Musik aktiv 4, Schulbuch

Breitschopf • Claucig • Müller • Oslansky 4 Musik aktiv

Musik aktiv 4, Schulbuch + E-Book Schulbuchnummer: 225486 Musik aktiv 4 Schulbuch E-Book Solo Schulbuchnummer: 225487 Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 17.12.2025, GZ 2025-0.209.970 gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Mittelschulen im Unterrichtsgegenstand Musik (Lehrplan 2023) für die 4. Klasse an allgemein bildenden höheren Schulen – Unterstufe im Unterrichtsgegenstand Musik (Lehrplan 2023) geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines zielorientierten Lehrplans verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Liebe Schülerin, lieber Schüler, du bekommst dieses Schulbuch von der Republik Österreich für deine Ausbildung. Bücher helfen nicht nur beim Lernen, sondern sind auch Freunde fürs Leben. Kopierverbot Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ Umschlagbild: Hero Images on Offset / Shutterstock 1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 © Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Schulbuchvergütung/Bildrechte © Bildrecht GmbH/Wien Redaktion: Christian Müller, Mainz Umschlaggestaltung: Petra Michel, Amberg Layout: Petra Michel, Amberg Illustrationen: Isabell Ristow Notensatz: Leonid Peleshev Satz: Arnold & Domnick, Leipzig Druck: Samson Druck GmbH, St. Margarethen ISBN 978-3-209-13360-1 (Musik aktiv US SB 4 + E-Book) ISBN 978-3-209-13364-9 (Musik aktiv US SB 4 E-Book Solo)N 978-3-209-10876-0 (Musik aktiv SB + E-Book 4) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

www.oebv.at Ferdinand Breitschopf Joachim Claucig Paul Müller Stefan Oslansky Musik aktiv 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lernpfade Stimme 1 Stimme 3 Tonhöhe 1 Tonhöhe 2 Tonhöhe 4 Rhythmus 1 Rhythmus 2 Rhythmus 4 Festivals, Konzerte, Live-Events 6 Österreich, Land der Festivals 8 Repeat 11 Das Tonsystem im Überblick 12 Der Rhythmus-Check 13 Eurovision Song Contest 14 Let’s get loud – Singen mit Mikrofon 16 Musik als geistiges Eigentum 18 Kontraste 20 Stimmen im Zusammenklang 22 Klein aber fein – Sechzehntelnoten 25 Musikalische Einfälle: Musizieren mit Motiv und Thema 26 Kompositionstechniken im 20. Jahrhundert 28 Vier Stile und ihre Vertreter 29 Universum Musik 31 Starman 32 Unendliche Weiten 33 Intervalle unter der Lupe 35 Scotty, beam me up! 37 Punktierte Achtel 38 Klänge aus anderen Welten 39 Freunde für’s Leben 41 Out of Space 43 Von Holz und Luft 45 Die Familie der Holzblasinstrumente 46 Mash up – Kombinierte Achtel- und Sechzehntelgruppen 49 Die Vielfalt der Blasinstrumente 51 Dreiklänge in Dur und Moll 54 Wir ziehen alle Register 56 Musikinstrumente und Berufe 58 Tonhöhe 3 Rhythmus 3 Stimme 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Tonhöhe 5 Rhythmus 5 Lernpfade Stimme 5 Stimme 4 Tonhöhe 6 Rhythmus 6 Rebellisch! – Pop und Protest 60 Rebellische Jugend, rebellische Musik 61 Vom Beat zur Hippie-Bewegung 62 No future 63 Ich hab den Blues! 64 Black Power 66 Drum World 70 Die Technik macht’s aus 72 Komponieren im Studio 73 Geistliche Musik 75 Geistlicher Inhalt musikalisch erzählt – Das Oratorium 76 Dreiklänge umkehren 80 Orgel und Orgelinstrumente 82 Rainbows 83 Let´s dance 87 Tanzend die Welt erleben 88 Vorgezogene Sechzehntel 91 Streiflichter europäischer Tanzgeschichte 93 Fünf bis hundert: vom Quintett zum Orchester 98 Quintett und Oktett 99 Jazz singen 100 Sinfonieorchester und Orchesternotation 102 Programmmusik 106 Alles auf einen Blick Musiktheorie 109 Musikgeschichte 110 Instrumente, Ensembles, Formen und Gattungen 110 109 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Präambel So arbeitest du mit Musik aktiv 4 Liebe Schülerin, lieber Schüler, auf diesen Seiten wird dir gezeigt, wie du dieses Buch im Musikunterricht verwendest. Musik aktiv 4 gliedert sich in acht Kapitel. Am Anfang eines jeden Kapitels findet sich eine Auftaktseite. Sie gibt dir Auskunft darüber, was dich in diesem Kapitel erwartet und was du lernen wirst. Es geht los mit einem Kapitel über Live-Musik (Festivals, Konzerte Live-Musik). Danach lernst du unterschiedliche Kompositionstechniken und Musikstile (Kontraste) sowie Klänge aus fernen Welten (Universum Musik) kennen. Im vierten Kapitel beschäftigen uns vor allem Holzblasinstrumente (Von Holz und Luft). Im folgenden Kapitel geht es um die bewegte Geschichte der Popmusik (Rebellisch! – Pop und Protest), ehe wir uns mit der Matthäuspassion auseinandersetzen (Geistliche Musik). Danach steht der Tanz im Mittelpunkt (Let’s Dance). Im Schlusskapitel wird schließlich der Bogen von der Kammermusik bis zum großen Orchester gespannt (Fünf bis hundert: vom Quintett zum Orchester). Gliederung Jedes Kapitel unterteilt sich in verschiedene Abschnitte: Hier lernst du zahlreiche Lieder aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen kennen. Hier werden dir Fachbegriffe aus der Musik und Musiklehre erklärt. Hier erfährst du mehr über eine Komponistin oder einen Komponisten. Hier wirst du selbst aktiv. Achte dabei auch auf die Zeichen am Rand. Jedes Kapitel endet mit einer besonderen Aufgabe. Kompetenzen Am Ende eines jeden Abschnittes siehst du, welche Kompetenzen du nun erworben hast: Das kannst du jetzt • über