6 zu den Schulbuchseiten 10 bis 15 Der lange Weg zum Frauenwahlrecht in Österreich M1 Die Wahlrechtsentwicklung in Österreich 1848–1919 D 1848 Reichstagswahlen (nur Männer) 1849 Gemeindewahlrecht für Besitzende (auch Frauen) 1861 Landtagswahlrecht für Besitzende (auch Frauen) 1873 direkte Wahl des österreichischen Abgeordnetenhauses zum Reichsrat (Zensus-, Kurienwahlrecht: Nur in der Kurie der Großgrundbesitzerinnen und Großgrundbesitzer gibt es auch einige wahlberechtigte Frauen.) 1888 Entzug des den steuerpflichtigen Frauen Niederösterreichs bis dahin zustehenden Gemeinde- und Landtagswahlrechts 1896 Allgemeines Männerwahlrecht (Zensuswahlrecht) 1907 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer (Ausschluss aller Frauen) 1918 Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten, geheimen Wahlrechts für alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts 1919 Wahl zur österreichischen Nationalversammlung (Frauen haben erstmals das aktive und passive Wahlrecht.) (nach: onb.ac.at, 24.4.2025) M2 Am 19. März 1911 fand in Wien anlässlich des ersten Internationalen Frauentags eine Demonstration für den Kampf um das Frauenstimmrecht auf der Ringstraße statt. Die „Arbeiter-Zeitung“ berichtete von 20 000 Teilnehmerinnen. Diese Bewegung wurde auch von einzelnen Männern unterstützt. (Foto 1911) M3 Frauenwahlrecht: Bei der Wahl zur konstituierenden Nationalversammlung im Februar 1919 konnten erstmals auch Frauen ihr Wahlrecht ausüben. (Zeitschrift Wiener Bilder, Sonntagsbeilage zu „Das Interessante Blatt“, 23.2.1919) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==