Zeitbilder 4, Schulbuch

Anwendungsbereich 6: Geschichtskulturen – Erinnerungskulturen – Erinnerungspolitik 77 M6 Kreuzstadl Rechnitz: Beim Massaker von Rechnitz wurden am 24. und 25. März 1945 vermutlich an die 200 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in der Nähe des Kreuzstadls ermordet. (Foto 2018) M8 Shoah-Namensmauer im Ostarrichi-Park vor der Oesterreichischen Nationalbank in Wien: Hier wird an die etwa 65 000 österreichischen Opfer erinnert. (Foto 2021) Die Shoah nie vergessen Gedenktage an die Opfer des Holocaust Am 27. Jänner 1945 befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz-Birkenau (S.65). Zum 60. Jahrestag forderten das Europäische Parlament und die UNO, den 27. Jänner zukünftig zum Europäischen und Internationalen Holocaustgedenktag zu erklären. Dieser Tag soll mahnen, gegen Hass, Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus in jeder Form aufzutreten. Am 5. Mai begeht Österreich seit 1997 seinen Nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Er soll auch an den 5. Mai 1945 erinnern, als US-Truppen das Konzentrationslager Mauthausen befreiten (S.65). Stolpersteine Dort, wo von den Nationalsozialisten verfolgte und ermordete Menschen ihren letzten selbst gewählten Wohnsitz hatten, werden manchmal Messingplatten in den Gehsteig integriert. Sie sollen Vorübergehende daran erinnern, was diesen Menschen in der NS-Zeit angetan wurde. Über 100 000 Stolpersteine wurden bisher in vielen Ländern Europas verlegt. Sie bilden das größte dezentrale Mahnmal der Welt. M9 Stolperstein für Anne Frank* in Aachen (Foto 2023) M7 Warum Erinnern wichtig ist Q Egal ob auf Social Media, im Klassenzimmer oder an Gedenkstätten, Erinnern braucht für mich zwei Dinge. Erstens das Gedenken an die Opfer und zweitens die (selbst-)kritische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Damit stellt man sich klar gegen nationalsozialistische, rassistische, antisemitische, LGBTIQA+-feindliche usw. Weltanschauungen. (nach: Marlene Wöckinger, Vermittlerin an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Juni 2023) 1 Interpretiere die Aufschrift auf dem Wiener Deserteursdenkmal (M1). (HSK III) 2 Begründe mithilfe von M2, warum Erinnern so wichtig ist. (HMK II) 3 Beschreibe M3. Ermittle, wo es in deiner Umgebung Denkmäler für Soldaten oder für Opfer der NS-Herrschaft gibt. Analysiere deren Aussehen. (HMK II) 4 Vergleiche M1, M5, M6 und M8. Beurteile die unterschiedlichen Sichtweisen der Künstler. Erläutere, welches Denkmal dich am meisten berührt. (HFK II) 5 Arbeite aus M4 und dem Schulbuchtext das gesellschaftliche Ansehen von Deserteuren heraus. (HSK II) 6 Erläutere den Stellenwert, den Frau Wöckinger (M7) der Erinnerung an die Shoah gibt. (HMK II) 7 Begründe, warum Namensmauern (M8) ein zentrales Element vieler Gedenkstätten an die Shoah sind. (HSK II) 8 Recherchiert zur Geschichte von M9. Findet heraus, ob es in eurem Ort Stolpersteine gibt bzw. ob Menschen einen Stolperstein haben sollten. 1918 heute Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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