Deutsch Sprach-Lese-Buch 4, Schulbuch in drei Teilen [Sprach-Lese-Buch Teil B]

Teil B Sprach-Lese-Buch 4 Deutsch

Deutsch Sprach-Lese-Buch 4, Schulbuch in drei Teilen Schulbuchnummer: 225273 Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung vom 7. August 2025, GZ 2024-0.747.952, gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Schulstufe an Volksschulen im Unterrichtsgegenstand Deutsch (Lehrplan 2023) geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines zielorientierten Lehrplans verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Liebe Schülerin, lieber Schüler, du bekommst dieses Schulbuch von der Republik Österreich für deine Ausbildung. Bücher helfen nicht nur beim Lernen, sondern sind auch Freunde fürs Leben. Kopierverbot Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ 1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Redaktion: Barbara Beran-Dunst, Wien; Lydia Steinbacher, Wien; Karin Stern, Wien Herstellung: Sonja Vetters, Wien Umschlaggestaltung: Visuelle LEBENSFREUDE, Hannover, unter der Verwendung einer Illustration von Friederike Großekettler, Hameln Layout: Visuelle LEBENSFREUDE, Hannover Satz: SOFAROBOTNIK, München - Augsburg Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn ISBN 978-3-209-13291-8 Die Hörübungen zu den Kapiteleinstiegen sind auf www.oebv.at (Zusatzmaterial zum Sprach-Lese-Buch, Band 4) kostenlos abrufbar. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Sprach-Lese-Buch mit differenzierten Übungen Teil B 4 www.oebv.at Deutsch Ilse Bailicz Josef Freund Martina Müller Ingrid Plank Mit Comics von Christine Rettl Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Inhalt Die orangen Seiten machen Lust, ganz verschiedene Texte zu schreiben. Manche Texte schreibst du ab oder veränderst sie. Andere Texte kannst du ganz frei schreiben. Texte verfassen Auf den grünen Seiten bekommst du auch Hilfen, deine Wörter, Sätze und Texte richtig zu schreiben. Du übst und sammelst Lernwörter wie das Eichhörnchen, das neben diesen Wörtern am Ende der Seite abgebildet ist. Rechtschreiben und Sprachbetrachtung Jedes Kapitel beginnt auf einer linken Seite. Du siehst eine große Überschrift und ein passendes Bild dazu. Auf diesen gelben Seiten findest du Ideen, wie du mit anderen zu dem Thema sprechen kannst. Zuhören und Sprechen Auf den grünen Seiten gibt es sehr viel zu entdecken. Hier werden Wörter und Sätze genauer untersucht. Rechtschreiben und Sprachbetrachtung Das Sprach-Lese-Buch kennen lernen Wandern im Herbst Diese Schulklasse plant einen Ausflug. Was ist da zu klären? 1 Auch ihr könnt einen Ausflug planen. Überlegt im Klassenrat, worauf ihr bei der Wahl eines Ausflugsziels achten müsst. Entscheidet gemeinsam, welches Ziel für eure Klasse am besten geeignet ist. 3 Kinder haben verschiedene Interessen Schreibe auf, was die Kinder deiner Klasse unternehmen wollen. Verwende die Wörter aus 2 . 4 (Zu-)Hören und Sprechen AH 11 LP Besprechen, Bearbeiten und Klären von Themen aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler im Klassenrat, Finden von Lösungen und angemessenes Verbalisieren und schriftliches Festhalten des Ergebnisses. ZFK Inhalt und Form, Identität und Diversität Thema Entrepreneurship Education Was wollen wir besichtigen, besuchen, kennen lernen, durchwandern, besteigen, durchstöbern, betrachten, erforschen? ... ⁄måöÒcÅhñ_e ‚+eÚrÛÑe ™eÛiÛn MÛu˜sƒeÛuÛm Δb$e˜s€uåcÅìeÛn. ... ⁄måöÒcÅhñ_e ‚+eÚrÛÑe ... Ersatzprobe Schreibe alle Sätze auf und unterstreiche die Nomen mit ihrem Artikel. Schreibe den richtigen Fall darüber. 4 Die 4b berät über Wanderziele 2 … ist für … … schlägt … vor … setzt sich für … ein … zieht … vor … entscheidet sich für … … regt … an Besichtigen eines Schlosses Besuch eines Museums Erforschen einer Ruine Ansehen einer Burg Durchwandern einer Felshöhle Besteigen eines Aussichtsturms Lukas schlägt das Besichtigen eines Schlosses vor. Katharina setzt sich für … ein. Ich kann im Arbeitsheft auf Seite 11 nachschauen. 30 (Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung LP Segmentieren, Ableiten, Zusammenbauen; erworbene Rechtschreibstrategien für normgerechtes Schreiben nutzen, ihre Schreibung von Wörtern begründen. ZFK Norm und Wandel Aus Verben werden Nomen packen – beim Packen 1 Auf dem Campingplatz 2 Höfliche Fragen 3 beim bei dem D»îe MÛuñtñ_eÚr ΔkåoÒcÅhñt —eÛmÛü˜sƒe˜s€uÛp”p#e. AœnÛnåa ΔhÛiÅlÅfñt ⁄iÅhÚr Δb$eÛiÛm KåoÒcÅìeÛn. LÛuÅkåa˜s ⁄pÒaåcÅkñt ‚ëeÛn RÛuåcÅk˜sÌaåcÅk. D«eÚr V†añ_eÚr ΔhÛiÅlÅfñt ⁄iÅhÛm Δb$eÛiÛm P... . D»îe T†oÒcÅhñ_eÚr &s€uåcÅhñt ‚ëeÛn P˝låaÛn. OØlÛiÛv$eÚr ΔhÛiÅlÅfñt ⁄iÅhÚr Δb$eÛiÛm S... . Im Wort beim entdecke ich den Artikel dem. Das Verb danach hat deshalb einen großen Anfangsbuchstaben. Florian beim Aufstellen des Zeltes. Leonie beim Sch... der Kartoffeln. Jonas beim ... der Luftmatratze. Daria beim ... der Würste. ΔhÛiÅlÅfñt Δb$eÛiÛm SÌcÅhåäÅèeÛn schälen • aufblasen • grillen FÓlåoÔrÛiåaÛn ΔfÚråaågñt Δhåö@fÅlÛiåcÅh: „KåaÛnÛn˜s>t ‚dÛu ⁄mÛiÚr Δbµiñtñ_e Δb$eÛiÛm AœuÅf˜s>_eÅlÅèeÛn ‚ëe˜s Z¬eÅlñ_e˜s ΔìeÅlÅ·eÛn?“ ≤eåo”nÛîe ΔfÚråaågñt ... Lernwörter die Großeltern die Höhle das Laub beim Packen der Rucksack hüpfen müde übermütig hier Eine kurze Wanderung Lena und Simon werden mit ihren Großeltern eine Wanderung unternehmen. Neugierig sehen die Kinder beim Packen des Rucksacks zu. Auf dem Weg hüpfen sie übermütig durchs dichte Laub. Später beobachtet Lena einen bunten Käfer. Simon entdeckt eine kleine Höhle. Opa ist schon etwas müde. „Sollen wir hier rasten?“, fragt Oma. „Wir sind ja bald zu Hause“, antwortet Opa. 4 32 (Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung AH 12 LP Reflektieren über sprachliche Phänomene unter Verwendung geeigneter Fachbegriffe. ZFK Norm und Wandel Die vier Fälle des weiblichen Nomens Auf die Veränderung des Artikels achten Setze die fehlenden Wörter ein. 1 ⁄w∫aÛnåëeÚrñt ⁄vµîeÅl. D«eÚr RÛuåcÅk˜sÌaåcÅk ⁄i˜s>t &sÌcÅhÛw$eÚr. EÛmÛmåa ⁄âeÛiågñt ™eÛiÛÑeÛn FÓlÛîeå+eÛnÛp”iÅlÛz. DÍa˜s MåäådåcÅìeÛn ⁄måaåg &sƒeÅhÚr. Die vier Fälle in Frage und Antwort 2 Ersatzprobe Schreibe alle Sätze auf und unterstreiche die Nomen mit ihrem Artikel. Schreibe den richtigen Fall darüber. 