33 zu den Schulbuchseiten 76 und 77 Erinnern: Zweiter Weltkrieg und Shoah M1 Erinnere dich! D „Erinnere dich!“ Das ist eine der zentralen Aufforderungen, die jüdische und christliche Menschen in ihrer Heiligen Schrift immer wieder lesen. Zekor heißt auf Hebräisch also „erinnere dich, gedenke, vergiss nicht!“ Dieses Erinnern prägt insbesondere das jüdische Leben bis heute und hat auch das Christentum in verschiedener Weise tief beeinflusst. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei dem Namen jedes Menschen zu, denn nach biblischer Überlieferung verspricht Gott jedem und jeder ein „Denkmal“ (hebr.: jad) zu setzen und dadurch des Namens (hebr.: shem) zu gedenken (Jesaja 56,5). Dieses biblische Motiv greift die Bezeichnung von Yad Vashem, der Internationalen Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem, auf. Alle Gedenkarbeit heute bemüht sich, den zahllosen Opfern, die zu Nummern gemacht wurden oder gänzlich anonym geblieben sind, wieder ihre Namen zu geben. Dafür steht in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen der „Raum der Namen“, in dem sich mehr als 81000 Namen der zwischen 1938 und 1945 im KZ Verstorbenen bzw. Ermordeten auch digital zugänglich finden. (nach: Michael Bünker, Evangelische Pfarrer im KZ Mauthausen, 2023) M2 Raum der Namen in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Mauthausen (Foto 2007) M4 Gedenkmauer und Skulptur in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Dachau (Foto 2011) M3 Teil der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Sachsenhausen: Hinrichtungsstätte, Standort des Galgens; Hinrichtungen fanden vor allen Gefangenen statt. (Foto 2001) M5 Monument in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Auschwitz-Birkenau (Foto 2016) 1 Fasse M1 zusammen. Arbeite die Kernaussage heraus. Begründe, warum es wichtig ist, sich auch an die Namen zu erinnern. (HMK II) 2 Wähle zwei Mahnmale (M2 bis M5) aus. Recherchiere ihre Entstehungsgeschichte und was sie bedeuten. Beurteile die Darstellungsweise und ihre Aussage. (PUK III) Von Rassismus, Völkermord und Erinnerungskulturen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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