Zeitbilder 4, Arbeitsheft

25 zu den Schulbuchseiten 62 bis 65 M2 Transport polnischer jüdischer Frauen, Männer und Kinder ins Vernichtungslager Treblinka (Foto 22.8.1942) M4 Das Vernichtungslager Treblinka Q Die Massentötungen in Treblinka begannen am 23. Juli 1942 an Juden aus dem Warschauer Ghetto. Es folgten Transporte aus den Distrikten Radom und Lublin des „Generalgouvernements“ sowie dem Bezirk Bialystok. Allen ankommenden Juden wurde erklärt, sie befänden sich in einem „Durchgangslager“ und würden nach dem Duschen und der Desinfektion ihrer Kleider in ein Arbeitslager überstellt. Nach Männern und Frauen getrennt mussten sie sich ausziehen und ihr Gepäck abgeben. Anschließend trieben SS-Männer die Juden durch den „Schlauch“ direkt in die als Duschräume getarnten Gaskammern. Ein im Nebenraum installierter Dieselmotor erzeugte das Giftgas Kohlenmonoxid, das in die Gaskammern eingeleitet wurde. Ein aus Juden bestehendes Arbeitskommando musste anschließend die Leichen nach versteckten Wertsachen durchsuchen, die Haare abschneiden, die Goldzähne entfernen und die Körper schließlich in Massengräber werfen. Diese aus den Transporten ausgewählten „Arbeitsjuden“ wurden als Zeugen des Massenmords in regelmäßigen Abständen von der SS getötet und durch Neuankömmlinge ersetzt. (nach: Jenny Oertle, Völkermord. Deutsches Historisches Museum, Berlin, 28.1.2022) Die Kinderoper Brundibár von Hans Krása (Komponist, 1899–1944) und Adolf Hoffmeister (Librettist, 1902–1973) wurde in Theresienstadt 55-mal gespielt und sollte den teilnehmenden Kindern ein Stück Normalität und Lebensfreude geben. In Wirklichkeit mussten die Rollen jedoch häufig neu besetzt werden, da viele der Darstellerinnen und Darsteller in Vernichtungslager deportiert wurden. Die Wienerin Greta Klingsberg (1929–2022) spielte die Hauptrolle der Aninka und konnte so überleben. Der Propagandafilm „Theresienstadt“ aus dem Jahr 1944 verwendete einen Ausschnitt aus der Oper, um zweifelnden Leuten vorzutäuschen, wie normal und glücklich die Deportierten lebten. Hans Krása und fast alle Ausführenden wurden kurz darauf in Auschwitz ermordet. 1 Liste die fünf Phasen der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland in Stichwörtern auf. Ordne die Bilder den einzelnen Phasen zu. Beschreibe sie. (HMK I) 2 Wähle gemeinsam mit deiner Banknachbarin oder deinem Banknachbarn ein Bild aus. Verfasst dazu eine eigene historische Erzählung. (HOK III) 3 Diskutiert in der Klasse mögliche Gründe, warum die meisten Opfer ohne Gegenwehr in den Tod gingen. (PUK III) 4 Sieh dir dafür auch den Trailer zum Film „Wiedersehn mit Brundibar“ an: https://www.youtube.com/ watch?v=OG1u6jlJqqw. Schreibe eine kurze Geschichte, in der du über deine Mitwirkung in der Oper erzählst. M3 Plakat zur Aufführung der Oper Brundibar in Theresienstadt (1944) Von Rassismus, Völkermord und Erinnerungskulturen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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