4 Trage auch diese Wörter in deine Tabelle ein. 1. Wer wandert viel? Die Tante ... 2. Wessen Rucksack ist schwer? … der Tante … 3. Wem zeigt Emma den Fliegenpilz? … der Tante ... 4. Wen mag das Mädchen sehr? … die Tante ... Das weibliche Nomen ändert sich nicht. Ein Plakat für weibliche Nomen 3 Wer? 1. Fall Nominativ Wessen? 2. Fall Genitiv Wem? 3. Fall Dativ Wen? 4. Fall Akkusativ die Tante die … der Tante der … der Tante der … die Tante die … weiblich männlich die 1. der der 2. des der 3. dem die 4. den die Freundin • die Katze • die Schwester • die Burg die Tante die Tante der Tante der Tante 1. FªaÅlÅl Die Tante wandert. Der Onkel … Der Rucksack der Tante ist schwer. ... Ich helfe der Tante. … Ich sehe die Tante. … Schreibe die Sätze auch mit einem männlichen Nomen und überprüfe die Fälle. 31 Verfassen von Texten AH 13 LP Unterschiedliche Schreibabsichten nutzen, Texte sinnvoll planen und mit bewusstem Einsatz sprachlicher Mittel verfassen; Nutzen von Schreibanlässen unter Berücksichtigung der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. ZFK Inhalt und Form, Identität und Diversität Personenbeschreibung 2 Aus einem Freundschaftsbuch 1 Sicher wisst ihr auch einiges über die Kinder in eurer Klasse. Beschreibt euch gegenseitig, ohne dabei den Namen des Kindes zu nennen. Wer errät, wer da gemeint ist? Tauscht die Steckbriefe aus und verfasst Rätsel mit den Informationen aus dem Steckbrief. Achtet auf unterschiedliche Satzanfänge. Du kannst auch eine andere Person beschreiben. Vielleicht beschreibst du jemanden aus deiner Familie oder eine Figur aus einer Fernsehserie. 3 Kinder erraten Jedes Kind schreibt einen Steckbrief. Dabei könnt ihr auch andere Vorlieben und Interessen sammeln. 2 Ich wusste, dass Xandi gerne Eishockey spielt. Aber dass er Trompete spielt, ist mir neu. Wer ist das? Er ist neun Jahre alt. Seine Lieblingsfarbe ist Rot. Am liebsten isst er Wurstknödel. Er mag Deutsch und turnt gerne. Außerdem kann er gut eislaufen, weil er jede Woche zum EishockeyTraining geht. Auf seiner Trompete hat er uns schon öfter etwas vorgespielt. • Lieblingstier • Traumberuf • Das mag ich: … • Das mag ich nicht: … • … Name VΩiÛvµi GÚråañtÛzÅl Alter 10 JåaÅhÚ^e Lieblingsfarbe GÚrÛüÛn Lieblingsfach W®eÚrÅéeÛn, S€pÒoÔrñt Lieblingsspeise P†aÅlåañt˜sÌcÅhÛiÛnÅéeÛn Hobbys Cåo”mÛp”uñ_eÚr˜s€p”îeÅèeÛn, RåaådÅfåaÅhÚ^eÛn Name XåaÛnådÛi H∞aÚrñtÅb∫aÛ`eÚr Alter 9 JåaÅhÚ^e Lieblingsfarbe Råoãt Lieblingsfach S€pÒoÔrñt, D«eÛuñt˜sÌcÅh Lieblingsspeise WΩuÚr˜s>tÅkÛnåöÒëeÅl Hobbys EÛi˜s∂håoÒcÅéeÛy, TÂråo”mÛp#eñ_e 33 So findest du dich im Buch zurecht: 130 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Inhalt Die dunkelblauen Seiten sind Leseseiten. Sie enthalten Geschichten, Gedichte, Rätsel und andere Texte. Zu vielen Texten gibt es Aufgaben. Wenn du sie löst, kannst du die Texte noch besser verstehen. Lesen Das Sprach-Lese-Buch kennen lernen Lesen LP Die literarische Kompetenz um die Auseinandersetzung mit Textgattungen, Beschaffenheit und Merkmalen von Texten erweitern und sich über Leseinteressen austauschen. ZFK Inhalt und Form Die Leseratte und die Spinne Lies das Gedicht. Was bedeutet die Redewendung „an einem Buch hängen“? An welchem Buch „hängst“ du gerade? 2 Seit sieben Stunden sitzt ein Mann im Schatten unter einem Baum. Man hört ihn rascheln dann und wann, aber sonst hört man ihn kaum. Er liest in einem dicken Buch. Da bekommt der Mann Besuch. Eine Spinne schwebt heran, die doch gar nicht fliegen kann! Im Aufblicken erkennt der Mann: Sie hängt an einem Faden dran, der bis zu seiner Nase reicht, fast unsichtbar und spinnwebleicht. Der Mann sagt zu seinem Besuch: „Ich hänge auch – an meinem Buch!“ Georg Bydlinski Lies die Sätze. Welches Wort ist zu viel? Streiche es durch. 3 Spinnen haben sind sechs oder acht Augen, können aber nicht sehr weit sehen. Alle Spinnen haben eines zwei gemeinsam: acht Beine, lang oder kurz. Spinnen sind nützliche Tiere, weil sie er Ungeziefer fressen. Wenn Menschen Angst vor über Spinnen haben, nennt man das Arachnophobie. 35 Lesen LP Nutzen von schulstufenentsprechenden Sach- und Gebrauchstexten. ZFK Inhalt und Form Thema Informatische Bildung Blätterlaterne Dazu brauchst du: Leere Käseschachteln, Pergament- oder Architektenpapier (Höhe ca. 25 cm), getrocknete Blätter, Blumen und Gräser, Bleistift, Lineal, Schere, Bastelkleber, Stöckchen, Draht, Teelicht oder Kerzen mit spezieller Halterung (Bastelladen), Bambusstab, Draht, Gewebeband Und so wird’s gemacht: Miss zuerst den Umfang der Käseschachtel ab und schneide danach das Papier zu. Klebe die gepressten Blüten, Blätter und Gräser auf. Alternativ können auch Papier- oder transparente Papierschnipsel aufgeklebt werden. Das Pergamentpapier wird mit den Motiven nach außen um den Bodenrand der Schachtel geklebt. Der Deckelrand (ohne Mittelteil) wird zur Versteifung in das obere Ende des Papiers geklebt, die Nahtstellen werden mit Bastelkleber verschlossen. Nachdem zwei gegenüberliegende Löcher in den oberen Rand gestanzt wurden, ziehe einen Draht für den Henkel ein und befestige diesen. Das Teelicht wird auf dem Boden mit Doppelklebeband fixiert. Einen Laternenstab kannst du fertig kaufen oder auch selbst anfertigen. Wickle den Laternen- oder Basteldraht einige Male um einen Bambusstab und sichere das Ganze mit Gewebeband vor dem Verrutschen. Anschließend forme einen Angelhaken aus dem anderen Ende vom Draht. Gutes Gelingen! Marianne Austermann und Gesa Wohlleben Lies die Bastelanleitung. Dann erkläre einem anderen Kind, wie es die Blätterlaterne herstellen kann. 1 34 So lernst du mit dem Sprach-Lese-Buch Symbole Gesprächskreis / Klassenrat Sprecht im Gesprächskreis darüber. Hör gut zu. Gesprächsregel Halte dich beim Sprechen an die Regeln. Schreibe ins Buch. Rollenspiel Spielt das Gespräch als Rollenspiel. Schreibe ins Heft. Lupe Hier kannst du etwas entdecken. Arbeite mit der Wörterliste. Ein Punkt sagt dir: Diese Aufgabe kannst du sicher lösen. Sie hilft dir beim Lernen. Zwei Punkte bedeuten: Bei dieser Aufgabe musst du vielleicht ein bisschen länger nachdenken, um sie zu schaffen. Aufgaben mit drei Punkten können knifflig sein! Denke daran, was du schon alles gelernt hast. Eichhörnchen Sammle Lernwörter mit dem Übungstext. Unterstreiche die Lernwörter. 