136 M8 Proteste der Uiguren vor der chinesischen Botschaft in London: Human Rights Watch setzt sich für die Rechte der Uiguren ein. (Foto 22.12.2022) M10 Demonstration für die Freilassung von in der Türkei inhaftierten Journalisten organisiert von Reporter ohne Grenzen und Amnesty International (Foto 10.4.2017) Für Grund- und Freiheitsrechte Amnesty International Die NGO Amnesty International wurde 1961 in London gegründet. Sie prangert Menschenrechtsverletzungen weltweit an. Sie wendet sich immer wieder an politisch Verantwortliche und fordert, Menschenrechte zu sichern. Dies dokumentiert Amnesty International in einem jährlichen Report. Der Schutz der Rechte von Frauen und Mädchen und der Kampf gegen Diskriminierung sind weitere Ziele der NGO. Human Rights Watch Die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) endete 1975 mit einer Schlussakte (= Schlusserklärung). Darin verpflichteten sich die USA, Kanada, die UdSSR und fast alle europäischen Staaten auch dazu, Menschenrechte und Grundfreiheiten zu wahren (S.114). 1978 entstand in den USA die Menschenrechtsorganisation Helsinki Watch. Sie wollte die Einhaltung dieser Zusagen sicherstellen. Nach dem Zusammenschluss mit anderen Organisationen entstand daraus Human Rights Watch. Diese NGO wendet sich gegen jede Art von Diskriminierung (zB Geschlecht, soziale Stellung). Sie prangert staatliche Korruption, Missbrauch staatlicher Gewalt und Menschenrechtsverletzungen an Frauen an. Vor allem versucht sie, den Einsatz von Kindern als Soldaten zu beenden. Reporter ohne Grenzen (ROG / RSF) Diese Organisation tritt als NGO seit 1985 weltweit gegen Zensur und Einschränkung der Pressefreiheit auf. So kritisiert sie zB die Einschränkungen des Internets in China. Durch Fragebogenaktionen erforscht ROG in den einzelnen Ländern, wie es dort um die Pressefreiheit bestellt ist. Gibt es Zensur? Sind Reporterinnen und Reporter Opfer von Attentaten geworden? So entsteht jährlich eine Rangliste der Pressefreiheit. M9 Der Österreich-Präsident von Reporter ohne Grenzen zur Pressefreiheit in Österreich Q Im weltweiten Pressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen liegt Österreich auf Platz 29. Gefordert wird eine stärkere Medienförderung, die nicht über Inserate läuft. Einen Absturz wie im Vorjahr, wo Österreich um 14 Plätze nach hinten gereiht wurde, gab es heuer zwar nicht. Aber mit dem aktuellen Rang 29 habe sich Österreich auf einem schlechten Platz verfestigt, so der Österreich-Präsident von Reporter ohne Grenzen. Denn die Punktebewertung habe sich im Vergleich mit 2022 kaum verbessert. Derzeit befindet sich Österreich damit im Mittelfeld der Länder mit „zufriedenstellender“ Bewertung. Eine liberale Demokratie wie Österreich sollte auch wieder in den grünen Bereich kommen. Von dort sind wir derzeit allerdings weit entfernt. Verbessert hat sich Österreich im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Sicherheit. (nach: Die Presse, 3.5.2023) M11 Liebe ist ein Menschenrecht: Plakat von Amnesty International bei der Gay Pride in London 2013 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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