Anwendungsbereich 9: Gesellschaftlicher Wandel im 20. und 21. Jahrhundert in Österreich 141 heute M4 42-jähriger Syrer bewies Zivilcourage Q Der 42-jähriger Syrer A. lieferte gerade Essen aus und fuhr am Samstagnachmittag vorbei, als der 23-jährige Attentäter mit dem Messer auf die Passanten einstach: „Ich hatte keine Zeit nachzudenken, was ich machen soll. Ich habe gesehen, dass er ein Messer hatte und Leute am Boden lagen. Ich habe gewusst, was passiert ist.“ Er sei mit seinem Auto losgefahren und habe den 23-Jährigen damit zu Boden gestoßen. „Das Messer ist dem Täter Gott sei Dank sofort aus der Hand gefallen.“ Zuerst hielten andere Passanten A. ebenfalls für einen Terroristen und wollten ihn stoppen. Auch wenn sie auf sein Auto eingeschlagen hätten, sei er langsam weitergefahren. „Nach 100, 150 Metern habe ich eingeparkt und die Polizei angerufen.“ (nach: kaernten.orf.at, 16.2.2025) M5 „Der Held von Villach“ im Interview Q Wir sind nicht alle so. Unsere Religion sagt das nicht. Diese Leute verstehen vielleicht die Religion falsch. (nach: ORF ZiB 2, 16.2.2025) Islamismus Menschen, die sich zu einem radikalen und fundamentalistischen Islam bekennen, wollen einen Staat auf der Grundlage des Islam errichten. Manche setzen dabei auf Gewalt. Am 2.11.2020 starben bei einem islamistischen Terroranschlag in Wien fünf Menschen. In Folge wurden zwei radikalislamische Moscheen geschlossen. In Villach tötete am 15.2.2025 ein syrischer Islamist einen 14-jährigen Schüler und verletzte fünf weitere Menschen teilweise schwer. Er war asylberechtigt und hatte sich über TikTok radikalisiert. Ein weiterer Syrer verhinderte Schlimmeres, indem er den Attentäter mit seinem Auto niederstieß. Antisemitismus Er zeigt sich heute noch immer als Ablehnung und Diskriminierung von Jüdinnen und Juden bzw. jüdischer Synagogen oder Geschäfte oder auch als Wahnvorstellung von jüdischer Weltmacht. Wer an Verschwörungsmythen glaubt, einen geringen Bildungsgrad oder islamistischen Hintergrund hat, neigt eher zu Antisemitismus als Menschen mit einem unbefangenen Zugang zum Judentum. Immer öfter kommt es in Österreich zu gewaltsamen antisemitischen Übergriffen. Seximus Diskriminierung anderer Menschen wegen ihres Geschlechts kann sich auf verschiedene Arten zeigen: sexuelle Belästigung, Vorurteile, abwertendes Verhalten bis zum Mord. Man spricht von Femizid, wenn ein Mann eine Frau vorsätzlich wegen ihres Geschlechts tötet oder weil sie sich nicht so verhält, wie sich eine Frau nach seinen Vorstellungen zu verhalten hat: Wunsch nach Scheidung, Trennung oder selbstbestimmtem Leben, Partnerwahl. Femizide sind Hassverbrechen. Viele nennen diese Verbrechen verharmlosend „Familientragödie“ oder „Ehrenmord“. M6 Gedenken an den ermordeten Jugendlichen (Foto 18.2.2025) Ö D 2015 17 135 2016 28 155 2017 36 147 2018 41 122 2019 39 117 2020 31 139 2021 28 113 2022 29 181 2023 42 360 2024 26 104 M7 Anzahl der Frauenmorde in Österreich und Deutschland 1 Werte M1 aus. Arbeite aus dem Schulbuchtext die Ursachen für rechtsextreme Tathandlungen heraus. (PMK II) 2 Fasse M2 zusammen. Erkläre, wann die Beratungsstelle auch extremistischen Menschen helfen kann. (PMK II) 3 Interpretiere M3. Erläutere die unterschiedliche Bedeutung von „Klima“ für die beiden. Beschreibe, was die Frau unter „Populismus“ versteht. (HMK III) 4 Fasse M4 zusammen. Arbeite heraus, wie sich die Zivilcourage des 42-jährigen Syrers zeigt. Benenne die Probleme, die er hatte. (PUK II) 5 Nimm Stellung zur Aussage im M5. (PUK III) 6 Erläutere mithilfe von M6 die Reaktion der Menschen auf das Attentat in Villach. (PUK II) 7 Recherchiere auf der Website der Israelitischen Kultusgemeinde die aktuellen antisemitischen Vorfälle in Österreich. Benenne die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Vorfälle. (PSK II) 8 Werte M7 aus. Diskutiert in der Klasse über das Frauenbild, das Männer, die weibliche Familienmitglieder verletzen oder töten, haben. (PUK III) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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