131 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Inhalt 6 Übersicht über die Lesetexte 7 Texte genau lesen und verstehen 8 Bücher und Medien nutzen 10 Abenteuer und Erlebnisse in den Ferien 16 Wir sind eine Klassengemeinschaft 24 Medien in der Schule 30 Wandern im Herbst 36 Ein Platz für Tiere 42 Bei uns daheim 48 Wir beobachten Kinder 54 Bunter Herbst 60 Wir orientieren uns 68 Spiele mit der Sprache 74 Essen und Trinken 80 Kleidung 86 Medien in der Freizeit 92 Weihnachten kommt bald 98 Ein neues Jahr hat begonnen 106 Wir betreiben Wintersport 112 Lange Winterabende 118 Leselexikon 120 Wichtige Fachwörter 122 Mit der Wörterliste üben 124 Wörterliste 128 Quellenverzeichnis Teil A 132 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Inhalt 134 Übersicht über die Lesetexte 135 Textsorten erkennen 136 Wir können helfen 142 Wir lesen Bücher 150 Verkehr und Verkehrswege 156 Fasching ist eine lustige Zeit 162 Wir brauchen elektrischen Strom 170 So ein Lärm! 176 Früher, heute und morgen 182 Im Frühling 188 Die Welt der Zeichen 194 Mit Sport gesund bleiben 200 In der Landwirtschaft gibt es viel Arbeit 206 Natur erleben – Natur schützen 212 Umweltschutz 218 Vom Wasser 224 Auf dem Sportplatz 230 Österreich ist ein Teil von Europa 236 Die Volksschulzeit geht zu Ende 244 Leselexikon 246 Wichtige Fachwörter 250 Wörterliste 256 Quellenverzeichnis Teil B 133 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Übersicht über die Lesetexte in Teil B Meine Füße sind der Rollstuhl Franz-Joseph Huainigg 140 Wusstest du, dass …? Laurence Pordes 146 Was ist ein E-Book? 147 bibliothek Ernst Jandl 147 Lina stellt ihr Lieblingsbuch vor Christine Rettl 148 Einen Ausflug planen Originalbeitrag 154 Warum werden Tunnel nicht gerade gebaut? 155 Der kleine Wintergeist wartet auf die bunten Tage Elke Bräunling 160 Eine mathematische Falle 161 Elektrizität 166 Als die Schildbürger das Licht ins Rathaus tragen wollten Erich Kästner 167 Plötzlich war es finster Christine Rettl 168 Rat fürs Leben Matthias Duderstadt 174 Gestern Franz Wittkamp 174 Das Thema mit der Handy-Zeit 175 Was bedeutet Pubertät eigentlich? mini-klexikon.de 175 Kinderarbeit früher Adelheid Popp 180 damals André Heller 181 Wie die Natur technische Erfindungen beeinflusst 186 Eine Idee zum Basteln: Eine Fantasieblume aus Papier Ilse Bailicz, Ingrid Plank 187 Emoticons; Ein Mondgesichti Josef Schweikhardt 192 Der „Findeboy“ findet alles Christine Rettl, Winfried Opgenoorth 193 Bewegung ist wichtig und gesund 198 Weitsprung Rosemarie Künzler-Behncke 199 Landwirtschaft im Wandel Katja Tholen-Ihnen, Claudia Smital 204 Mach mit: So kannst du beim Einkaufen etwas für die Umwelt tun! Katja Tholen-Ihnen, Claudia Smital 205 Herr Glück & Frau Unglück Antonie Schneider, Susanne Straßer 210 Wo fängt der Frieden an? Michelle Kohn 211 Warum gibt es Hochwasser? Manfred Mai 216 Gespräch mit einem Wassermann Hilde Leiter 222 Sport 228 So eine nette Freundin hatte ich noch nie Irina Korschunow 229 Prinzessin Europa Claudia Buchczik 234 Rap für Österreich-Fans Gerda Anger-Schmidt, Renate Habinger 235 Die Welt in 100 Kindern Nora Coenenberg, Christoph Drösser 240 Abschiedswort Mascha Schwarz 241 Die Zeit Gerald Jatzek 241 Was Lina einmal werden will Christine Rettl 242 134 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Textsorten erkennen Es gibt unterschiedliche Textsorten, die verschiedene Merkmale haben. Hier findest du einen Überblick. 1 Sieh dir nun einen Text genau an und lies ihn aufmerksam durch. Danach solltest du sagen können, um welche Textsorte es sich handelt. 2 Lesen LP Die literarische Kompetenz um die Auseinandersetzung mit Textgattungen, Beschaffenheit und Merkmalen von Texten erweitern. ZFK Inhalt und Form Erzähltext • Erzählt wird eine wahre oder erfundene Geschichte. • Der Text will unterhalten. Fabel • Die Geschichte ist erfunden. Meist spielen Tiere die Hauptrolle. Sie benehmen sich wie Menschen. • Die Leserinnen und Leser sollen etwas aus der Geschichte lernen. Sachtext • Der Text liefert wissenswerte Informationen. • Die Sprache ist sachlich. Es werden keine Gefühle oder eigene Meinungen wiedergegeben. Anleitung • Die Anleitung ist ein Sachtext, der schrittweise erklärt, wie eine Tätigkeit auszuführen ist. • Arbeitsgeräte und Bestandteile oder Zutaten werden genau benannt. Märchen • Die Geschichte ist erfunden. Es passieren zauberhafte Dinge. Häufig kommen Figuren wie Hexen oder Zwerge vor. • Der Text beginnt oft mit „Es war einmal …“. Gedicht • Ein Gedicht ist in Zeilen und Strophen angeordnet. • Gedichte können Stimmungen und Gefühle ausdrücken, kleine Geschichten erzählen oder mit Sprache spielen. Sage • Die Geschichte ist erfunden, knüpft aber an etwas Wahrem an. • Oft wird erklärt, wie etwas entstanden ist, das es in der Wirklichkeit gibt. Theaterstück • Der Text besteht aus Dialogen, die Schauspieler/innen auf der Bühne vortragen. • Das Stück ist meist in Akte und Szenen gegliedert. 135 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Wir können helfen Bist du schon Menschen mit einer Behinderung begegnet? Kannst du darüber berichten? 1 Wisst ihr, wie man sich gegenüber Menschen mit Behinderung verhalten soll? Sprecht darüber im Klassenrat. 2 Vorschläge für eine Sitzung im Gemeinderat: Erarbeitet gemeinsam Vorschläge, wie man Menschen mit Behinderung im Alltag einige Erleichterungen verschaffen könnte. Denkt an besondere Einrichtungen auf der Straße, in Verkehrsmitteln, in verschiedenen Gebäuden, auf Sportplätzen. 3 Anderen helfen Erklärt die Bedeutungen der Wörter und Wortgruppen. Findet ihr Unterschiede? Probiert einige Wörter in Sätzen aus. 4 Versprechen Schreibe einige Sätze auf. 5 (Zu-)Hören und Sprechen LP Bearbeiten von Themen im Klassenrat, Finden von Lösungen, Einnehmen eines Perspektivenwechsels, Verbalisieren und schriftliches Festhalten des Ergebnisses. ZFK Identität und Diversität Themen Entrepreneurship Education; Politische Bildung beistehen • unterstützen • behilflich sein • Hilfe leisten • Hilfe bringen • zu Hilfe kommen • zur Hand gehen • Hand anlegen • unter die Arme greifen IøcÅh ⁄v$eÚr˜s€pÔ^eåcÅìe ‚dÛiÚr ⁄zÛu ΔìeÅlÅ·eÛn, ⁄w$eÛnÛn ‚dÛu }tÚråaÛuÚrÛiåg Δbµi˜s>t. traurig • krank • betrübt • gekränkt • verletzt • unglücklich • enttäuscht 136 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

(Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung KH 18 LP Satzglieder unterscheiden und die wichtigsten bestimmen und richtig benennen. ZFK Norm und Wandel Wem wir helfen – Die Wem-Ergänzung Ergänze zu sinnvollen Sätzen und unterstreiche die Ergänzung braun. 1 2 D«eÚr A§rÛzñt ΔhÛiÅlÅfñt D»îe ħrÛzñtÛiÛn ΔhÛiÅlÅfñt D»îe ≤eÅhÚ^eÚrÛiÛn ΔhÛiÅlÅfñt D«eÚr ≤eÅhÚ^eÚr ΔhÛiÅlÅfñt ‚ëeÛm Kranken • Verletzten • Verunglückten • Schüler • Mädchen • Buben Ich folge • danke • glaube • helfe Lehrer • Ärztin • Onkel • Lehrerin • Arzt • Tante • Freund • Freundin • Pfarrer Wem? dem der Sätze ergänzen Schreibe die Sätze auf und unterstreiche die Wem-Ergänzung. 3 Bilde vier Sätze mit Wem-Ergänzungen und ordne die Satzglieder in einer Tabelle ODER schreibe fünf Sätze mithilfe der Satzglieder in der Tabelle. 4 Der Mähdrescher gehört ... ... . Der Schutzhelm gehört ... ... . Die Eislaufschuhe gehören ... ... . Die Zange gehört ... ... . Die Gitarre gehört ... .... Der Computer gehört ... ... . Feuerwehrmann • Musiker • Sekretärin • Eisläuferin • Mechanikerin • Landwirt Subjekt Prädikat Ergänzung im 3. Fall Der Arzt Paula Das Pferd hilft • antwortet • gefällt • dankt • folgt • verzeiht • droht • vertraut dem Freund dem Hund der Ärztin dem Mädchen Manche Prädikate verlangen eine Ergänzung. Das Satzglied, das du mit „Wem?“ erfragen kannst, heißt Wem-Ergänzung oder Ergänzung im 3. Fall. 137 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Viele Wörter mit k Zwei Mitlaute nach kurzem Selbstlaut Sprich die Wörter deutlich, dann ordne sie in drei Gruppen: 1 Wörter mit lk, nk, rk bauen 2 Richtig oder falsch? Finde die Fehler und kennzeichne sie. Begründe deine Entscheidung. 4 Wie kannst du vorgehen, wenn du dir nicht sicher bist? k nach au und ei 3 ΔlÅk ⁄nÅk ˚rÅk Nelke • Onkel • Marke • Balken • Gurke • Anker • Birke • Wolke • Fink • welken • Volk • Bank • Park • schlank lk nk rk N®eÅlÅée OÁnÅéeÅl MåaÚrÅée Nach l, n, r, das merke ja, steht nie tz und nie ck! Die zwei Mitlaute lk nk rk kennzeichnen die Kürze des Selbstlauts. Da kann kein ck stehen! lenken – das …rad danken – der D… der Melckeimer das Geschenck der Parkplatz welk funken starck die Schaukel, das …pferd, sch… die Pauke, auf die P… schlagen, der Streik, Arbeiter str... schenken – das Ge… merken – das …heft tanken – die …stelle trinken – das …glas blinken • der Blinker Nach au und ei kann nie ck stehen. Lernwörter der Gedanke das Geschenk die Nelke der Park die Volksschule das Werkzeug danken denken schaukeln Anderen helfen, Freude bereiten Frau Herzig schaukelte im Park. Da hatte sie einen schönen Gedanken: „Ich werde meiner Lehrerin aus der Volksschule danken.“ Die Frau kaufte ein paar Nelken und ging nach Hause. Dort suchte sie ein passendes Werkzeug, um eine kleine Karte zu basteln. Sie schrieb: „Ich denke oft an Sie!“ Am nächsten Tag freute sich die Lehrerin über das Geschenk. 5 (Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung AH 54, 55 LP Erworbene Rechtschreibstrategien für normgerechtes Schreiben nutzen; Finden von Analogien, häufiges Schreiben von Wörtern; ihre Schreibung von Wörtern begründen sowie unterschiedliche Medien als Rechtschreibhilfe einsetzen. ZFK Norm und Wandel 138 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Verfassen von Texten LP Unterschiedliche Schreibabsichten nutzen; Nutzen von Schreibanlässen und kreatives Schreiben. ZFK Inhalt und Form Nacherzählen 1: Zuerst der Rabe, dann der Stein Lies die Geschichte. Stell dir nun vor, du bist der Rabe! Schreibe die Geschichte auf! 1 Erzähle die Geschichte mit deinen eigenen Worten nach. Notiere zuerst wichtige Wörter, die du dann der Reihe nach verwenden kannst. Schließe das Buch beim Schreiben. 3 Du kannst dir eine ähnliche Geschichte ausdenken. Überlege, aus wessen Sicht du schreiben möchtest. 4 Wie würde der Stein diese Geschichte erzählen? Überlege dir eine passende Überschrift und schreibe die Geschichte auf! 2 Der Rabe und der Stein Ein Rabe flog einmal über die Felder. Er hatte kein bestimmtes Ziel. Als er so flog, sah er am Rande einer Wiese einen großen Stein liegen. Der Rabe steuerte darauf zu und ließ sich auf dem Stein nieder. Dort blieb er eine Weile sitzen und schaute in der Gegend herum. Der große Stein fand das Kratzen der Rabenkrallen auf seiner Stirn sehr angenehm. Schon den ganzen Tag hatte es ihn dort gejuckt. Der Rabe flog bald weiter. Der Stein lächelte noch lange Zeit danach. Nach Erwin Moser D«eÚr S>_eÛiÛn ⁄uÛnåd ⁄iåcÅh IøcÅh ΔfÅlåoÒg ™eÛiÛnÛmåaÅl ⁄üÅb$eÚr ‚dÛîe F¬eÅlåëeÚr. IøcÅh Δhåañtñ_e ΔéeÛiÛn ... . EÛiÛn RåaÅb$e ΔfÅlåoÒg ™eÛiÛnÛmåaÅl ⁄üÅb$eÚr ‚dÛîe F¬eÅlåëeÚr. EÚr Δhåañtñ_e ΔéeÛiÛn Δb$e˜s>tÛiÛmÛmñ_e˜s ZºîeÅl. AÆl˜s ™eÚr &sÌo¡ ΔfÅlåoÒg, &sÌaÅh ™eÚr ⁄mÛiåcÅh ‚aÛm RåaÛnåëe ™eÛiÛÑeÚr WΩîe˜sƒe ΔlÛîeå+eÛn. D«eÚr RåaÅb$e ... Valerie und der Fußball Mama und … So sieht es der eine, so die andere! RåaÅb$e ΔéeÛiÛn ZºîeÅl S>_eÛiÛn &sƒeñtÛzñ_e &s€iåcÅh ... 139 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lesen LP Sich in der Anschlusskommunikation über Leseinteressen bzw. Gelesenes selbstständig austauschen. ZFK Inhalt und Form Meine Füße sind der Rollstuhl Jeden Morgen gegen acht Uhr hat Margit sich fertig angezogen. Sie fasst sich an den Beinen und zieht sich über die Bettkante. Das Frühstück steht bereits auf dem Tisch. „Fährst du für mich einkaufen?“, fragt Margits Mutter. „Gerne“, freut sich Margit. Es ist das erste Mal, dass sie allein in den Supermarkt fahren darf. „Was soll ich denn mitbringen?“, fragt sie aufgeregt. „Einen Liter Milch und sechs Äpfel. Wirst du das auch allein schaffen?