unterschiedliche regionale, nationale und internationale Festivals und Konzertveranstaltungen berichten • über die stilistische und kulturelle Vielfalt in Österreichs Musiklandschaft berichten Festivals, Konzerte, Live-Events Österreich, Land der Festivals Österreich ist ein Land der Kultur. Künstlerinne und Künstler aus den Bereichen Musik, Malerei, Bildhauerei, Schauspiel und Tanz trugen und tragen mit ihren internationalen Erfolgen zum Selbstverständnis Österreichs als Kulturnation bei. Im Bereich der Musik hat Österreich besonders viele Veranstaltungen zu bieten. Dabei ergänzen sich Alltags- und Volkskultur, Tradition und Hochkultur zu einem reichhaltigen Programm. Der Bogen der Musikveranstaltungen reicht von alljährlich stattfindenden Schulkonzerten oder Abschlussfesten bis hin zu Kirtagen und Zeltfesten sowie von Volksmusik und Weltmusik über Schlager, Pop und Jazz zu Klassik und Neuer Musik. Auf KulTour In Österreich finden ganzjährig viele Festivals statt. Zu den bekanntesten und international angesehensten Festivals für klassische Musik und Theater zählen die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele und die Wiener Festwochen. • In der Landkarte ist pro Bundesland ein Festival eingetragen. Ergänze die fehlenden Festival-Namen. Wien Modern, Brucknerfest Linz, Bregenzer Festspiele, Jazzfest Saalfelden, Carinthischer Sommer, Styriarte • Überlegt, welche regelmäßig stattfindenden Musikveranstaltungen ihr noch kennt. Denkt speziell auch an Festivals und Konzerte in eurer Umgebung. • Erstellt zu einem Festival oder zu einer Konzertveranstaltung einen Steckbrief. Recherchiert dazu im Internet oder in Zeitungen. • Stellt euer Event mit einer Präsentation, die folgende Punkte enthalten soll, vor: 1) Name der Veranstaltung/des Festivals 5) Besonderheiten 2) Art der Musik 6) Teilnehmende Künstler 3) Wo & Wann 7) Diese Veranstaltung gefällt mir, weil … 4) Umfang (Konzerte und Besucherzahlen) AUFGABE A B Innsbruck Klagenfurt Salzburg Graz Linz St. Pölten Vorarlberg Salzburger Land Kärnten Steiermark Burgenland Ober-Österreich Nieder-Österreich Wien Eisenstadt Osttirol Tirol Festwochen der alten Musik Glatt&Verkehrt Nova Rock Bregenz 8 LIED WISSEN STECKBRIEF AUFGABE ABSCHLUSS 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Sozialformen Einzelarbeit: Diese Aufgabe machst du alleine. Partnerarbeit: Diese Aufgabe machst du gemeinsam mit deiner Sitznachbarin oder deinem Sitznachbarn. Diese Aufgabe ist für eine Gruppe bestimmt. Manchmal steht unter diesem Icon die empfohlene Gruppengröße. Für diese Aufgabe benötigt ihr einen Sitzkreis oder einen Stehkreis. Hier hörst du ein Musikbeispiel oder singst zu einem Playback. Diese Aufgabe ist im Klassenverband zu lösen. Lernpfade Auch in diesem Band findest du wieder den Lernpfad:Rhythmus, den Lernpfad:Stimme und den Lernpfad:Tonhöhe. Repeat In diesem Kapitel kannst du dein Wissen aus den Bereichen Tonhöhe und Musikkunde auffrischen. Noten-Checker: Linien- und Zwischenraumnoten schnell erfassen • Wiederholt (mit Merksprüchen) die Notenpositionen im Violin- und Bass-Schlüssel, indem ihr eure Finger als Ersatz für Linien und Zwischenräume verwendet. Violinschlüssel Linien: e1-g1-h1-d2-f2 Zwischenräume: f1-a1-c2-e2 Bass-Schlüssel Linien: G-H-d-f-a Zwischenräume: A-c-e-g Noten-Checker: Kreuz und Be Ihr habt die Versetzungszeichen Kreuz (♯), Be (♭) und Auflösungszeichen (♮) sicherlich in Erinnerung behalten: Das ♯ (engl. sharp) erhöht den Ton um einen Halbton. Der Notenname wird durch die Silbe „-is“ ergänzt. Das ♭ (engl. flat) macht einen Ton um einen Halbton tiefer. Die Töne c, d, f, g erhalten die Silbe „-es“ als Anhängsel. Aus h wird b, aus e wird es und aus a wird as. Das ♮ (engl. natural sign) hebt die Wirkung von ♯ und ♭ auf. • Benennt reihum folgende Noten richtig. • Steigert bei wiederholten Durchgängen das Tempo. AUFGABE B A A A A A A A AUFGABE 01-06 Noten-Checker: Kreuz und Be Die nummern der NBs ergeben sich aus Kapitel + Seite des MS Das [#] Das [b]                                                       41 42 43 44 45 46 81 82 1. 83 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 2 16 8 4 c C 48 85 86 87 88 2. 89 116 126 136 146 156 166 22    1.+2.                           p  pp ppp pppp   f ff  fff  ffff  mp  m mf  sf  sfz  sffz  s z              gliss.           3                              41 42 43 44 45 46 81 82 1. 83 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 2 16 8 4 c C 48 85 86 87 88 2. 89 116 126 136 146 156 166 22    1.+2.                           p  pp ppp pppp   f ff  fff  ffff  mp  m mf  sf  sfz  sffz  s z             gliss.           