15 zu den Schulbuchseiten 38 und 39 Frauen: viele Kinder für das Reich! M1 Frau sucht Mann Q Deutsche Minne: BDM-Mädel, gottgläubig, aus bäuerlicher Sippe, artbewusst, kinderlieb, mit starken Hüften, möchte einem deutschen Jungmann Frohwalterin seines Stammhalters sein (niedere Absätze – kein Lippenstift). Nur Neigungsehe mit zackigem Uniformträger. (nach: Heiratsanzeige, „Völkischer Beobachter“, 12.8.1934) M2 Eine emigrierte Deutsche schreibt 1939. Q Jahrelang haben die Nazis sich als Retter der deutschen Familie ausgegeben und Märchen darüber verbreitet, dass andere Ideologien die Familien zerstören. Während in anderen Ländern der Wohlstand der Familien gesichert wird, werden in Hitlers Reich durch die Kriegspolitik die Familien gewaltsam auseinandergerissen und zerstört. Die Ehe ist für die Nazis keine Gemeinschaft zweier Menschen, die das Glück ihrer Familie und ihre Zukunft gestalten und darum gerne Kinder haben wollen. Im Dritten Reich wird die Ehe als Zuchtanstalt und die Frau als Gebärmaschine betrachtet. (nach: Der deutschen Frauen Glück und Leid) 1 Analysiere die Wortwahl in der Heiratsanzeige M1. Wie stellt sich die Frau selbst dar? (HMK II) 2 Arbeite aus M2 heraus, welche Rolle den Frauen von den Nationalsozialisten zugewiesen wird. (HMK II) 3 Beschreibe, analysiere und interpretiere das Foto M3. Erläutere, was auf die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer idealen Vorzeigefamilie hinweist. (HMK I, HMK II, HMK III) M3 Eine deutsche Vorzeigefamilie: das Ehepaar Reichel aus Ermannsdorf in Sachsen mit seinen Kindern (Foto 1943) Faschismus – Nationalsozialismus – Kommunismus Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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