Experiment: Subtraktive Farbmischung 66.1 E1 Du brauchst: etwas pulverisierte gelbe und blaue Kreide, Reagenzglas. Mische das Kreidepulver im Reagenzglas gut durch. Beleuchte das Pulver mit weißem Licht. Protokolliere, was du siehst, und stelle deine eigene Hypothese für eine Erklärung dafür auf. Lies anschließend die Erklärung 66.2. Beim Experiment 65.3 handelt es sich um eine additive Farbmischung: Wird rotes und grünes Licht gemischt, entsteht der Farbeindruck Gelb; bei Mischung von rotem und blauem Licht entsteht Purpur (Magenta). Die Mischung von blauem und grünem Licht ergibt Blaugrün (Cyan). Alle drei Farben zusammen erscheinen dem Auge als Weiß. Indem man die Intensität der einzelnen Primärfarben Rot, Grün und Blau verändert, lassen sich durch die Farbmischung beliebige Farbeindrücke erzeugen. Die additive Farbmischung wird beim Monitor und beim Farbfernsehen angewendet. Trifft Licht auf die Oberfläche eines undurchsichtigen Körpers, so tritt es in Wechselwirkung mit den Atomen an der Oberfläche. Bei der subtraktiven Farbmischung werden bestimmte Farbanteile absorbiert, der Rest reflektiert. Die Mischung der reflektierten Farben ergibt die spezielle Körperfarbe (66.2.). Auf dieselbe Art entstehen die Farbmischungen beim Malen mit Wasser- oder Ölfarben. Beim Farbdruck (66.3) kann mit den Basisfarben Gelb, Cyan, Magenta und einer Regelung der Intensität durch subtraktive Farbmischung jede Farbnuance erzeugt werden. Vom Originalbild werden zunächst Farbauszüge erstellt. Schwarz wird als Key-Farbe (K) bezeichnet und für den Kontrast benutzt. In unserer Welt sind wir von einer unermesslichen Fülle von Farben umgeben. Die Farben der Objekte in unserer Umgebung entstehen durch subtraktive Farbmischung. Undurchsichtige farbige Körper absorbieren an ihrer Oberfläche einige Spektralfarben. Die Farbe des Körpers ergibt sich als Mischfarbe aus den übrigen Spektralfarben. Ein schwarzer Gegenstand absorbiert alle Frequenzen des weißen Lichts fast vollständig (Ruß etwa 96 %). Ein weißer Körper dagegen absorbiert fast keine der auffallenden Lichtanteile. Wenn wir einen weißen Körper mit blauem Licht beleuchten, dann strahlt er blaues Licht ab. Die Farbe des Körpers hängt davon ab, mit welchem farbigen Licht er beleuchtet wird. Die Farbe eines transparenten, d. h. durchsichtigen oder durchscheinenden, Körpers ergibt sich aus den Farbanteilen, die den Körper durchsetzen können. Für jene Farben, die absorbiert werden, ist der Körper „undurchsichtig“. Experiment: Körperfarben 66.2 E2 Du brauchst: verschiedene Lichtquellen (Energiesparlampe, Leuchtstoffröhre, Glühlampe, Halogenlampe), Farbfilter Betrachte unterschiedliche Gegenstände unter dem Licht verschiedener Lampen (Energiesparlampe, Leuchtstoffröhre, Glühlampe, Halogenlampe). Beschreibe den jeweiligen Farbeindruck! Halte vor die Lichtquellen verschiedene Farbfilter und beschreibe wieder die Farbeindrücke! 66.1 Subtraktive Farbmischung findet bei allen nicht selbst leuchtenden Gegenständen (beim Malen und beim Farbdruck) statt. In diesem Beispiel erhält man sie durch Übereinanderlegen dreier Glasplatten aus den Basisfarben Magenta, Cyan und Gelb. 66.2 Die Zeichnung zeigt, weshalb eine Mischung von gelben und blauen Farbkörnern grün aussieht. Absorbiert wird jeweils der komplementäre Farbbereich: Blau absorbiert den roten Bereich (er beinhaltet auch gelb), Gelb absorbiert den blauen Bereich. Der grüne Anteil wird nicht absorbiert, sondern reflektiert. 66.3 Der Vierfarbendruck verwendet Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Yellow) und Schwarz (K) als Grundfarben. Die Farbauszüge (Reihe oben) ergeben zusammen das farbige Bild (Reihe unten). 66.4 Der Mensch ist an normale Tageslichtschwankungen gewöhnt. Die damit verbundenen Farbänderungen (hier der Erdbeeren) werden uns nicht bewusst. Diese sogenannte „Farbkonstanz“ hilft dem Menschen, sich in der Welt zurechtzufinden. 66.5 Farbwahrnehmung des menschlichen Auges. In der Netzhaut befinden sich die lichtempfindlichen Sehzellen: Stäbchen und 3 Sorten von Zapfen. Licht von 400 nm Wellenlänge erregt nur den Blaurezeptor (S) unter den Zapfen. Licht der Wellenlänge 420 nm erregt den Blaurezeptor stark und den Grünrezeptor (M) sehr schwach. L steht für langwellig, also rot. Licht von 500 nm spricht alle drei Zapfensorten an. Auf der Ebene der Zapfen Z erfolgt die Farbmischung additiv. Bei Rot-Grün-Blinden ist der rote und/oder der grüne Zapfentyp defekt. 66 1 Reflexion und Brechung Elektromagnetische Wellen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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