3                              01-06 Noten-Checker: Kreuz und Be Die nummern der NBs ergeben sich aus Kapitel + Seite des MS Das [#] Das [b]                                                                                         01-06 Noten-Checker: Kreuz und Be Die nummern der NBs ergeben sich aus Kapitel + Seite des MS Das [#] Das [b]                                                                                                     11 Lernpfad:Tonhöhe 1 Der Rhythmus-Check Ihr habt in den letzten drei Schuljahren bereits fast alles über Takt und Rhythmus kennengelernt und könnt Rhythmen erfinden, notierte Rhythmen erarbeiten und vorspielen, Lieder rhythmisch erarbeiten und sogar einfache Rock-Grooves am Drum-Set spielen. Weiß ich’s noch, kann ich’s noch? • Wiederholt gemeinsam die folgenden Notenwerte und Body-Percussion-Klänge: Trifacher Dieses Stück beginnt einfach, aber Taktwechsel und schwierige Rhythmen werden euch sicherlich herausfordern. • Erarbeitet gruppenweise jede Zeile. Beginnt in einem langsamen Tempo. Lasst immer den Click durchgehen. Er hält das Stück zusammen. Fügt dann das Stück zusammen. • Steigert das Tempo und wechselt die Stimmgruppen. • Spielt das Stück nun mit Schlaginstrumenten eurer Wahl oder mit den Händen auf den Sesseln. Notiert euch dazu auch Handsätze. Das kannst du jetzt • die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Rhythmus erklären und beschreiben • ein Stück mit Taktwechseln spielen AUFGABE F Sitzkreis 01-08 Trifacher q = 100 Ferdinand Breitschopf Trifacher 7 e=e e=e 12 43 43 44 44 43 43 43 43 86 86 44 44 43 43  f  f  p  mf   p stampfen klatschen mf  f p ff  p f ff                                                             4 NB 1-2 Rhythmus              4 NB 1-2 Rhythmus             4   NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus          4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus          4 41 42 43 44 45 46 81 82 1. 8 3 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 2 16 8 4 c C 48 85 86 87 88 2. 89 116 126 136 146 156 166 22    1.+2.                           p  pp ppp pppp   f ff  fff  ffff  mp  m mf  sf  sfz  sffz  s z              gliss.           3                              T & M: Ferdinand Breitschopf 41 42 43 44 45 46 81 82 1. 83 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 2 16 8 4 c C 48 85 86 87 88 2. 89 116 126 136 146 156 166 22    1.+2.                           p  pp ppp pppp   f ff  fff  ffff  mp  m mf  sf  sfz  sffz  s z              gliss.                                        13 Lernpfad:Rhythmus 1 Let’s get loud – Singen mit Mikrofon Get ready – Starten mit Schwung • Hebt die Arme über den Kopf und atmet dabei durch die Nase tief in den Bauch. Lasst dann Arme und Oberkörper mit Schwung nach vorne fallen und atmet dabei durch den Mund hörbar auf „f“ oder „sch“ aus. Wiederholt diese Übung einige Male. Bleibt am Ende vornübergebeugt, lockert den hängenden Kopf und die hängenden Arme aus und richtet euch dann mit lockeren Knien vom Becken ausgehend Wirbel für Wirbel auf. • Stellt euch vor, ihr öffnet und schließt einen Wasserhahn. Dreht am Griff und macht das kräftig fließende Wasser mit einem „Sch“ hörbar. Schließt den Griff mit einem kurzen, abspannenden „A“. Beim „A“ löst ihr deutlich sichtbar die Bauch- und Kieferspannung. Wiederholt das Öffnen und Schließen des Hahns einige Male. • Richtet euch zum Abschluss gut auf und lasst allen Stress und alle Anspannung vom Kopf über die Schultern, den Oberkörper, die Beine und Füße abfließen, wie das Wasser aus einer Badewanne. Warm up – Eingrooven • Singt folgende Grundübung, um euch einzugrooven. Schnipst dabei auf die Taktzeiten 2 und 4. Singt die Übung nach einigen Wiederholungen wie angegeben einen Ganzton höher. Singen mit Mikrofon • Verwendet ein Mikrofon und schließt es an einen Verstärker mit mittlerer Lautstärke an. • Sprecht reihum den Satz „Let´s get loud“ unterschiedlich kräftig ins Mikrofon. Findet heraus, wie nah ihr das Mikrofon halten müsst, wenn ihr leise sprecht, und wie weit weg ihr sein könnt, wenn ihr laut sprecht. • Sprecht oder singt in das Mikrofon und bewegt dabei den Kopf nach rechts und links und beobachtet, wann ihr nicht mehr gut hörbar seid. • Beobachtet, wie sich die Bassfrequenzen verstärken, wenn ihr näher am Mikrofon singt oder sprecht. AUFGABE F Stehkreis AUFGABE F Stehkreis AUFGABE F Stehkreis Mikrofon Je nach der Art, wie der Schall vom Mikrofon umgewandelt wird, unterscheidet man dynamische Mikro fone und Kondensatormikrofone. Dynamische Mikrofone werden meist auf der Bühne verwendet. Kondensatormikrofone sind etwas sensibler und finden daher hauptsächlich im Studio Verwendung. dynamisches Mikrofon Kondensatormikrofon Nierencharakteristik Unabhängig von der Art der Schallumwandlung variiert der Bereich vor dem Mikrofon, aus dem aufgenommen wird. Für Gesang auf der Bühne kommen meist Mikrofone mit Nierencharakteristik zum Einsatz. Hierbei wird ausschließlich der Schall direkt vor dem Mikrofon aufgenommen, der Schall aus anderen Richtungen wird nicht erfasst. WISSEN NB 1-Seite 16       44     Du dab, - du dab, - du dab, - du dab. -   Du dab, - du dab, - du dab, - du dab. -                         54 0° -5dB -10dB -15dB -20dB -25dB 90° 270° 180° 16 Lernpfad:Stimme 1 Lernpfad:Tonhöhe Lernpfad:Rhythmus Lernpfad:Stimme A B C F À A A A A A A A 5 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Live-Musik ist ein vielschichtiges Phänomen. Sie wird in verschiedenen Besetzungen, Stilen und Darbietungsformen an den unterschiedlichsten Orten aufgeführt. Dabei spannt sich der Bogen von Hausmusik und Privatkonzerten mit einigen wenigen Mitwirkenden und Zuhörenden über Konzerte in Konzertsälen und Konzerthallen mit hunderten Fans bis hin zu großen Open-Air Konzerten, mehrtägigen Musikfestivals oder großen Fernseh-Events mit tausenden oder sogar