21 Februarkämpfe 1934 in Bruck an der Mur Koloman Wallisch leitete den Aufstand des Schutzbundes. Dafür wurde er zum Tode verurteilt. 3 Fasse M3 mit eigenen Worten zusammen. Erkläre, aus welcher Perspektive der Artikel die Ereignisse der Februarkämpfe hier darstellt. Hinterfrage die unterschiedliche Darstellung der beteiligten Männer und die der Frauen. Bewerte das Frauenbild, das dahintersteht. (PUK III) 4 Recherchiere im Internet, wer Koloman Wallisch war. Nütze mindestens drei Quellen, aber nicht Wikipedia. Vergleiche deine Ergebnisse mit dem Anklagetext M4. (HSK II) 5 Erläutere die Meinung des Staatsanwaltes zu Koloman Wallisch (M4). Erkläre, an welchen Textstellen ersichtlich ist, dass seine Schilderung des Angeklagten sehr einseitig ist. Formuliere die Vorwürfe, die er dem Angeklagten macht. (HSK III) Das Parlament 6 Vergleiche mithilfe der Fotos M5 und M6 die Arbeit im Parlament damals und heute. (HFK II) M3 Die Unruhetage in Bruck an der Mur Q Während am 13. Februar die Schüsse der Schutzbündler krachten und sich die bewaffnete Macht in hartem Kampfe befand, standen die Beamten der Telegraphen- und Fernsprechabteilung in angespanntester Tätigkeit. Sie waren die unbewaffneten Helfer in der Not. Jede Minute war kostbar, die gewonnen wurde, um die Verbindung der von den Aufrührern Eingeschlossenen untereinander und mit jenen Stellen aufrechtzuerhalten, die Hilfe entsenden konnten. Um 13 Uhr war Bruck mit einem Male von Graz abgeschnitten, denn die Aufständischen hatten das Fernkabel gesprengt. Zum direkten Verkehr mit Graz hatte das Amt Bruck nur noch Telegraphenleitungen zur Verfügung. Um 17 Uhr erschien ein größerer Trupp Aufrührer vor dem Postgebäude. Durch kluges Vorgehen der Leitung gelang es, die Telegraphen- und Fernsprechräume vor dem Eindringen der Schutzbündler zu schützen. Um 21 Uhr gelang es, mit Graz in direkte Verbindung zu kommen. Der Morgen sah die Angreifer vom Vortage bereits auf der Flucht. Alle, die im Dienste gestanden sind, gehörten mit Ausnahme des Leiters dem „schwachen Geschlecht“ an und taten alles, um der Aufgabe voll und ganz gerecht zu werden. (nach: Grazer Tagblatt, 22.2.1934) M4 Die Verhandlung gegen Wallisch Q Der Staatsanwalt befasste sich dann des längeren mit der Persönlichkeit des Koloman Wallisch. „Als gestern um die Mittagsstunde durch das Radio verkündet wurde, dass Wallisch endlich verhaftet worden ist, da ist ein Aufatmen durch die Steiermark gegangen, dass diesem Terrorbuben, diesem Verbrecher, endlich das Handwerk gelegt wurde. Durch Jahre war Wallisch ein Schrecken unseres steirischen Oberlandes, eine ständige Drohung für jeden anständigen, friedliebenden Bürger, den er mit Gewalt und Bürgerkrieg bedrohte. Er war eine Geißel, welche unter dem Schutzmantel der Immunität immer wieder zu Verbrechen hetzte und die Existenzen vieler Familien vernichtete. Wallisch hat glauben machen wollen, er sei der Prügelknabe, er sei der Verführte, aber er war derjenige, der die anderen hineingehetzt hat, er war der böse Geist, der hinter den Kulissen gesteckt hat und der immer andere vorgeschickt hat. Wallisch war kein Arbeiterführer, er war ein Arbeiterverführer.“ (nach: Grazer Tagblatt, 20.2.1934) M5 und M6 Eröffnung des Parlaments in Wien 1907 und Wiedereröffnung 2023 (Foto 5.6.1907 und 12.1.2023) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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