Musik aktiv 1, Schulbuch

Nebel Der blasse Nebel schreitet Gespenstisch durch die Flur, Und hüllt in seine Schatten Die schlummernde Natur. Er streckt die Riesenarme Hin über's weite Land, Und fährt mit kaltem Finger Mir über Stirn und Hand. Und Wiesen, Wälder, Höhen Und Thäler rings umher Verschwinden und versinken Im weiten Nebelmeer. August Freudenthal (1851–1898) Klassenimprovisation Das Gedicht Nebel von August Freudenthal beschreibt den Nebel im Herbst. Ähnlich wie Antonio Vivaldi in seinem Violinkonzert Der Herbst wollen wir dieses Gedicht in einer Klassenimprovisation vertonen – und zwar mit Klängen, die so verschwommen sind wie eine Nebelwand. •• Entfernt bei den Xylophonen und Metallophonen alle Töne außer: A) f-g-a-c-d B) f-g-a-b-d •• Probiert verschiedene „Nebelklänge“ aus. •• Spielt die Töne hintereinander und gleichzeitig. •• Testet auch verschiedene Schlägel und hört auf die unterschiedlichen Klangfarben. •• Wählt die Schlägel aus, deren Klangeigenschaften am besten zu „Nebelklängen“ passen und begründet eure Wahl. •• Improvisiert in Gruppen ein kurzes Nebelstück. Eine oder einer von euch liest währenddessen das Gedicht ausdrucksstark vor. Hört dabei gut zu, wie beide Instrumente zusammenpassen und wie sich die Klänge vermischen. •• Macht Tonaufnahmen mit dem Smartphone und besprecht beim Anhören, welche Stellen euch besonders gut gelungen sind. Aufgabe C 2–4 Improvisation In der Musik ist vieles, aber nicht immer alles genau festgelegt. Viele Stücke leben davon, dass sich Musikerinnen und Musiker etwas spontan einfallen lassen. Diese Form des Musizierens nennt man Improvisation. Wissen 47 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy ODE3MDE=