mehreren Millionen Zuschauenden. Die meisten Künstlerinnen und Künstler wollen mit ihrem Publikum live in Kontakt kommen und auch das Publikum möchte seine Stars live im Konzert hören und sehen. Die Energie und die Stimmung eines Livekonzertes sind unübertrefflich. Konzerte und Festivals sind ein großer Wirtschaftsfaktor und für viele Menschen, Veranstalter, Organisatoren, Künstlerinnen und Künstler, aber auch für Gastronomie und Hotellerie eine wichtige Einnahmequelle und Lebensgrundlage. In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit Festivals und Konzerten in Österreich. Wir machen einen Abstecher zum Eurovision Song Contest, singen ein Lied einer Siegerband, lernen unterschiedliche Konzertformate kennen und planen selbst eine Konzertveranstaltung. Festivals, Konzerte, Live-Events Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

T & M: Benny Andersson, Björn Ulvaeus Mamma mia • Nehmt mit dem Click den Puls im Körper auf und sprecht den Text im Rhythmus. Zählt die Pausen durch. • Beachtet beim Singen die dynamische Gestaltung. • Bestimme den formalen Aufbau des Songs, in dem du die Formteile in der richtigen Reihenfolge in die Tabelle einträgst. LIED À 1 A A A A A A A Intro Mamma Mia q = 140     Verse 7 12 17 22  Chorus 27 32 37 42 1.   2. 47 44    (Instr.) D + D5 D D5+ D D5+    2. I’ve 1. I’ve mf D been been cheat ang ed ry - - by and you sad since a I bout - don’t things know that you when. do. G (Instr.) So I D I can’t made count up all my the mind times    it that must I’ve come told to you an we’re end. through. G (Instr.) Look And D at when me you now, go, D5 will when + I you ev slam er the - learn? door    I I D don’t think know you how know D5 but that + I you sud won’t den be - ly a - lose way - G con too trol. long, - G There’s you a know fire that with I’m in not - A my that soul. strong.    f Just G one D look A and I can hear a bell ring. One G more D look A and I for get - ev ’ry - thing, - oh.    mp D Ma ma - mi a, - here I go a gain. - G My C my, G how can I re sist - you? D Ma ma - mi a, -    does it show a gain? - G My C my, G just how much I’ve missed you. f D Yes, I’ve been bro A/Cis ken - hear - ted, -    H‹ blue since the day H‹/A we par ted. - G Why, C why, G did E‹ I ev er - let A yougo? D Mam ma - mi a, -    now H‹ I real ly - know, G my, C my, G I E‹ could nev er - let A yougo. ev D en - if I say G bye C bye, G - leave    me now or nev er. - D Mam ma - mi a, - it’s a game we play. G Bye C bye G - does n’t - mean D. S. al Fine folgt Intro ad lib. for ev - er. -                                                                                                                                                                                                          A 7 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Festivals, Konzerte, Live-Events Österreich, Land der Festivals Österreich ist ein Land der Kultur. Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Malerei, Bildhauerei, Schauspiel und Tanz trugen und tragen mit ihren internationalen Erfolgen zum Selbstverständnis Österreichs als Kulturnation bei. Im Bereich der Musik hat Österreich besonders viele Veranstaltungen zu bieten. Dabei ergänzen sich Alltags- und Volkskultur, Tradition und Hochkultur zu einem reichhaltigen Programm. Der Bogen der Musikveranstaltungen reicht von alljährlich stattfindenden Schulkonzerten oder Abschlussfesten bis hin zu Kirtagen und Zeltfesten sowie von Volksmusik und Weltmusik über Schlager, Pop und Jazz zu Klassik und Neuer Musik. Auf Kul-Tour In Österreich finden ganzjährig viele Festivals statt. Zu den bekanntesten und international angesehensten Festivals für klassische Musik und Theater zählen die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele und die Wiener Festwochen. • In der Landkarte soll pro Bundesland ein Festival eingetragen werden. Ergänze die fehlenden FestivalNamen. Wien Modern, Brucknerfest Linz, Bregenzer Festspiele, Jazzfest Saalfelden, Carinthischer Sommer, Styriarte • Überlegt, welche regelmäßig stattfindenden Musikveranstaltungen ihr noch kennt. Denkt speziell auch an Festivals und Konzerte in eurer Umgebung. • Erstellt zu einem Festival oder zu einer Konzertveranstaltung einen Steckbrief. Recherchiert dazu im Internet oder in Zeitungen. • Stellt euer Event mit einer Präsentation, die folgende Punkte enthalten soll, vor: 1) Name der Veranstaltung/des Festivals 5) Besonderheiten 2) Art der Musik 6) Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler 3) Wo & Wann 7) Diese Veranstaltung gefällt mir, weil … 4) Umfang (Besetzung und Publikum) AUFGABE A B Innsbruck Klagenfurt Salzburg Graz Linz St. Pölten Vorarlberg Salzburg Kärnten Steiermark Burgenland Oberösterreich Niederösterreich Wien Eisenstadt Osttirol Tirol Festwochen der alten Musik Glatt&Verkehrt Nova Rock Bregenz 8 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Festivals zum Kennenlernen Auf den folgenden Seiten findet ihr zu einigen Festivals Informationen. • Besprecht die Unterscheidungsmerkmale der Festivals in der Gruppe. Internationales Brucknerfest Linz Art der Musik: Klassik mit Schwerpunkt auf Werken Anton Bruckners Wo: Linz, Brucknerhaus Linz, Stift St. Florian u.a.m. Wann: Seit 1974, September bis Mitte Oktober Umfang: Rund 35 Konzerte und 20.