“ „Natürlich“, lächelt Margit und fährt stolz davon. Margit gefällt das bunte Treiben auf der Straße. Jetzt in den Ferien spielen überall Kinder. Gerne würde sie mitspielen. Am Spielplatz entdeckt sie ein Mädchen, das gerade von seiner Mutter abgeholt wird. Sie betrachten einander neugierig. Und dann sieht Margit, wie eine Gruppe Kinder einen Jungen verspottet. Das findet sie gemein. „Fettsack, Schwabbel-Babbel …!“, rufen die Kinder ihm nach. Nur weil er anders aussieht als die anderen Kinder. Vor einem Kleidergeschäft trifft Margit das Mädchen vom Spielplatz wieder. Seine Mutter betrachtet neugierig die Kleider. „Was hast du denn da Komisches?“, fragt das Mädchen Margit. „Das ist nur ein Rollstuhl“, will Margit antworten. Doch die Mutter des Mädchens schiebt Anna schimpfend zur Seite: „So etwas darf man doch nicht fragen, Anna! Mit dir kann man sich nur blamieren!“ „Ich bin doch wie alle anderen Kinder!“, sagt Margit traurig zu sich und versteht die Mutter von Anna nicht. Am Straßenübergang warten alle, bis die Fußgängerampel auf Grün schaltet. Margit rollt über die abgeflachte Gehsteigkante und überquert, so schnell sie kann, die Straße. Plötzlich steht sie jedoch vor einer hohen Gehsteigkante und kommt nicht hinauf. Hilflos blickt sie sich um. Keiner achtet auf sie. Alle haben es eilig. Die Fußgängerampel schaltet auf Rot und Margit kommen die Tränen. Da steht plötzlich der Junge vor ihr, der auf dem Spielplatz als „Fettsack“ verspottet worden ist. Er ist ihr gefolgt. „Hallo, ich bin Sigi“, stellt er sich vor. „Kann ich dir helfen?“ „Und ich heiße Margit“, lächelt sie erleichtert. Nach ihren Anweisungen kippt Sigi den Rollstuhl hoch und bringt so die Vorderräder auf die Stufe. Dann hebt er die Hinterräder über die Kante. Nun kann Margit weiterfahren. „Danke!“, ruft sie Sigi nach. Auf einer Bank sonnen sich ein älterer Mann und eine ältere Frau. „Was ist denn dir passiert?“, fragt der Mann mitleidig. Margit bleibt stehen. Sie will dem Mann gerade die Geschichte von der hohen Gehsteigkante erzählen … … doch da seufzt die Frau laut: „So jung und schon so arm!“ Margits Gesicht wird ganz rot vor Zorn. Was wollen die denn alle von ihr? Gerade heute, wo sie das erste Mal allein einkaufen fahren darf! 5 10 15 20 25 30 Das Mädchen Margit sitzt im Rollstuhl. Eines Tages schickt ihre Mutter sie zum Einkaufen. Es ist das erste Mal, dass sie allein einkaufen geht. Lies die Geschichte und finde heraus, was sie erlebt. 1 Welche Textsorte ist das? Die Erklärungen auf Seite 135 helfen dir. 140 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lesen KH 19 LP Sich in der Anschlusskommunikation über Leseinteressen bzw. Gelesenes selbstständig austauschen. ZFK Inhalt und Form Schnell hat sie das Kühlregal gefunden. Sie will gerade nach der Milch greifen, da wird sie ihr schon gereicht. Der Verkäufer lächelt freundlich. „Ich hab doch gar nicht gebeten, dass der mir die Milch gibt!“, ärgert sich Margit. Auch das Obst ist rasch gefunden. Sie will gerade nach einem Netz mit Äpfeln greifen, da wird es ihr schon gegeben. Margit lässt die Äpfel wütend in den Rollstuhl fallen. Versteckt zwischen Schokoladen- und Keksregalen sitzt Margit und weint. „Sei nicht traurig“, sagt plötzlich jemand. Es ist Sigi. „Die Leute tun so, als wäre ich der ungeschickteste, blödeste und hilfloseste Mensch, dem sie jemals begegnet sind!“ „Das macht der Rollstuhl“, meint Sigi. „Aber das ist doch nichts Besonderes!“, ruft Margit. „Seit meiner Geburt bin ich gelähmt.“ „Was ist gelähmt?“, fragt Sigi. „Ich kann meine Beine nicht bewegen. Meine Füße sind der Rollstuhl. Trotzdem bin ich doch wie alle anderen Kinder auch!“, sagt Margit. Sigi schüttelt den Kopf: „Du bist anders. Du sitzt im Rollstuhl. Ich bin dicker als andere. Du und ich, wir haben etwas Besonderes an uns!“ Margit versteht das nicht. Doch Sigi nimmt sie an der Hand und zieht sie mit sich fort. Am Heimweg kommen sie an der Bank vorbei. Dort sitzen immer noch der ältere Mann und die ältere Frau. Margit tippt der Frau auf den Arm. „Sie tun uns auch leid“, sagt sie und drückt ihr einen Lollipop in die Hand: „Damit Sie sich fröhlich lutschen können!“ Die Frau versteht überhaupt nichts mehr und schnappt nach Luft. „Was passiert ist, wollten Sie wissen?“, fragt Margit den älteren Mann. „Ich habe einen Freund gefunden … ich bin glücklich …“ Sie lacht. „Eben etwas Besonderes“, ergänzt Sigi. An der Ampel bleiben beide stehen. „Du kannst schon vieles allein. Aber ab und zu brauchst du Hilfe. Wie alle anderen auch“, sagt Sigi. „Frag jetzt einfach jemanden, ob er dir über die Stufen hilft.“ Margit fasst Mut. Sie zupft einen vorbeieilenden Mann an der Hose. Der Mann wird rot. „Ich habe nicht gleich gesehen … gewusst … und wie …“, stottert er entschuldigend und hilft. Sigi und Margit zwinkern sich zu. Bei einem Schuhgeschäft treffen sie Anna und ihre Mutter wieder. „Hallo“, ruft Margit ihr zu. „Ich bin behindert!“ Annas Mutter ist entsetzt. „Was ist das, ‚behindert‘?“, fragt Anna. „Das ist zum Beispiel, nicht gehen zu können“, sagt Margit. „Wir müssen nicht spazieren gehen“, erklärt Sigi. „Wir können spazieren fahren.“ Sigi stellt sich hinten auf Margits Rollstuhl. Und beide sausen die Straße hinunter. Auch diesmal schauen die Leute. Doch das macht Margit jetzt nichts mehr aus. Franz-Joseph Huainigg (gekürzt) 35 40 45 50 55 60 65 Margit ärgert sich über manche Menschen. Sprecht darüber, in welchen Situationen das so ist. 2 Über welche Hilfe würde Margit sich wirklich freuen? Macht einige Vorschläge. 3 141 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Wir lesen Bücher Bücher kaufen oder ausleihen? Erzählt, wie ihr zu eurem Lesestoff kommt. Gebt Auskunft über das Ausleihen von Büchern. 1 (Zu-)Hören und Sprechen AH 56, 57 LP Reflektieren von Medienerfahrungen in konkreten Sprech-, Schreib- bzw. Gesprächssituationen; Präsentieren von Inhalten unter Berücksichtigung der Standardsprache sowie Mimik und Gestik. ZFK Inhalt und Form; Identität und Diversität Thema Medienbildung Erklärt euren Mitschülerinnen und Mitschülern verschiedene Arten von Büchern. 2 Buch-Quiz Kennst du ein Buch, in dem ein armes Mädchen vorkommt? Kennst du ein Buch, in dem … vorkommen? 