Zeitbilder 4, Schulbuch

90 Umfassende Landesverteidigung und Bundesheer M1 Hochwasserhilfe im Burgenland (Foto 2023) M5 Sky Shield (APA-Grafik) Hoheitsgebiet Das ganze Land, das zu einem Staat gehört, aber auch der Luftraum bis rund 100 km Höhe und, wenn vorhanden, etwa 22 km ins Meer hinaus gehören zum Hoheitsgebiet dieses Staates. Dort gelten seine Gesetze, seine Armee verteidigt dieses. Österreichisches Bundesheer Etwa 16 000 Menschen dienen im Bundesheer, davon 5 % Frauen. Dazu kommen ca. 30 000 in der Miliz. Nach dem Grundwehrdienst sind sie weiter Teil des Bundesheers, nehmen bei Übungen oder Einsätzen teil, arbeiten aber in zivilen Berufen. Außerdem bildet das Heer laut Statistik Austria jährlich ca. 8 000 Grundwehrdiener mit einem sechsmonatigen Wehrdienst aus. In internationalen Organisationen beteiligt sich Österreich seit 1960 in über 100 internationalen Einsätzen bei Friedensmissionen und humanitärer Hilfe. Auch Katastrophenhilfe wird immer wichtiger. Psychologie als Waffe Im Kalten Krieg (S.110 f.) wurde die Macht von Propaganda und Falschinformation massiv erkannt. Sie verstärken Unsicherheit und politische Instabilität und gefährden so die Souveränität und den inneren Zusammenhalt eines Landes. Manipulation kann auch als Waffe dienen. M2 Leitbild Q Das Bundesheer schützt die Bevölkerung Österreichs: vor Angriffen von außen, wenn die Sicherheit im Inneren bedroht ist und bei Naturkatastrophen oder großen Unglücksfällen. Im Ausland leistet das Heer seinen Beitrag für Sicherheit und Frieden. (nach: bundesheer.at) M3 Umfassende Landesverteidigung Q (1) Österreich bekennt sich zur umfassenden Landesverteidigung. Ihre Aufgabe ist es, die Unabhängigkeit nach außen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes zu bewahren, insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerwährenden Neutralität. Hiebei sind auch die demokratischen Freiheiten der Einwohner vor gewaltsamen Angriffen von außen zu schützen und zu verteidigen. (2) Zur umfassenden Landesverteidigung gehören die militärische, die geistige, die zivile und die wirtschaftliche Landesverteidigung. (nach: ris.bka.gv.at) M4 Terroranschlag in Wien Q Hauptmann Christina H. bekam in der Nacht des 2. November 2020 den Befehl, ein Militärpolizeielement zu formieren, das, so schnell wie möglich in der Wiener Innenstadt aktiv werden könne. Bereits 45 Minuten nach der Alarmierung war dieses Element formiert und auf gepanzerten Fahrzeugen mit entsprechender Bewaffnung und Ausrüstung einsatzbereit. In weiterer Folge wurde eine MP-Einheit, bestehend aus Militärpolizisten aus ganz Österreich, formiert, um die Bewachung kritischer Infrastruktur zu übernehmen. „Ich habe den Auftrag bekommen, diese Einheit zu führen. Die Bewachung hat etwa fünf Wochen gedauert und ist danach an andere Soldaten des Bundesheers übergeben worden“, schildert H. Die Kommandantin verbindet mit dieser Terrornacht neben dem Schock vor allem Stolz, „weil meine Soldaten bereits nach kürzester Zeit an der Dienststelle waren, um das zu tun, wofür sie ausgebildet wurden. Ich habe in ihren Augen Entschlossenheit und Mut gesehen und dass sie alles tun würden, was nötig ist, um das österreichische Volk und unser schönes Land zu schützen. Mitunter wird das immer eine meiner einprägsamsten Erinnerungen sein“. (nach: bmi.gv.at) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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