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Linzer Klangwolke: Das Eröffnungskonzert wird rund um die Donau ins Freie übertragen und entlang der Donau mit einer aufwendigen Lichtshow visualisiert. Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen: Bruckner Orchester Linz, nationale und internationale Ensembles, Gesangs- und Instrumentalsolisten und -solistinnen Glatt&Verkehrt Art der Musik: Traditionelle Musik und Weltmusik Wo: Krems, Winzergenossenschaft Krems, Schlosshof Spitz u.a.m. Wann: Seit 1997 zwei Wochen im Juli Umfang: Rund 25 Konzerte und 6.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Der überdachte Innenhof der Winzergenossenschaft Krems bildet einen besonderen Rahmen für das Festival. Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen: Internationale Musikgruppen, Solokünstlerinnen und Solokünstler der Volks- und Weltmusik Wien Modern Art der Musik: Neue Musik Wo: Wien, Konzerthaus und Musikverein u.a.m. Wann: Seit 1988, November Umfang: Rund 70 Konzerte und ca. 20.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Jedes Jahr mehr als 50 Uraufführungen Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen: Klangforum Wien, ORF-Radiosymphonieorchester, Wiener Philharmoniker u.a.m. Nova Rock Art der Musik: Rockmusik Wo: Pannonia Fields Nickelsdorf Wann: Seit 2005, drei Tage im Juni Umfang: Über 60 Konzerte und bis 180.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Reines Open Air Festival auf drei Bühnen Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen: Nationale und internationale Rockstars von Austropop bis Heavy Metal A A A A A A A AUFGABE 9 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Festivals, Konzerte, Live-Events Styriarte Art der Musik: Barockmusik, Klassik, Neue Musik, World Music Wo: Graz, Helmut List Halle, Schloss Eggenberg u.a.m. Wann: seit 1985, Juni und Juli Umfang: rund 40 Konzerte und über 30.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Stilistische Vielfalt, Uraufführungen Künstler und Künstlerinnen: Concentus Musicus, Recreation – Großes Orchester Graz Carinthischer Sommer Art der Musik: Klassik, Jazz, Crossover, Kammermusik Wo: Stiftskirche Ossiach, Congress Center Villach u.a.m. Wann: seit 1969, Juli und August Umfang: ca. 30 Konzerte und ca. 10.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Eröffnung mit hunderten Mitwirkenden auf Schiffen, jährlich eine Kirchenoper Künstler und Künstlerinnen: Regionale, nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler Internationales Jazzfestival Saalfelden Art der Musik: Jazz Wo: Congress Saalfelden, Kunsthaus Nexus u.a.m. Wann: seit 1978, fünf Tage im August Umfang: rund 35 Konzerte und ca. 15.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Hier treffen sich internationale Jazzmusikerinnen und -musiker in den Bergen. Künstler und Künstlerinnen: David Helbock, Yasmo, Gerald Preinfalk u.v.m. Festwochen der Alten Musik Art der Musik: Musik der Renaissance und des Barock, Oper, Kammermusik Wo: Innsbruck, Schloss Ambras, Tiroler Landestheater u.a.m. Wann: seit 1976, Juli und August Umfang: rund 40 Konzerte und ca. 30.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: Spanischer Saal in Schloss Ambras, Barockoper, besonderes Augenmerk auf historischer Aufführungspraxis Künstler und Künstlerinnen: Internationale Ensembles für Barockmusik, Dirigentinnen und Dirigenten sowie Gesangssolistinnen und -solisten Bregenzer Festspiele Art der Musik: Oper, klassische und moderne Musik Wo: Bregenz, Seebühne und Festspielhaus Wann: seit 1946, Juli und August Umfang: rund 50 Konzerte und über 200.000 Besucherinnen und Besucher Besonderheiten: größte Seebühne der Welt Künstler und Künstlerinnen: Wiener Symphoniker, Symphonieorchester Vorarlberg, Solistinnen und Solisten Das kannst du jetzt • über unterschiedliche regionale, nationale und internationale Festivals und Konzertveranstaltungen berichten • über die stilistische und kulturelle Vielfalt in Österreichs Musiklandschaft berichten • ein Lied von ABBA singen 10 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Repeat – eine kleine Wiederholung In diesem Kapitel kannst du dein Wissen aus den Bereichen Tonhöhe und Musikkunde auffrischen. Noten-Checker: Linien- und Zwischenraumnoten schnell erfassen • Wiederholt (mit Merksprüchen) die Notenpositionen im Violin- und Bass-Schlüssel, indem ihr eure Finger als Ersatz für Linien und Zwischenräume verwendet. Violinschlüssel Linien: e1-g1-h1-d2-f2 Zwischenräume: f1-a1-c2-e2 Bass-Schlüssel Linien: G-H-d-f-a Zwischenräume: A-c-e-g Noten-Checker: Kreuz und Be Ihr habt die Versetzungszeichen Kreuz (♯), Be (♭) und Auflösungszeichen (♮) sicherlich in Erinnerung behalten: Das ♯ (engl. sharp) erhöht den Ton um einen Halbton. Der Notenname wird durch die Silbe „-is“ ergänzt. Das ♭ (engl. flat) macht einen Ton um einen Halbton tiefer. Die Töne c, d, f, g erhalten die Silbe „-es“ als Anhängsel. Aus h wird b, aus e wird es und aus a wird as. Das ♮ (engl. natural sign) hebt die Wirkung von ♯ und ♭ auf. • Benennt reihum folgende Noten richtig. • Steigert bei wiederholten Durchgängen das Tempo. AUFGABE B A A A A A A A AUFGABE 41 42 43 44 45 46 81 82 1. 