Anwendungsbereich 2: Faschismus – Nationalsozialismus – Kommunismus 49 Kriegswende bei Stalingrad In Stalingrad (heute Wolgograd) kam es zu einer der verlustreichsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Deutsche Truppen hatten im Herbst 1942 bereits zwei Drittel der Stadt erobert, als die sowjetische Gegenoffensive einsetzte. Um die Jahreswende 1942/43 wurde die 6. Deutsche Armee (ca. 280 000 Soldaten) von sowjetischen Truppen eingeschlossen. Nur ein Teil davon konnte ausgeflogen werden. Diejenigen, die nicht gefallen, erfroren oder verhungert waren, mussten sich nach erbitterten Kämpfen ergeben und kamen in Kriegsgefangenschaft. Die Stadt wurde nahezu völlig zerstört. Pearl Harbor Die USA unterstützten China gegen die japanische Eroberungspolitik. Sie verboten die Ausfuhr von Stahl und Erdöl nach Japan. Nun bereitete sich der rohstoffarme Inselstaat auf einen Krieg gegen die USA vor. 1940 schloss Japan mit dem Deutschen Reich und Italien den Dreimächtepakt. Darin erklärten sie sich zu Führungsmächten in einer zukünftigen neuen Weltordnung. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Soldaten mit Flugzeugen und U-Booten ohne Vorwarnung den Stützpunkt der US-Pazifikflotte in Pearl Harbor auf Hawaii an. Sie versenkten Schiffe und zerstörten Flugzeuge. So konnte Japan große Eroberungen im pazifischen Raum machen. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor erklärten auch das Deutsche Reich und Italien den USA den Krieg. Damit war aus dem europäischen Krieg ein Weltkrieg geworden. M6 „Wir legen hiermit entschieden fest, dass diese Toten nicht vergebens gestorben sein dürfen …“ (US-Propagandaplakat 1942) M7 Deutsche Soldaten ergeben sich in Stalingrad. (Foto 1943) M5 Überfall auf Pearl Harbor Q Verschiedene englische militärische Behörden seien bitter enttäuscht, dass sich die nordamerikanische Flottenführung so überrumpeln ließ. Es wird heftig kritisiert, dass die nordamerikanischen Flotteneinheiten in Hawaii kaum vorbereitet waren. Dem japanischen Militär sei es dadurch geglückt, einen wahren Blitzstoß gegen Pearl Harbor zu führen. Es sei unverständlich, dass es den japanischen Streitkräften geglückt sei, die Verteidigung der Insel zu durchbrechen. Die Schlagkraft der USA im Pazifik erlitt innerhalb von 48 Stunden schwere personelle und materielle Verluste. Die großen Verluste an Flugzeugen, die bei den japanischen Überraschungsangriffen vernichtet wurden, beunruhigen London besonders, da man die Langsamkeit der nordamerikanischen Flugzeugproduktion kennt. (nach: Neues Wiener Tagblatt, 10.12.1941) 1 Interpretiere die Aussage von M1 über den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich. Vergleiche M1 und M4. (PMK III) 2 Überprüfe anhand der Details, ob M1 und M4 Schnappschüsse oder Propagandafotos sind. Erörtere mögliche Gründe für Propagandafotos und Bildinszenierungen damals und heute. (PMK III, PUK III) 3 Fasse M2 in eigenen Worten zusammen. Erläutere, wie Hitler den Überfall auf Polen rechtfertigt und wie er seine Rolle dabei sieht. (PUK II) 4 Arbeite aus M3 heraus, wie Hitler den Angriff auf die Sowjetunion begründet. (HSK II) 5 Ermittle aus M5 die Folgen des Überfalls. Analysiere die Gründe für die Enttäuschung und Sorge der Briten. Überprüfe, ob der Bericht für oder gegen die USA Partei ergreift. (HMK III) 6 Interpretiere den Plakattext M6. Bewerte die Handlungsaufforderung, die sich daraus ergibt. (PMK III) 7 Vergleiche M7 mit M1. Stelle die Vorstellungen bzw. Erwartungen der Soldaten und die Realität eines Krieges einander gegenüber. (HOK III) 8 Suche auf der Website bpb.de die Karte „Der Zweite Weltkrieg in Europa“. Prüfe, inwieweit die Karte mit dem Schulbuchtext übereinstimmt. Stelle fest, ob die Karte oder der Schulbuchtext mehr Informationen bieten. (HMK II) 1939 1943 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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