Zeitbilder 4, Schulbuch

Anwendungsbereich 2: Faschismus – Nationalsozialismus – Kommunismus 53 „Volkssturm“ In der letzten Phase des „totalen Kriegs“ griff die NS-Führung zu verzweifelten Abwehrmaßnahmen. Alle waffenfähigen Männer von 16 bis 60 Jahren mussten gegen feindliche Soldaten kämpfen. Städte mussten unter Androhung der Todesstrafe „bis zum letzten Blutstropfen“ verteidigt werden. Kapitulation Während der Einnahme Berlins durch die alliierten Truppen beging Hitler Selbstmord. Testamentarisch ernannte er Admiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger. Am 8. Mai 1945 erklärte das Deutsche Reich seine bedingungslose Kapitulation. Atombomben Der Einsatz von Atombomben beendete den Krieg im Pazifik. Um die Japaner zur Kapitulation zu zwingen, ordnete US-Präsident Truman* den Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki an. Viele tausende Menschen wurden getötet oder verletzt, viele starben noch Jahre später an den Folgen der Verstrahlung. Japan kapitulierte. Damit war am 2. September 1945 der Zweite Weltkrieg beendet. 55 Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren. M6 Reichspräsident Karl Dönitz, Hitlers Nachfolger, in seiner Radioansprache am Abend des 1.5.1945 Q Der Führer Adolf Hitler ist gefallen. In tiefster Trauer und Ehrfurcht verneigt sich das deutsche Volk. Frühzeitig hatte Adolf Hitler die furchtbare Gefahr des Bolschewismus erkannt und diesem Ringen sein Dasein geweiht. Am Ende dieses seines Kampfes und seines unbeirrbar geraden Weges steht sein Heldentod in der Hauptstadt des Deutschen Reiches. Sein Leben war ein einziger Dienst für Deutschland. Der Führer hat mich zu seinem Nachfolger bestimmt. Verantwortungsbewusst übernehme ich die Führung des deutschen Volkes in dieser schicksalsschweren Stunde. (nach: Innsbrucker Nachrichten, 2.5.1945) M9 Ruine des Handelsmuseum Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe „Little Boy“ am 6. August 1945 (Foto 1945) M8 US-Soldaten im zerstörten Bensheim (Foto 1.5.1945) M7 Ein Überlebender aus Hiroshima über die Folgen der Atombombe Q Der Schmerz war unerträglich, er riss sich die Stofffetzen vom Leib, an denen seine Haut hing. Seine Lippen schwollen an, die Ohren waren zur Hälfte verbrannt. „Ich sah nicht mehr aus wie ein Mensch“, sagt Tsuboi, „ich war plötzlich zu einem Monster geworden, zu einem Untoten. Der Fluss Ota war voller Leichen, die Menschen waren hineingesprungen, weil sie brannten. Doch die meisten konnten gar nicht schwimmen. Wer nicht verbrannt war, der ertrank.“ (nach: Die Welt, 5.8.2015) 1 Beschreibe M1. Beurteile die Sicht der russischen Zeichner auf den deutschen Einmarsch in der Sowjetunion. (HMK III) 2 Interpretiere M2. Erörtere, welche Wirkung dieses Plakat hervorrufen sollte. Erkläre, was die Nationalsozialisten unter „totalem Krieg“ verstanden. (PMK III) 3 Analysiere M3. Stelle fest, aus welcher Perspektive das Foto gemacht wurde. (HMK II) 4 Arbeite aus M4 den Inhalt der Rede heraus. Überprüfe, ob „Vertreter aus allen Schichten des Volkes“ anwesend waren. Erkläre anhand von M5, wie die Wirklichkeit des „totalen Kriegs“ aussah. (HMK III) 5 Überprüfe, inwieweit M6 mit dem Schulbuchtext übereinstimmt. Nenne Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Formuliere mögliche Gründe für die Unterschiede. (HSK III) 6 Beurteile mithilfe von M7, ob die Bombardierung der Zivilbevölkerung für ein rasches Kriegsende gerechtfertigt war. (PUK III) 7 Erläutere die Auswirkungen des Kriegs und Folgen für die Bevölkerung mithilfe von M8 und M9. Verfasse einen Brief der alten Frau in M8, in dem sie ihren Urenkelkindern von diesem Tag erzählt. (PHK III) 1941 1945 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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