3 Sagenbuch • Märchenbuch • Sachbuch • Wörterbuch • Tiergeschichten • Abenteuerroman • Lexikon • Kochbuch • Krimi • Bilderbuch • Tierbuch armes Mädchen • gütige Fee • alter Esel • Räuber • Cowboy • Detektive • Zwerge • … In einem Sagenbuch stehen … . In einem Lexikon findest du … . Ein Märchenbuch enthält …, es erzählt von … . … Nimm ein Buch, das dir gut gefällt in die Schule mit und stelle es den Kindern deiner Klasse vor. Im Arbeitsheft auf S. 56 findest du Tipps, wie du eine Buchvorstellung vorbereiten und durchführen kannst. 4 Was Kinder gerne lesen Verwende die Wörter aus 2 . 5 IøcÅh Δèe˜sƒe ‚aÛm ΔlÛîeÅbÎs>_eÛn ... ... ΔlÛîe˜s>t ‚aÛm ΔlÛîeÅbÎs>_eÛn ... 142 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Ich kann die Fälle der Ergänzungen unterscheiden. (Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung AH 58; KH 20 LP Satzglieder unterscheiden und die wichtigsten bestimmen und richtig benennen. ZFK Norm und Wandel Sätze ausbauen: Zwei Ergänzungen 1 Lukas dem Freund zeigt den Bücherschrank . Jana dem Freund zeigt den Bücherschrank . Leonie … … Tante Bruder Freundin Lesebuch Bilderbuch Lexikon Hier kannst du Sätze durch zwei Ergänzungen erweitern. In der Buchhandlung 2 Wer? Wem? Wen? Was? Subjekt Ergänzung im 3. Fall Prädikat Ergänzung im 4. Fall dem Mädchen zeigt ein Tierlexikon . Die Verkäuferin Bilde Sätze mit gleichem Satzbau und bestimme die Satzglieder: der Buchhändlerin • dem Mann • verkauft • ein Kochbuch der Kundin • der Verkäufer • gibt • einen Kriminalroman empfiehlt • die Buchhändlerin • ein Lexikon • dem Schüler In der Schulbibliothek – Ein Satzbauspiel Spielregel: Die verschiedenfärbigen Bausteine bestimmen den Satzbau. Ordne die Satzglieder den entsprechenden Farben zu. Versuche das Prädikat und die Satzglieder zu benennen. 3 Satzglieder: Satzglieder: Satzglieder: der Lehrer die Lehrerin den Bildatlas dem Mädchen ein Lesebuch dem Mädchen leiht dem Buben der Bub ein Sagenbuch gibt zeigt 143 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

(Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung AH 59 LP Beim Ab- und Aufschreiben auf erworbenes Regelwissen zurückgreifen sowie von rechtschreibmäßig gesicherten Wörtern zur Schreibung anderer Wortformen gelangen. ZFK Norm und Wandel h nach langem Selbstlaut = Dehnungs-h Sonderbare Buchtitel Lies diese Buchtitel deutlich. Was fällt dir auf? 1 Ordne die Wörter richtig zu: 2 hl ΔkåaÅhÅl hm ΔlåaÅhÛm hn ⁄âeÅhÛn hr ⁄ÉeÅhÚr kahl • lahm • zehn • mehr • wehren • bohren • kühl • Fehler • Zahn • Kahn • rühren • fühlen • Sohn • wohnen • Rahmen • Ohr • nehmen • benehmen • Sohle • zählen • zahm • Huhn • fahren • Lehm Rechtschreibtraining – Zu jedem Wort eine Wortgruppe finden 3 kahl: ein … Baum, bohren: ein großer …, kühl: ein … Abend, zäh: … Fleisch schneiden, Mehl: etwas mit … bestäuben, fühlen: ein schönes Ge…, Zahn: täglich zweimal die … putzen Lernwörter der Fehler die Gefahr der Lohn gewöhnen umkehren wehren fröhlich kühl mehr sehr In manchen Wörtern mit einem langen Selbstlaut steht ein Dehnungs-h. Dieses h steht nur vor l, m, n, r. Die meisten Wörter mit einem langen Selbstlaut enthalten aber kein Dehnungs-h. Aus einer Rittersage: Das Ende der Belagerung Die Bewohner einer belagerten Burg hatten nur noch wenige Nahrungsmittel. Mehl zum Brotbacken gab es auch nicht mehr. Es bestand große Gefahr, dass die Belagerer die Burg einnehmen. Jetzt durften die Verteidiger keine Fehler machen. Sie wehrten sich sehr tapfer. Fast hätten sich die Bewohner der Burg an die Not gewöhnt. Da, in einer kühlen Nacht, gaben die Belagerer auf und kehrten um. Für die Burgbewohner war das der Lohn für Mut und Ausdauer. Nun feierten sie ein fröhliches Fest. 4 144 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Verfassen von Texten KH 21 LP Unterschiedliche Schreibabsichten nutzen, Texte sinnvoll planen und mit bewusstem Einsatz sprachlicher Mittel und unter Nutzung von unterschiedlichen Informationsquellen verfassen. ZFK Inhalt und Form Nacherzählen 2: Tipps Schreibe einen märchenhaften Text, wähle aus dem Wortangebot. 1 Recht geschieht ihm! In einem tiefen / grünen / großen Wald wohnte / lebte / hauste ein alter / böser / grimmiger Zauberer. Eines Tages klopfte / pochte es an seiner alten / verfallenen Hütte. Eine alte / gebückte Frau sagte / sprach / bat: „Lass mich in deiner Hütte schlafen / übernachten / ausruhen!“ Der Zauberer aber verneinte / lehnte ab / schickte die Frau fort. Am nächsten Tag donnerte es / bebte die Erde und die Hütte stürzte ein / versank im Erdboden. Eine Geschichte zum Nacherzählen 2 Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte Ein alter Mann spazierte durch einen Park. Nach einer Weile setzte er sich auf eine Bank. Er nahm eine Wurstsemmel aus der Tasche und begann zu essen. Einige Brösel fielen dabei auf den Boden. Auf einem Baum saßen drei Spatzen. Sie erblickten die Brösel. Zwei Vögel stürzten sich sofort auf das gute Futter. Sie begannen, um die Brösel zu streiten. Darauf hatte der dritte Spatz nur gewartet. Er flog hinunter und fraß sich satt. Erinnerst du dich an eine Fernsehsendung, an einen Film oder an eine Erzählung? Verfasse dazu eine Nacherzählung. 3 Lies zuerst die Tipps, dann den Text. Gehe Schritt für Schritt vor. • Ich lese die Geschichte genau durch und unterstreiche Wichtiges. • Ich gliedere den Text und notiere Stichworte. • Ich erzähle die Geschichte nach (schriftlich), vergesse nichts Wichtiges, achte auf die Reihenfolge und erfinde nichts dazu. • Ich lese meine Nacherzählung durch und vergleiche sie mit dem Text der Geschichte. 145 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lesen LP Lesestrategien bewusst nach Zielvorgabe einsetzen; Nutzen von schulstufenentsprechenden Sach- und Gebrauchstexten. ZFK Inhalt und Form Thema Medienbildung Wusstest du, dass … ? Das kleinste Buch der Welt ist kaum größer als ein Staubkorn und man kann es nur unter einem Mikroskop lesen. Es ist 1 Millimeter breit und enthält auf 5 Seiten die 6 Strophen der peruanischen Nationalhymne. Das größte gedruckte Buch Europas ist 1,70 Meter breit und 2,22 Meter hoch. Es wiegt 125 Kilogramm. Das Buch heißt „Atlas der Großen Kurfürsten“ und enthält 38 Landkarten. Es entstand 1654 und wird heute in der Hauptstadt Deutschlands, in Berlin, aufbewahrt. Das umfangreichste Wörterbuch erschien 1726 in China. Das „T’uschu-Tschi-Tschenk“ besteht aus 5020 Bänden mit je 170 Seiten. Das meistverkaufte Buch auf der Welt ist die Bibel. In den letzten 250 Jahren wurde sie in etwa 1600 Sprachen und Dialekte übersetzt und 2,5 Milliarden Mal verkauft. Laurence Pordes (gekürzt) Lies den Text. Unterstreiche in jedem Abschnitt wichtige Wörter. Dann schreibe sie in der Zeile darunter auf. Tipp: Es sollen nicht mehr als fünf Wörter in jeder Zeile stehen. 