83 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 2 16 8 4 c C 48 85 86 87 88 2. 89 116 126 136 146 156 166 22    1.+2.                           p  pp ppp pppp   f ff  fff  ffff  mp  m mf  sf  sfz  sffz  s z              gliss.           3                              41 42 43 44 45 46 81 82 1. 83 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 2 16 8 4 c C 48 85 86 87 88 2. 89 116 126 136 146 156 166 22    1.+2.                           p  pp ppp pppp   f ff  fff  ffff  mp  m mf  sf  sfz  sffz  s z              gliss.           3                              01-06 Noten-Checker: Kreuz und Be Die nummern der NBs ergeben sich aus Kapitel + Seite des MS Das [#] Das [b]                                                                                                             11 Lernpfad:Tonhöhe 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Das Tonsystem im Überblick • Tragt in der Grafik unten zuerst die Namen aller Stammtöne und danach die Namen der alterierten Noten (Kreuz- und Be-Noten) ein. • Ergänzt jetzt die Noten im 5-Linien-System. • Findet anhand der Pfeile in der Grafik heraus, was die Begriffe chromatisch und diatonisch bedeuten und ergänzt im folgenden Satz die fehlenden Begriffe. Eine chromatische Tonleiter besteht ausschließlich aus , in einer diatonischen Tonleiter kommen - und vor. • Benennt im folgenden Ausschnitt von Rise like a Phoenix alle Noten richtig. Zeigt die Noten auf der Übungsklaviatur im Umschlag hinten mit und probiert danach, sie auf einem Klavier oder Keyboard zu spielen. • Probiert dasselbe bei anderen Stücken in diesem Buch. Das kannst du jetzt • Noten im Violin- und Bass-Schlüssel lesen und benennen • Noten mit Vorzeichen richtig benennen NB 012 44      From the fad ing - light I fly rise like a phoe nix - out of the ash es - seek ing -      ra ther - than venge ance. - Re tri - bu - tion - you were      warned. Once I’m trans 3 formed. - Once I’m re 3 born. -                                    57 a' g' h' c'' d'' e f' e' d' c' f g a h zweige eingestrichene Oktave e Oktave Kreuz B cis des c T&M: Julian Maas, Charlie Mason, Joey Patulka und Alexander Zuckowski es as b chromatisch diatonisch AUFGABE A A A A A A A 12 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Der Rhythmus-Check Ihr habt in den letzten drei Schuljahren bereits fast alles über Takt und Rhythmus kennengelernt und könnt Rhythmen erfinden, notierte Rhythmen erarbeiten und vorspielen, Lieder rhythmisch erarbeiten und sogar einfache Rock-Grooves am Drum-Set spielen. Weiß ich’s noch, kann ich’s noch? • Wiederholt gemeinsam die folgenden Notenwerte und Body-Percussion-Klänge: Trifacher Dieses Stück beginnt einfach, aber Taktwechsel und schwierige Rhythmen werden euch sicherlich herausfordern. • Erarbeitet gruppenweise jede Zeile. Beginnt in einem langsamen Tempo. Lasst immer den Click durchgehen. Er hält das Stück zusammen. Fügt dann das Stück zusammen. • Steigert das Tempo und wechselt die Stimmgruppen. • Spielt das Stück nun mit Schlaginstrumenten eurer Wahl oder mit den Händen auf den Sesseln. Notiert euch dazu auch Handsätze. Das kannst du jetzt • die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Rhythmus erklären und beschreiben • ein Stück mit Taktwechseln spielen AUFGABE F Sitzkreis 01-08 Trifacher q = 100 Ferdinand Breitschopf Trifacher 7 e=e e=e 12 43 43 44 44 43 43 43 43 86 86 44 44 43 43  f  f  p  mf   p stampfen klatschen mf  f p ff  p f ff                                                             4 1-2 Rhythmus              NB 1-2 Rhythmus             4   NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus          4 NB 1-2 Rhythmus             4 NB 1-2 Rhythmus          4 T & M: Ferdinand Breitschopf 02-05 Lernpfad Rhythmus 2 3  1 44 2 3 4 1  + 2 + 3e+e4e+e                                           9 13 Lernpfad:Rhythmus 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Festivals, Konzerte, Live-Events Eurovision Song Contest Der Eurovison Song Contest (ESC) ist ein Fixpunkt im Laufe des Musikjahres. Kaum eine andere Musikveranstaltung polarisiert mehr als dieses alljährliche Länder-Match der Lieder. Seine Bedeutung erkennt man auch daran, dass in der Pausenshow international bekannte Künstlerinnen und Künstler wie etwa Justin Timberlake auftreten, der 2016 beim ESC-Finale seinen Hit Can’t stop the feeling erstmal dem Weltpublikum vorstellte. Flop und Top Bewertet wird beim Song Contest durch eine Fach-Jury und das Fernsehpublikum. Dabei wird in jedem Land eine Jury zusammengestellt, welche die Lieder anhand eines Punkteschlüssels bewertet. Danach finalisiert das Publikum das Ergebnis per Telefon- oder SMS-Voting. Hier könnt ihr euren Siegersong selbst bestimmen. • Recherchiert die beliebtesten fünf Lieder des letzten ESC im Internet und tragt sie in die Tabelle ein. • Schaut euch die Auftritte an und tragt eure individuellen Wahrnehmungen in die Tabelle ein. • Bewertet danach einzeln alle Lieder mit dem Punkteschlüssel 12-10-8-6-5. Zählt die Punkte in der Klasse zusammen und findet eure Gewinnerin oder euren Gewinner heraus. Titel Anzahl der Sängerinnen/Sänger Stil musikalische Besonderheiten Bühnenshow meine Punktewertung Klassenwertung A A A A A A A AUFGABE 14 