Anwendungsbereich 9: Gesellschaftlicher Wandel im 20. und 21. Jahrhundert in Österreich 143 heute M6 Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen in den EU Mitgliedstaaten 2023 (Eurostat 2024, Statista 2025) > 30 % EU-Durschnitt 2023: 21,4 % > 26 % > 22 % > 18 % > 14 % > 10 % M8 Maßnahmen gegen Lieferengpässe bei Medikamenten Q Lieferengpässe bei Medikamenten führten im Winter 2023/2024 europaweit zu einer angespannten Situation. Um die Versorgung der österreichischen Bevölkerung sicherzustellen, hat die Bundesregierung bereits ein Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht. Die pharmazeutische Industrie ist nun dazu verpflichtet, größere Mengen an kritischen Arzneimitteln einzulagern und dadurch die Lagerbestände deutlich zu erhöhen. Rund 700 wichtige Medikamente (zB Schmerzmittel, Antibiotika oder Herz-Kreislauf-Präparate) sollen künftig für den österreichweiten Bedarf von vier Monaten eingelagert werden. (nach: sozialministerium.gv.at) Globalisierung Sie bringt Veränderungen für alle Länder. Was für die einen ein Vorteil ist, kann für die anderen ein Nachteil sein: Für Bangladesch oder China ist es zB ein Vorteil, wenn Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter Arbeit bekommen. Für Beschäftigte in der Textilindustrie in Österreich ist es ein Nachteil, wenn sie ihre Arbeit verlieren. Für Firmen in Österreich, die ihre Produkte exportieren, können durch die Globalisierung neue Märkte und dadurch neue Arbeitsplätze entstehen. Das ist wiederum ein Vorteil. Arbeit im Globalen Süden Sehr viele arbeiten dort in prekären Arbeitsverhältnissen, auch gibt es in den meisten Staaten keinen gesetzlich geregelten Arbeitnehmerschutz, der für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sorgt. Dazu kommen noch die 160 Mio. Kinder, die arbeiten, ca. 89 Mio. sind erst zwischen fünf und elf Jahren alt. In Subsahara-Afrika arbeiten besonders viele Kinder und Jugendliche: Die NGO SOS-Kinderdorf sagt, dass ca. 24 % der 5-bis 17-Jährigen, also über 86 % der dortigen Kinder, Geld verdienen müssen. M7 Wie entstehen Lieferengpässe bei Medikamenten? Q Viele Lieferengpässe sind eine negative Folge der Globalisierung. Aus Kostengründen produzieren die meisten Arzneimittelhersteller nicht mehr in Europa, sondern fast nur noch in Asien (vor allem in China und Indien). Oft wird ein Wirkstoff auch nur noch an einem oder zwei Standorten weltweit produziert. Ein Produktionsausfall an diesem Standort – beispielsweise aufgrund eines nicht verfügbaren Rohstoffes oder Verpackungsbestandteils, eines „Lockdowns“ (Davon war zB der größte Containerhafen der Welt in Shanghai monatelang betroffen.) oder einer technischen Störung – kann schnell zu weltweiten Lieferschwierigkeiten führen. Dasselbe gilt für die Lagerung, die zunehmend an wenigen Standorten der Hersteller im Ausland und nicht mehr in Österreich (oder anderen EU-Ländern) erfolgt. (nach: apothekerkammer.at, 20.2.2025) 1 Analysiere mithilfe des Schulbuchtextes die Forderung, die in M1 erhoben wird. (PMK II) 2 Arbeite aus M2 die Maßnahmen, mit denen Sozialstaaten die Menschen vor Armut schützen können, heraus. (PMK II) 3 Definiere mithilfe von M3 deine persönliche Vorstellung von Armut. (PUK III) 4 Interpretiere M4. Formuliere die Botschaft, die der Zeichner hier zum Ausdruck bringen will. (HMK III) 5 Werte M5 aus. Formuliere mögliche Gründe für die sich verändernden Daten. (PMK III) 6 Werte M6 aus. Erstelle daraus eine Tabelle. (PMK II) 7 Erläutere mithilfe von M7 Probleme der Globalisierung. Nenne weitere Produkte, wo Lieferengpässe Auswirkungen auf dein Leben haben können. (PSK II) 8 Arbeite aus M8 die Maßnahmen der Bundesregierung heraus, mit denen Lieferengpässen bei Medikamenten entgegengewirkt werden soll. (HMK II) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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