1 Hast du den Text genau gelesen? Welche Überschrift passt zu den Informationen? Ordne die Buchstaben richtig zu. 2 B Das größte gedruckte Buch Europas C Das umfangreichste Wörterbuch D Das meistverkaufte Buch auf der Welt A Das kleinste Buch der Welt 125 Kilogramm schwer 1726 in China erschienen in etwa 1600 Sprachen übersetzt peruanische Nationalhymne die Bibel enthält 38 Landkarten 1 Millimeter breit besteht aus 5020 Bänden 146 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lesen LP Sich in der Anschlusskommunikation über Leseinteressen bzw. Gelesenes selbstständig austauschen; Reflektieren von Medienerfahrungen, Vergleichen von Merkmalen und Wirkungen von Medien. ZFK Inhalt und Form Thema Medienbildung Was ist ein E-Book? Ein E-Book ist ein elektronisches Buch. Du kannst es entweder auf einem Computer, Tablet, Smartphone oder auf einem E-Book-Reader lesen. Das ist ein spezielles Gerät für E-Books. Damit du ein E-Book lesen kannst, musst du es ausleihen oder kaufen. Wie geht das genau? 1. Verwende eines der oben genannten Geräte. Öffne eine Bücher-App oder suche über einen Internetbrowser die Homepage einer virtuellen Bücherei. 2. Gib den Titel des Buches ein, das du lesen möchtest. Wenn du dich für ein bestimmtes Thema interessierst, kannst du in einer virtuellen Bücherei nachschauen, welche Bücher es dazu gibt. 3. Wenn du ein Buch ausborgen willst, musst du eine Leihgebühr zahlen. Informiere deine Eltern, die dir dabei helfen. Wenn du ein Buch online kaufen möchtest, brauchst du auch die Hilfe deiner Eltern. Ähnlich wie in Papierbüchern kannst du in einem E-Book blättern, Textstellen markieren, Notizen und Lesezeichen hinzufügen. Der Vorteil eines E-Books ist, dass es meistens sofort verfügbar ist. Von der Bestellung bis zum Download sind es nur wenige Augenblicke. Auf einem elektronischen Gerät kannst du viele Bücher mit dir herumtragen. Du hast eine ganze Bibliothek auf einem Gerät! Hast du schon einmal ein E-Book gelesen? Was weißt du darüber? Lies den Text und besprich mit anderen Kindern, was du Neues erfahren hast. 3 In einem Gedicht steht nicht immer wörtlich, was eine Autorin / ein Autor meint. Was denkst du über diesen Text? Sprich mit einem Partnerkind darüber. 4 bibliothek die vielen buchstaben die nicht aus ihren wörtern können die vielen wörter die nicht aus ihren sätzen können die vielen sätze die nicht aus ihren texten können die vielen texte die nicht aus ihren büchern können die vielen bücher mit dem vielen staub darauf die gute putzfrau mit dem staubwedel Ernst Jandl 147 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lina stellt ihr Lieblingsbuch vor In der Deutschstunde fragt die Lehrerin: „Wer von euch liest besonders gerne?“ Lina hebt als Erste die Hand. Nach und nach gehen auch andere Hände in die Höhe. „Ab nächsten Dienstag darf jedes Kind sein Lieblingsbuch vorstellen – in Form eines Referats“, sagt die Lehrerin. „Wer möchte damit beginnen?“ „Ich!“, ruft Lina begeistert. Lina ist eine Leseratte und sie redet gerne. Lina bereitet sich gewissenhaft vor. Sie liest das Buch noch einmal und merkt die Stellen an, die sie vorlesen will. Für ihren Freund Felix hat sie jetzt nur sehr wenig Zeit … Am Dienstag ist Lina sehr aufgeregt. Die erste Stunde vergeht furchtbar langsam, findet sie. Endlich ist es so weit. „Mein allerliebstes Lieblingsbuch“, beginnt Lina, „heißt Ronja Räubertochter. Ich mag es so gerne, weil diese Ronja so frei, so klug und so mutig ist.“ „Hab ich im Theater gesehen“, ruft Anna gelangweilt. „Ich auch!“, sagen ein paar Kinder. „Ich hab den Film im Fernsehen gesehen“, sagt Lina. „Aber vorher hab ich das Buch gelesen und mir alles im Kopf vorgestellt. Das war noch viel, viel toller. Die Autorin Astrid Lindgren hat es geschrieben.“ Lina stellt ihr Lieblingsbuch vor Was ist denn jetzt los? Erschrick nicht! Jetzt kommt mein Freudenschrei! Ich weiß, wie dein Lieblingsbuch heißt: Ronja Räubertochter! Stimmt’s? Ja, zum Donnerdrummel! 148 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lina stellt ihr Lieblingsbuch vor Was ist denn jetzt los? Erschrick nicht! Jetzt kommt mein Freudenschrei! Ich weiß, wie dein Lieblingsbuch heißt: Ronja Räubertochter! Stimmt’s? Ja, zum Donnerdrummel! „Pippi Langstrumpf auch!“ – „Und Michel von Lönneberga!“, tönt es durchs Klassenzimmer. Lina lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie erzählt die Geschichte von Ronja der Räubertochter lebendig und spannend. Sie liest vor wie Mattis, der Räubervater, seine Tochter endlich ganz fest in die Arme nimmt. Lina weint fast dabei, weil es schön ist und so traurig zugleich. Am Ende erzählt sie: „Ronja sagt zu Birk: Erschrick nicht! Jetzt kommt mein Frühlingsschrei! Und dann schreit sie ganz furchtbar laut, weil sie sich so sehr freut.“ In der Klasse bleibt es noch eine Weile mucksmäuschenstill. Dann klatschen alle Kinder begeistert. „Das hast du prima gemacht “, lobt die Lehrerin. „Das Buch gibt es übrigens in unserer Schulbücherei.“ „Das will ich lesen!“ – „Ich auch!“, rufen die Kinder. Nach dem Unterricht macht sich Lina mit Felix auf den Heimweg. Christine Rettl 149 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Verkehr und Verkehrswege (Zu-)Hören und Sprechen LP Unter Berücksichtigung von Hörverstehen, Sprechhandlungen und sprachlichen Gestaltungsmitteln eine Kommunikationskultur anwenden und einfordern; Besprechen, Bearbeiten und Klären von Themen. ZFK Inhalt und Form Thema Verkehrs- und Mobilitätsbildung Eine Kreuzung in einem neuen Wohnviertel ist ungeregelt. Der Verkehr wird immer stärker. Die Kreuzung muss geregelt werden. Aber wie? 1 Sammelt Vorschläge. Spielt verschiedene Möglichkeiten durch. In Zukunft sollen in der EU* nur noch Autos verkauft werden, die mit einem Elektromotor fahren, also Autos, die Strom brauchen statt Benzin oder Diesel. Besprecht die Vor- und Nachteile von Elektroautos. 