125 2 SCHRIFTLICHE KOMPETENZ 1 MÜNDLICHE KOMPETENZ 3 TEXTKOMPETENZ 4 LITERARISCHE BILDUNG 6 SPRACHLABOR 5 MEDIALE BILDUNG VIEL | SEITIG 6 d) Überlege, ob es Möglichkeiten gibt, ein solches Figurengedicht auch mündlich umzusetzen. • Bildet Gruppen zu maximal fünf Personen und einigt euch auf eines. • Werdet kreativ: Überlegt gemeinsam, wie ihr den Text so vertonen könntet, dass die Form hörbar wird. • Übt das Vortragen, bevor ihr eure Version aufnehmt bzw. der Klasse präsentiert. Merkenswertes Bei den beiden abgebildeten Gedichten handelt es sich um Figurengedichte. Diese kreative Gedichtform, bei der die Textgestaltung einen Gegenstand nachbildet, war im Barock sehr beliebt. Figurengedichte leben von der Visualierung. Sie sind ein Spiel zwischen Form und Inhalt. Mit Gestaltung und Sprache experimentiert auch die Konkrete Poesie, die insbesondere in den 1950er Jahren ihren Aufschwung erlebt. Nicht nur Gedichte – wie das Sonett und das Figurengedicht – zeichnen die Epoche des Barock aus. Aus dieser Zeit stammen auch berühmte Romane, wie Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch von Hans Jakob von Grimmelshausen. Mehr darüber erfährst du im Literaturlexikon unter „Gattungen: Entstehung, Vertreterinnen/Vertreter, Textsorten“. Kunstschaffende im Barock haben versucht, ihr Erleben der Vergänglichkeit und Lebenslust in Bildern und Texten umzusetzen. Zahlreiche Gemälde aus dieser Zeit findet man heute in Museen. Gestaltet als Klasse ein eigenes Museum der Vergänglichkeit und Lebensfreude. Die Exponate21, die dafür entstehen, sollen Ausdruck eines modernen Vanitas- und Carpe-Diem-Gedankens sein. a) Erstelle zwei zusammengehörende Exponate (Bild und Text) für euer Museum: • Mache dir zunächst, ausgehend von den Inhalten des Barock, Gedanken dazu, was Vanitas und Carpe Diem für dich in Bezug auf die heutige Zeit bedeuten. • Gestalte ein Bild. Das kann eine Fotografie eines modernen Stilllebens, eine (digitale) Collage, eine Zeichnung oder Ähnliches sein. • Verfasse einen Text zu deinem Bild. Lass dich dabei von den beliebten Barock- Formen inspirieren (Sonett, Figurengedicht, …). Achte unbedingt auf einen klar erkennbaren Zusammenhang zwischen Bild und Text. b) Die Bilder und Texte werden danach in der Klasse (oder digital) wie in einem Museum ausgestellt. • Betrachte die Exponate deiner Mitschülerinnen und Mitschüler eingehend. Versuche zu erkennen, welcher zentrale Gedanke sie bei der Erstellung von Bild und Text bewegt hat. • Hinterlasse bei fünf Exponaten eine positiv formulierte und begründete Kritik. c) Tauscht euch im Anschluss im Plenum über Herausforderungen, Auffälligkeiten und Gemeinsamkeiten aus. S. 201 A 43 21 Ausstellungs-, Museumsstück Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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