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Siegersongs einst und heute Ein wesentlicher Teil des Erfolgs beim ESC ist die Bühnenshow. Sie kann viel zum Erfolg eines Liedes beitragen. Aber auch Songs, die praktisch ohne Show auskommen, sind unter den Siegern zu finden. • Vergleicht in Videos die Bühnenshow von Liedern aus den 1960er Jahren mit heutigen. Der ESC ist stets für Überraschungen gut. Immer wieder gewannen Titel, deren Stile musikalisch nicht im Trend lagen. So feierte 1982 Nicole mit der simplen, kinderliedähnlichen Ballade Ein bisschen Frieden oder 2017 Salvador Sobral mit Amar Pelos Dois, einer unkonventionellen Ballade im 3/4-Takt, den Sieg. • Besprecht gemeinsam, was das Siegerlied von 2017 von gängigen Popsongs unterscheidet. Österreich, das seit 1956 fast immer beim ESC vertreten war, konnte dreimal gewinnen. 1966 gewann Udo Jürgens mit Merci Chérie und 2014 Conchita Wurst mit Rise like a phoenix. An diesem Siegerlied kann man erkennen, dass der Song Contest auch immer wieder gesellschaftspolitische Zeichen setzen konnte. Ihr Sieg galt damals wie heute als Signal für Toleranz und gegen Diskriminierung. Ähnliches gilt auch für den Sieg von JJ (Johannes Pietsch) 2025, der mit seiner atemberaubend hohen Falsettstimme Fachjury und Publikum überzeugte. Eurovision Song Contest Der Eurovision Song Contest fand 1956 zum ersten Mal statt und hieß ursprünglich Grand Prix Eurovision de la Chanson. Die Veran- staltung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) hat sich zur größten Musikveranstaltung der Welt entwickelt. Im Laufe der Geschichte haben mehr als 50 unterschiedliche Nationen am ESC teilgenommen, teilweise auch nicht- europäische Länder wie Israel oder Marokko. Seit 2001 nimmt sogar Australien teil. Der ESC wird in vielen Ländern der Erde live über- tragen und jährlich von mehr als 200 Millionen Zuschauern gesehen und gehört. Von 1977 bis 1998 musste beim ESC in der Landessprache gesungen werden. Diese Regelung wurde als wettbewerbsverzerrend empfunden. Heute kann die Sprache frei gewählt werden. Obwohl das künst- lerische Niveau oft infrage gestellt wird und immer wieder politische Zusammenhänge, Sympathien und geschicktes Marketing bei der Bewertung eine größere Rolle zu spielen scheinen als die Musik selbst, entsprangen dem ESC doch viele Welthits, wie z.B. Volare, Puppet on a String, Waterloo, Save your kisses for me, Gente di Mare und Euphoria. Durch den ESC wurden auch internationale Karrieren gestartet, z.B. von ABBA, France Gall, Julio Iglesias, Celine Dion, Lena Meyer-Landrut oder Conchita Wurst. WISSEN A A A A A A A AUFGABE Salvador Sobral beim ESC B À 2 Udo Jürgens beim ESC Conchita Wurst beim ESC Das kannst du jetzt • über die Geschichte des Eurovision Song Contest berichten • einige Merkmale des Eurovision Song Contest nennen JJ (Johannes Pietsch) hat den ESC 2025 für Österreich gewonnen 15 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Let’s get loud – Singen mit Mikrofon Starten mit Schwung • Hebt die Arme über den Kopf und atmet dabei durch die Nase tief in den Bauch. Lasst dann Arme und Oberkörper mit Schwung nach vorne fallen und atmet dabei durch den Mund hörbar auf „f“ oder „sch“ aus. Wiederholt diese Übung einige Male. Bleibt am Ende vornübergebeugt, lockert den hängenden Kopf und die hängenden Arme aus und richtet euch dann mit lockeren Knien vom Becken ausgehend Wirbel für Wirbel auf. • Stellt euch vor, ihr öffnet und schließt einen Wasserhahn. Dreht am Griff und macht das kräftig fließende Wasser mit einem „Sch“ hörbar. Schließt den Griff mit einem kurzen, abspannenden „A“. Beim „A“ löst ihr deutlich sichtbar die Bauch- und Kieferspannung. Wiederholt das Öffnen und Schließen des Hahns einige Male. • Richtet euch zum Abschluss gut auf und lasst allen Stress und alle Anspannung vom Kopf über die Schultern, den Oberkörper, die Beine und Füße abfließen, wie das Wasser aus einer Badewanne. Eingrooven • Singt folgende Grundübung, um euch einzugrooven. Schnipst dabei auf die Taktzeiten 2 und 4. Singt die Übung nach einigen Wiederholungen wie angegeben einen Ganzton höher. Am Mikrofon • Verwendet ein Mikrofon und schließt es an einen Verstärker mit mittlerer Lautstärke an. • Sprecht reihum den Satz „Let´s get loud“ unterschiedlich kräftig ins Mikrofon. Findet heraus, wie nah ihr das Mikrofon halten müsst, wenn ihr leise sprecht, und wie weit weg ihr sein könnt, wenn ihr laut sprecht. • Sprecht oder singt in das Mikrofon und bewegt dabei den Kopf nach rechts und links und beobachtet, wann ihr nicht mehr gut hörbar seid. • Beobachtet, wie sich die Bassfrequenzen verstärken, wenn ihr näher am Mikrofon singt oder sprecht. AUFGABE F Stehkreis AUFGABE F Stehkreis Mikrofon Je nach der Art, wie der Schall vom Mikrofon umgewandelt wird, unterscheidet man dynamische Mikro- fone und Kondensatormikrofone. Dynamische Mikrofone werden meist auf der Bühne verwendet. Kondensatormikrofone sind etwas sensibler und finden daher hauptsächlich im Studio Verwendung. dynamisches Mikrofon Kondensatormikrofon Nierencharakteristik Unabhängig von der Art der Schallumwandlung variiert der Bereich vor dem Mikrofon, aus dem aufgenommen wird. Für Gesang auf der Bühne kommen meist Mikrofone mit Nierencharakteristik zum