel und Wirtschaft zu fördern. M3 2-Euro-Münze aus Griechenland (Foto 2023) M2 Wie Europa zu seinem Namen kam Q Der Sage nach war Europa eine Prinzessin aus Phönizien. Zeus verliebte sich in sie und verwandelte sich in einen Stier. Er nahm Europa auf seinen Rücken und entführte sie über das Meer nach Kreta. Der Kontinent wurde nach ihr benannt. (nach: europa-im-unterricht. ktn.gv.at) Was Europa alles sein kann • Friedensprojekt • Wirtschaftsgemeinschaft • politische Union • historisch-kulturelle Einheit • „Europa der Vielfalt” M4 Europa bedeutet für mich … Q „Freiheit, Frieden und Vielfalt in Europa sind eine große Errungenschaft der letzten Jahrzehnte und gleichzeitig eine große Selbstverständlichkeit für die Menschen, die das leben und erleben dürfen. Vieles funktioniert und vieles funktioniert auch nicht. Jede Generation muss dieses Projekt behutsam weitertragen und entwickeln. Ich glaube, dass Europa nie fertig oder perfekt sein wird. Es ist die Absicht und das Versprechen, ein friedliches und sicheres Miteinander zu entwickeln. Aufklärung und Menschenrechte sind dabei unsere Leitsterne.“ Katharina Stemberger, Schauspielerin (13.10.2018) „Wir in Europa bilden einen kunterbunten Haufen, mit all unseren verschiedenen Sprachen, Kulturen, Erlebnissen und Nationalitäten. Wir sind wie viele einzelne Puzzlesteine – und es liegt an uns, gemeinsam jenes bunte europäische Bild zu schaffen, das wir uns wünschen!“ Julia Haas, Völkerrechtsbüro, BMEIA (20.10.2018) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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