Deutsch Sprach-Lese-Buch 4, Schulbuch in drei Teilen [Sprach-Lese-Buch Teil B]

Lesen LP Lesestrategien bewusst nach Zielvorgabe einsetzen sowie den Wortschatz mit geeigneten analogen oder digitalen Hilfsmitteln ausdifferenzieren. ZFK Inhalt und Form Thema Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucher/innenbildung Landwirtschaft im Wandel Umdenken ist angesagt Im Text sind einige Wörter unterstrichen, deren Bedeutung du vielleicht nicht kennst. Gib die Wörter in eine Suchmaschine im Internet ein und finde heraus, was damit gemeint ist. 1 Vor 10.000 Jahren schon bauten die Menschen Pflanzen an und hielten sich Nutztiere, um sich selbst zu versorgen. Das änderte sich, als der Handel und andere Berufe sich entwickelten. Die Menschen fingen an, mehr zu erzeugen als sie selbst brauchten. Sie verkauften die überschüssige Ware, um sich von dem Geld andere Dinge leisten zu können. Hinzu kam die immer besser werdende Technik, beispielsweise die Erfindung und der Einsatz von Landmaschinen sowie Kunstdünger. In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte extrem verändert. Heute arbeiten sie nicht nur auf dem Feld oder im Stall, sondern auch im Büro. Denn ein landwirtschaftlicher Betrieb muss, wie auch alle anderen Betriebe, geleitet werden. Dazu zählen Abrechnungen, die Planung von Einkäufen und Verkäufen und vieles mehr. 5 10 Doch der technische Fortschritt hat auch zu einer Industrialisierung der Landwirtschaft geführt. Sie verursacht gut ein Drittel der weltweit ausgestoßenen Klimagase. Darüber hinaus führen chemische Gifte, die viele Landwirtinnen und Landwirte gegen Insekten und Wildkräuter auf die Felder sprühen, massiv zum Artensterben. Diese Gifte gelangen auch in die Umwelt und auf diesem Weg schließlich in unsere Nahrung. Tiere werden in sogenannter Massentierhaltung auf engstem Raum gehalten, ohne dass sie nach draußen kommen. Es fehlt ihnen an Bewegung und Abwechslung und die Jungtiere werden sofort von den Eltern getrennt. Expertinnen und Experten sind sich einig, dass es höchste Zeit ist, die Notbremse zu ziehen. Landwirtschaft muss ökologischer, regionaler und fairer werden. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Ernährung überdenken müssen. Reduzieren wir unseren heutigen Fleischkonsum weltweit um die Hälfte und ernähren uns stattdessen mit pflanzlichen Alternativen, ist das nicht nur für uns selbst gesünder, sondern auch für unseren Planeten. Ein weiterer Vorteil: Wenn wir nicht mehr so viel Futter für die Tiere anbauen müssen, haben wir mehr Platz für pflanzliche Lebensmittel und auch wieder Fläche, auf der wir neue Wälder entstehen lassen könnten. Katja Tholen-Ihnen und Claudia Smital (bearbeitet) 5 10 15 Nutztiere 204 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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