Einsatz. Hierbei wird ausschließlich der Schall direkt vor dem Mikrofon aufgenommen, der Schall aus anderen Richtungen wird nicht erfasst. WISSEN NB 1-Seite 16      44     Du dab, - du da, - du dab, - du dab. -   Du dab, - du da, - du dab, - du dab. -                         54 0° -5dB -10dB -15dB -20dB -25dB 90° 270° 180° 16 Lernpfad:Stimme 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Let’s get loud T & M: Gloria Estefan, Kike Santander • Probt das Lied zuerst gemeinsam ohne Mikrofon. • Beim Singen mit Mikrofon ist ein gleichmäßiger Stimmfluss wichtig. Sprecht den Text von Let´s get loud möglichst gleichmäßig fließend. Die Konsonanten werden dabei eher sanft ausgesprochen, damit keine störenden „Pop“-Geräusche entstehen. • Verteilt unterschiedliche Abschnitte auf einzelne Schülerinnen und Schüler. Singt das Lied dann mit zwei Mikrofonen, wobei sich die Sängerinnen und Sänger immer abwechseln. Das kannst du jetzt • Gesangsmikrofone entsprechend ihrer Funktionsweise einsetzen • mit Mikrofon singen LIED À 3 A A A A A A A Refrain 01-12 Let’s get loud Musik und Text: Gloria Estefan, Kike Santander   Strophe   c     Let’s G7 get loud, C‹ let’s F‹ get loud, G7 F‹ turn G7 the mu C‹ -sic up, let’s do F‹ it, come     G7 on peo-ple. Let’s F‹ get G7 loud, C‹ let’s F‹ get loud, G7 F‹ turn G7 the     mu C‹ -sic up to hear F‹ that sound. G7 Let’s F‹ get G7 loud, C‹ let’s F‹ get loud,     G7 F‹ ain’t G7 no bo C‹ - - dy got - ta tell F‹ ya what G7 you got - ta do. F‹Fine     1. If 2. Life’s G7 you a wan par C‹ na ty, - - live make your it hot, life, F‹ live dance G7 it don’t all ev the -er way stop F‹ and what don’t ev G7 - you - er rhy waste C‹ it. -thm. F‹     F‹ Ev’ Ev’ G7 ry ry - - fee mi C‹ ling nute - - ev’ ev’ ry ry - - beat day F‹ can take be G7 so them ve all ry the - sweet, way F‹ you you got got G7 ta ta - - taste live C‹ it. ’em. F‹     G7 F‹ G7 C‹ You got-ta do F‹ it. G7 F‹ G7 C‹ You got-ta prove F‹ it.     G7 F‹ G7 C‹ You got-ta do F‹ it. G7 F‹ G7 C‹ You got-ta prove F‹ it. D. C. al Fine G7 F‹                                                                                              5 4 7 10 16 20 24 Interpretin: Jennifer Lopez 17 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Festivals, Konzerte, Live-Events Musik als geistiges Eigentum Musik ist ein schützenswertes Gut. Um sie zu erfinden, braucht man Können und Kreativität. Komponistinnen und Komponisten sowie Autorinnen und Autoren werden als Urheberinnen und Urheber bezeichnet. Da es sich um deren „geistiges Eigentum“ handelt, müssen sie auch alle Möglichkeiten haben zu bestimmen, wie ihre Musik, ihre Texte oder ihre Filme verwendet oder verkauft werden dürfen. Auch die Frage, ob ihre Komposition jemand anderer bearbeiten und beispielsweise eine Coverversion herausbringen darf, müssen die Urheberinnen und Urheber bestimmen können. Um diese Dinge zu regeln, wurde ein Gesetz geschaffen: das Urheberrechtsgesetz. Urheber- und Nutzerrechte Damit Urheberinnen und Urheber auch von ihrer Arbeit leben können, muss ihnen dort, wo mit ihren Werken Geld verdient wird, auch ein Teil der Einnahmen zukommen. • Überlegt, wo im alltäglichen Leben Musik erklingt und wie damit Geld verdient wird. • Listet zusätzlich alle Formen der Musikbeschaffung, die euch bekannt und zugänglich sind, auf. • Fasst eure Überlegungen auf einem Blatt Papier zusammen und präsentiert abschließend eure Ergebnisse. • Überlege, welche Aussagen du für richtig oder falsch hältst. • Diskutiert im Klassenverband eure Ansichten und tragt die richtigen Lösungen ein. • Klärt gemeinsam die Unterschiede zwischen Streaming und Download. Das kannst du jetzt • nachvollziehen, dass Musik als geistiges Eigentum schützenswert ist • den Zusammenhang von Musikschaffen und Wertschöpfung verstehen • die wichtigsten Grundregeln des persönlichen Umgangs mit Musikfiles erläutern AUFGABE C 4 AKM und Austromechana Für Urheberinnen und Urheber ist es praktisch unmöglich, die Rechte an der Verwendung ihrer Musik, ihrer Texte oder ihrer Filme selbst wahrzunehmen. Aus diesem Grund wurden Urheberrechtsgesellschaften ins Leben gerufen, die sich ausschließlich um die weltweite Wahrnehmung von Rechten und um die dadurch entstehenden Einnahmen kümmern. In Österreich gibt es mehrere Verwertungsgesellschaften. Für Musik sind die AKM (für Konzerte, Radio und Fernsehen) und die Austromechana (für CDs, DVDs und Internet) die wichtigsten. WISSEN A richtig falsch Urheberinnen und Urhebern steht für jede Aufführung/Radioausstrahlung/Fernsehausstrahlung/Verkauf auf CD bzw. im online-store eine Abgeltung in Form von Tantiemen zu. Ich darf Musikstücke anderer ohne deren Einwilligung ins Internet stellen. Musik und Filme im Internet sind prinzipiell gratis. Ich kann Musikstücke anderer ohne deren Einwilligung für ein selbstgedrehtes Video verwenden und auf YouTube stellen. Ich darf Musik in einem online-shop kaufen und sie meinen Freunden weitergeben. Ich darf selbst gekaufte Musikstücke weiterverkaufen. Ich darf CDs für den privaten Gebrauch kopieren. Ich darf Musik von YouTube herunterladen und sie dann offline verwenden. A A A A A A A 18 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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