81 Genozid 4 Beschreibe das Mahnmal. Erkläre, woran ersichtlich ist, dass das Mahnmal vielen Menschen etwas bedeutet. Begründe mithilfe des Schulbuchtextes auf S.72, wen dieses Mahnmal stören könnte. (PSK II) 5 Begründe mithilfe des Zeitungsartikels M6, warum ein Mahnmal für den Genozid am armenischen Volk in Deutschland seine Berechtigung hat. Erläutere, warum es die Stadt Köln dennoch entfernen will. Analysiere die Sichtweise der Autorin auf die Verhaltensweise der Stadtregierung. Diskutiert in der Klasse, wie ihr in diesem Fall entscheiden würdet. Begründet eure Meinungen. (PUK III) Sisi-Museum in der kaiserlichen Hofburg 6 Ermittle in M5 die Textstellen, die sich auf den Mythos um die Kaiserin beziehen, und die, die historische Wahrheit ansprechen. Markiere diese. Versetze dich in die Lage eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin des Wien-Tourismus, einer Touristin oder eines Touristen und eines Mitglieds der Habsburgerfamilie. Beurteile, ob man mit einem Menschen, auch wenn er schon tot ist, so umgehen sollte. (PUK III) M4 Denkmal zur Erinnerung an den Genozid am armenischen Volk in Köln, Deutschland (Foto 2018) M6 Knickt Köln vor türkischen Genozidleugnern ein? Q Das Mahnmal für den Genozid an den Armeniern soll nun entfernt werden. Im April 2018 wurde es von der Initiative „Völkermord erinnern“ in Köln eingeweiht. Eine rostrote Stele mit einem geschlitzten Granatapfel an der Spitze, die den Titel „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ trägt und in Sichtweite zum Reiterstandbild Kaiser Wilhelms II. steht. Schließlich war das Kaiserreich im Ersten Weltkrieg ein Verbündeter des Osmanischen Reichs und entsandte deutsche Militärattachés, die dem Genozid nicht nur zusahen, sondern sich zum Teil auch daran beteiligten. Das Kaiserreich trägt also eine Mitverantwortung an den Verbrechen. Davon aber scheint man bei der Stadt Köln nicht viel wissen zu wollen. Erst sollte das Mahnmal „wegen einer fehlenden behördlichen Genehmigung“ weg, es gibt sogar einen einstimmigen Beschluss der Bezirksvertretung. Liest man sich allerdings ein wenig ein, beginnt man zu ahnen, wo der Hase im Pfeffer liegt. In einem Schreiben der Stadt ist von einem „angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln sehr sensiblen Thema“ die Rede. Das Thema Völkermord, der 2016 (reichlich spät) im Bundestag anerkannt wurde, trieb türkischen Nationalisten schon immer den Puls in ungesunde Höhen. Aber wovor hat man Angst? (nach: Ronya Othmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.5.2023) M5 Historische Wahrheit oder Touristenattraktion? Q Das Sisi Museum in der Hofburg Wien zeigt anhand zahlreicher persönlicher Gegenstände der Kaiserin Elisabeth die wahre Persönlichkeit der vielfach missverstandenen Kaiserin. Der Rundgang beginnt mit dem Tod der Kaiserin und erzählt Raum für Raum, wie der Mythos der Kaiserin Sisi entstand, der nicht zuletzt auch durch die „Sissi-Filme“ stark geprägt wurde. Die gefühlvolle Inszenierung orientiert sich an persönlichen Gedichten der Monarchin. Zu den über 300 im Museum ausgestellten Objekten zählen Schirme, Fächer und Handschuhe, Kleidungsstücke, Schönheitsrezepte, ihr Milchglas samt Reiseschatulle, die Reiseapotheke bis hin zum originalen Totenschein. Die Kaiserappartements in der Hofburg Wien sind eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien und geben Einblick in die private Wohnatmosphäre von Franz Joseph und Sisi. (nach: Sisis Aura spüren und erleben, Sisi Museum, sisimuseum-hofburg.at) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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