50 VIEL | SEITIG 6 Schreibauftrag: Schreibe eine Zusammenfassung. Thema: Inklusion21 am Arbeitsmarkt Situation: Für ein Projekt zum Thema Arbeitsmarkt recherchierst du im Internet und stößt dabei auf einen interessanten Beitrag zum Thema Inklusion in der Arbeitswelt, den du für deine weitere Arbeit kurz zusammenfasst. Lies den Bericht „Warum Inklusion in der Arbeitswelt wichtig ist“ (Textbeilage), erschienen am 17. Juni 2021 in der Online-Ausgabe der Tageszeitung Salzburger Nachrichten. Schreibe nun eine Zusammenfassung und bearbeite dabei die folgenden Arbeitsaufträge: • Nenne Informationen zu den Themen Chancengleichheit und Beschäftigungspflicht. • Beschreibe die im Text angesprochenen Vorbehalte und Initiativen dagegen. • Erkläre wie das Unternehmen GWS zu einem selbstbestimmten Leben der beeinträchtigten Arbeitskräfte beiträgt. Schreibe zwischen 270 und 330 Wörter. Markiere Absätze mittels Leerzeilen. Textbeilage Arbeitswelt Warum Inklusion in der Arbeitswelt wichtig ist Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Teilhabe im Berufsleben. Das verhindern oft die vielen Mythen, die es zum Thema Inklusion gibt. red. | 17.06.2021 Auf YouTube findet sich ein Video der Lebenshilfe, es bringt das Dilemma vieler Menschen mit Behinderungen auf den Punkt. Darin erzählt Mario seine Geschichte. Er ist 32, Gärtner, nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt, sondern in einer Werkstatt, weil er eine Lernschwäche hat, mit der er als arbeitsunfähig gilt. In der Werkstatt bezieht er für seine Arbeit keinen Lohn, sondern Taschengeld. Das ist gesetzlich so vorgesehen. Mitversichert ist der 32-Jährige bei seinen Eltern, er hat keine eigene Sozial- und Pensionsversicherung. Alle paar Jahre muss er sich von verschiedenen Stellen auf seine Berufsfähigkeit beziehungsweise Berufsunfähigkeit hin „begutachten“ lassen. Mit seinem Taschengeld kann Mario sich keinen Urlaub leisten. Chancengleichheit herstellen Personen wie Mario werden vom Gesetz her wie Kinder behandelt. Weil das menschenunwürdig ist, haben Vertreter und Vertreterinnen der Lebenshilfen und des Österreichischen Behindertenrats anlässlich des Tages der Inklusion am 5. Mai ihre Forderungen nach einem inklusiven, durchlässigen Arbeitsmarkt und fairer Entlohnung an [den] Bundeskanzler […] übergeben. Dabei geht es vor allem darum, die Sozialversicherung an die Erwerbsarbeit zu knüpfen. Nur mit einer kollektivvertraglichen Entlohnung sei es möglich, Durchlässigkeit und Chancengleichheit herzustellen, wird argumentiert. Viele Unternehmen kaufen sich frei Menschen mit Behinderungen können auf dem ersten, dem regulären Arbeitsmarkt unterkommen oder auf dem zweiten, die Arbeitsplätze dort wurden in der Regel über Förderungen der öffentlichen Hand geschaffen. Das sind einerseits integrative Betriebe, von denen es acht in Österreich gibt, der größte, GWS – Geschützte Werkstätten Integrative Betriebe, ist in Salzburg. In allen integrativen Betrieben zusammen arbeiten 3000 Menschen, drei Viertel haben eine nach österreichischem Gesetz geregelte Beeinträchtigung. Die Bezahlung erfolgt nach Kollektivvertrag. Die dritte Möglichkeit sind BeschäftiA 17 21 Einschluss bzw. das Miteinbeziehen anderer – bezieht sich meist auf ausgeschlossene/ vernachlässigte Gruppen/ Minderheiten Auch Menschen mit Beeinträchtigung wollen am Arbeitsleben teilnehmen. 1 5 10 15 20 25 30 35 40 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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