2 Fragen zu Elektroautos stellen 3 W†aÚrÛuÛm &s€iÛnåd EÅèeÅkñtÚråoÒaÛuñtåos Δb$e˜s|sƒeÚr ΔfÛüÚr ‚dÛîe UÛmÛw$eÅlñt? W†aÛnÛn ⁄wµiÚråd ™e˜s ‚+eÛnÛuåg ... WΩiÚråd ‚dÛîe SÌcÅhÛuÅèe ... + besser für die Umwelt + leiser + Ist Strom billiger? + zu Hause aufladbar + Unterstützung erneuerbarer Energien – nicht genug Ladestationen – Laden dauert länger – teurer als normale Autos – Reichweite – Batterien aus seltenen Rohstoffen Polizistin regelt den Verkehr • Fußgängerübergang mit Blinklicht • Verkehrsampel • Schutzweg (Zebrastreifen) • Straßenunterführung • Schülerlotse • Bau einer Fußgängerpassage • ... * EU ist die Abkürzung für Europäische Union. Wer kann erklären, was das ist? Europäische Union 150 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

(Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung AH 60 LP Satzglieder unterscheiden und die wichtigsten bestimmen und richtig benennen; Reflektieren über sprachliche Phänomene unter Verwendung geeigneter Fachbegriffe. ZFK Norm und Wandel In einem Satz etwas über Ort und Zeit erfahren Ein neuer Bauplan für Sätze 1 Polizist • Schüler • Autobus • Lehrerin steht • sitzt • parkt • hält wo? Wohin? Wann? auf der Kreuzung • auf dem Bahnsteig • vor dem Bahnschranken • vor dem Schulhaus DÍa˜s Aœuñtåo ⁄iÛn ‚ëeÚr GåaÚråaå+e. &s>_eÅhñt Bilde Sätze nach dem Bauplan. Unterstreiche die Wo-Ergänzungen gelb. Wohin verschiedene Leute fahren oder gehen 2 Der Landwirt fährt in die Stadt. Die Schülerin geht . … am Abend • in zehn Minuten • um Mitternacht • nach der Turnstunde • um 0 Uhr • zu Mittag • am Sonntag • in den Ferien Wann? – Beantworte die Fragen. 3 Wann fährt der nächste Bus? Wann geht der Zug nach Graz? Wann landet das Flugzeug aus Wien? Wann endet morgen der Unterricht? Wann kommst du zu mir? Der nächste Bus fährt in zehn Minuten. Der Zug nach Graz geht . … Satzglieder, durch die du etwas über Ort und Raum erfährst, sind Ortsergänzungen. Du kannst mit wo oder mit wohin nach ihnen fragen. Satzglieder, durch die du etwas über Zeit erfährst, sind Zeitergänzungen. Du kannst mit wann nach ihnen fragen. Schlosser • Kleinkind • Bürgermeisterin • Bäckerin • ins Rathaus • in den Kindergarten • in die Werkstatt • in die Backstube Wer oder was (Subjekt) tut etwas / geschieht (Prädikat) 151 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Viele Wörter mit ver, sehr wenige mit fer Der Wortbaustein ver 1 ⁄v$eÚr- ⁄v$eÚrkaufen • stecken • suchen • bauen • schwinden • graben • kriechen • schütten • stellen reisen • rühren • raten • reiben • rechnen So kannst du üben: ΔkåaÛuÅ·eÛn – ⁄v$eÚrÅkåaÛuÅ·eÛn &s>_eåcÅéeÛn – ⁄v$eÚr ... Die Bedeutung verändern 2 eine Jacke kaufen – Jacken ver…, Blumen in eine Vase stecken – sich im Wald ver…, ein Buch suchen – eine schwierige Aufgabe ver…, ein Loch graben – einen Schatz ver…, eine Tablette schlucken – sich ver… Zwei r stoßen zusammen 3 In den Ferien ver… zahlreiche Menschen ins Ausland. Die Köchin ver… den Teig. Ein Kind ver… ein Geheimnis. Ich ver… eine Heilsalbe auf meinem verletzten Knie. Ein Kind ver… sich beim Addieren. Lernwörter das Ferkel die Ferse sah fern fernsehen vergangen vergehen verletzen verloren verlieren verraten verreisen fertig ver r ... ver verändert die Bedeutung eines Wortes. (Recht-)Schreiben und Sprachbetrachtung AH 61 LP Das Wissen über Wortzusammensetzungen nutzen sowie sinnverwandte Wörter in ihren unterschiedlichen Bedeutungen erkennen und begründet einsetzen. ZFK Norm und Wandel Die wenigen Wörter mit Fer-/fer- musst du dir merken: Ferien Ferkel Ferse fern fertig Lernwörtermix Damit verrate ich dir kein Geheimnis: In den Ferien verreisen viele Kinder mit ihren Eltern. Mein Bruder Amir zum Beispiel fuhr im vergangenen Jahr aufs Land. Dort entdeckte er vier rosige Ferkel im Garten. Die hatten da gar nichts verloren. Bei einer Wanderung verletzte sich mein Bruder an seiner Ferse. Er musste ins Bett und sah oft fern. Jetzt bin ich mit meinem Bericht fertig. 4 152 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Verfassen von Texten LP Handlungs- und produktionsorientiertes Aufarbeiten von ausgewählten Texten; Texte sinnvoll planen und mit bewusstem Einsatz sprachlicher Mittel verfassen. ZFK Inhalt und Form Nacherzählen 3: Fabel Die Taube und die Ameise Eine Taube wollte an einem Bach trinken. Da sah sie, wie eine Ameise ins Wasser fiel und hilflos zappelte. Schnell nahm die Taube mit ihrem Schnabel ein Blatt und warf es der Ameise als Boot zu. So konnte sich die Ameise ans Ufer retten. Bald darauf kam ein Jäger daher. Er entdeckte die Taube und wollte auf sie schießen, um daraus einen Braten zu machen. Als die Ameise das bemerkte, zwickte sie den Mann, so fest sie konnte, in die Ferse. Davon zuckte dieser zusammen und sein Gewehr fiel ihm aus den Händen. Von dem Lärm aber erschrak die Taube und flog schnell auf und davon. Nach Jean de La Fontaine Hast du bemerkt, dass diese Fabel aus zwei Teilen besteht? Woran hast du das erkannt? Ziehe eine Linie zwischen den beiden Teilen. 1 Einmal die eine, einmal die andere Nimm diese Fabel genau unter die Lupe. Trage die Wörter in die Tabelle ein. 2 Taube Ameise Teil 1 ⁄iÛn —eÅfåaÅhÚr Teil 2 sieht zu hilft sieht zu hilft in Gefahr gerettet in Gefahr gerettet Wortfeld sehen Unterstreiche die Wörter, die zur Geschichte passen. Bilde mit diesen Wörtern Sätze in der kurzen Vergangenheitsform. 3 kontrollieren • erblicken • bestaunen • bewachen • entdecken • bemerken • wahrnehmen • erkennen • betrachten • beobachten DÍa ™eÚrÅb‹lÛiåcÅkñ_e ‚dÛîe T†aÛuÅb$e ‚dÛîe ΔhÛiÅlÅfÅlåosƒe AœÉeÛi˜sƒe. P˝låöãtÛzÅlÛiåcÅh ™eÛnñtåëeåcÅkñ_e ‚dÛîe Aœm... Lies die Fabel noch einmal. Klappe das Buch zu und erzähle die Geschichte nach. 4 153 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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