Zeitbilder 4, Schulbuch

94 Unterschiedliche Lebensmodelle M1 Work Life Balance (Kronberger-Schmid / Pichler 2023) M4 Wie wichtig ist die Work Life Balance? (StepStone, Statista 2023) 77 % 41 % 81 % 0 20 40 60 80 100 Anzahl der Befragten, die zustimmen in % Gen Z (18-25 Jahre) Insgesamt Ist Ihnen eine gute Work–Life–Balance wichtig? Baby–Boomer (58-65 Jahre) • berufliche Ziele setzen • finanzielle Ziele setzen • gute Zeiteinteilung • Freundschaften im Arbeitsumfeld WORK • Hobbys und Interessen • private Ziele setzen • auf die Gesundheit achten • Freundschaften im Privatleben LIFE Einkommensunterschiede Dafür gibt es mehrere Gründe. Es gibt viele Menschen, vor allem Frauen, die Teilzeit arbeiten, weil sie Familienmitglieder betreuen (müssen). Manche – vor allem jüngere Menschen – haben einfach lieber mehr Zeit als mehr Geld. Jugendliche ziehen früher von daheim aus als in anderen Ländern. Anfangs ist ihr Einkommen eher gering. In einem gut ausgebauten Sozialstaat wie Österreich können verschiedene Lebens und Arbeitsmodelle meist ohne Existenzängste umgesetzt werden. Work Life Balance Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben bedeutet, keinen der beiden Bereiche zu vernachlässigen. Das kann schwierig werden, vor allem wenn es in einem der beiden Bereiche zu höherer Belastung kommt. Aber nur, wenn Arbeit und Privatleben im Gleichgewicht sind, erreicht man hohe Lebensqualität. Gesundheitssystem Das österreichische Gesundheitssystem hilft durch Kranken und Unfallversicherung, Krankheiten zu heilen und die Gesundheit zu erhalten. Gesundheitskasse, Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau und Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen bieten den Menschen Hilfe im Krankheitsfall und für die Gesundheitsvorsorge. M2 Das „Hotel Mama“ liegt voll im Trend! Q Laut EU-Statistik wohnt in Österreich fast jeder fünfte Mensch (17,6%) im Alter zwischen 25 und 34 Jahren noch bei den Eltern. Wer glaubt, das sei schon viel, der sollte einen Blick in das benachbarte Ausland machen. In Kroatien leben knapp zwei von drei jungen Menschen mit der ganzen Familie unter einem Dach. In Griechenland wohnen 60,4% aller Griechen zwischen 25 und 34 Jahren noch daheim. In Italien wird jeder Zweite oder kann nicht flügge werden. Der EU-Durchschnitt aller (oft ungewollter) Nesthocker liegt bei 26,4%. Denn die Teuerungen machen auch vor den Lebenserhaltungskosten nicht halt. Dabei ist es für die Entwicklung jedes Menschen wichtig, auf eigenen Beinen zu stehen. Junge Menschen müssen einerseits lernen, selbstständig zu werden, und gleichzeitig Gelegenheit dazu haben. (nach: Kronen Zeitung, 25.8.2022) M3 Keine Panik wegen Boomerang Kindern! Q Wenn erwachsene Kinder wieder bei ihren Eltern einziehen, fühlen wir uns unbehaglich. Wir nennen sie Schmarotzer oder Schnorrer. Wir sagen, dass sie den Start ins Leben nicht geschafft haben. Aber das Nationale Büro für Wirtschaftsforschung beruhigt: Forscher haben sich angeschaut, wie es Erwachsenen zwischen 51 und 69 geht, wenn ihre erwachsenen Kinder wieder zu Hause einziehen. Interessanterweise gibt es keine Auswirkungen auf das Vermögen der Eltern. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Rückkehr nach Hause meist kurzfristig und oft das Ergebnis eines unerwarteten Ereignisses wie Jobverlust oder Scheidung ist. Die erwachsenen Kinder ziehen aus, sobald sie wieder auf die Füße gekommen sind. Nach der Wirtschaftskrise (2008) gab es nachher weniger Haushaltsneugründungen als in den frühen 2000-er Jahren. Einige Mio. junger Erwachsener mehr lebten längerfristig bei ihren Eltern. (nach: Washington Post, 20.2.2023) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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