Hell und dunkel Lesen: Gedichte verstehen und vortragen Lies das Gedicht zuerst leise. Trage es dann laut deiner Klasse vor. Versuche die Gefühle von Angst, Panik und Erleichterung durch deine Stimme auszudrücken. 1 In diesem Gedicht werden Gegensätze beschrieben. Lest das Gedicht. Sprecht darüber, wie sich die Menschen in den verschiedenen Situationen fühlen. 2 Auszählreime Einer ist reich und einer ist arm, einer erfriert und einer hat’s warm. Einer springt und einer hinkt, einer fährt weg und einer winkt. Einer hat’s lustig und einer hat Sorgen, einer kann schenken und einer muss borgen. Christine Nöstlinger (gekürzt) 5 10 Mitten in der Nacht Keine Ahnung, wo ich bin. Nichts als Dunkel um mich her. Wie im Bauch von einem Fisch meilentief im Schwarzen Meer. Lebt noch jemand außer mir? Oder bin ich ganz allein! Diese Stille. Dieses Dunkel. Gleich beginne ich zu schrein. Da entdeck ich in der Schwärze einen schmalen Strich aus Licht. Das ist meine Zimmertüre! Alles klar, ich schreie nicht. Paul Maar 5 10 „Einer kann schenken und einer muss borgen.“ Überlegt und begründet: Was ist damit gemeint? Warum ist das so und wie könnten wir das ändern? 3 Tipp! Schau beim Vortragen manchmal vom Text auf. Versuche trotzdem weiterzusprechen. Tipp! Senkt und hebt beim Lesen eure Stimme, um die Gegensätze auszudrücken. Sprecht auch mit eurem Körper: Macht passende Bewegungen und Gesichtsausdrücke. 90 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==