47 zu den Schulbuchseiten 112 und 113 1 Ermittle die jeweils richtige Antwort in M1. Kreuze sie an. Wähle drei Fragen aus. Analysiere die Fragestellung und die vorgegebenen Antworten, zB inwieweit sie mit dem Autorentext übereinstimmen, eine Wertung oder Vorurteile bzw. Zukunftsziele enthalten. Begründe deine Meinung. Gestaltet in Kleingruppen ein Flugblatt, in dem ihr zu einer Protestkundgebung gegen Kriege aufruft. (HFK III) 2 Verfasse ein kurzes Porträt Nelson Mandelas. Recherchiere dafür im Internet. Beziehe auch M2 und M3 ein. (HSK III) 3 Recherchiert in Partnerarbeit im Internet und erstellt einen Steckbrief zu Südafrika (Regierungsform, Hauptstadt, Amtssprache, weitere Sprachen, Einwohnerzahl, Klima, Wirtschaft, …). (PSK II) 4 Analysiere M4 und M6. Stelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. (HMK II) 5 Analysiere und interpretiere M5. Erkläre Malaika in einem E-Mail, warum es trotz der Schwierigkeiten sinnvoll ist, diese Schule zu besuchen. (PUK II) M4 Apartheid in einem Park in Johannesburg (Foto 1957) M6 Widerstand gegen Apartheidsgesetze (Foto 1952) M5 Die Studentin Malaika Wa Azania berichtet 2017 über ihre Volksschulzeit. Q Als kleines Mädchen ging ich zuerst auf eine Grundschule in den staubigen Straßen Sowetos in Johannesburg. Schwarze Lehrer unterrichteten damals schwarze Kinder. Dann beschloss meine Mutter, mich und meine Schwester Tshepiso auf eine ehemalige „C-Schule“ zu schicken. Die C-Schulen, die während der Apartheid nur weißen Schülern vorbehalten gewesen waren, waren nun auch für schwarze Kinder geöffnet. Zum ersten Mal erlebte ich dort eine Welt, in der ich nicht nach meinem Charakter, sondern nach der Farbe meiner Haut beurteilt wurde. Bereits als ich durch das Schultor trat, hatte ich das Gefühl, dass ich es hier schwer haben würde. Natürlich war die Schule viel besser als meine alte. Die Klassen waren größer und schöner. Es gab ein Musikzimmer, draußen ein Fußball- und ein Softballfeld. Mir gefiel auch der Spielplatz. Es gab ein Computerlabor – etwas, das ich bis dahin nie gesehen hatte. In meiner alten Schule hatte es nur zwei Computer gegeben, die gehörten dem Direktor und dem Sekretariat. Das Wichtigste an der neuen Schule war für mich die Bibliothek. Dort verbrachte ich jede freie Minute. Allerdings war ich auch oft deprimiert: Die meisten Schüler kamen aus Mittelklassefamilien. Sie hatten Handys und teure Klamotten. Ich bin die Tochter einer Alleinerziehenden aus einer Arbeiterfamilie, ich konnte mir solche Dinge nicht leisten. Meine Mitschüler sprachen fließend Englisch, ich nur ein paar Brocken. Auch die weißen Lehrer an meiner C-Schule waren noch nicht an gemischte Klassen gewöhnt. Als ich mich einmal auf Sesotho, meiner Muttersprache, mit meiner Schwester unterhalten habe, sagte ein Lehrer: „Hier werden keine komischen Sprachen gesprochen.“ Für viele Lehrer waren afrikanische Sprachen minderwertig. (nach: zeit.de, 18.1.2017) Europa in einer globalisierten Welt Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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