93 2 SCHRIFTLICHE KOMPETENZ 1 MÜNDLICHE KOMPETENZ 3 TEXTKOMPETENZ 4 LITERARISCHE BILDUNG 6 SPRACHLABOR 5 MEDIALE BILDUNG VIEL | SEITIG 6 nun von drei Robotern unterstützt, welche eigenständig Regale befüllen, den Fahrstuhl benutzen und die Bücher von der Ausleihe in den Lesesaal zurückbringen. „Das funktioniert wunderbar“, erklärt Harri Annala, einer der Bibliothekare im Oodi. „Die Roboter fahren zwischen den Besuchern und Besucherinnen hindurch und das ist gewollt. Die Menschen sollen sich an die Technik gewöhnen. Roboter werden in Zukunft einen großen Teil unseres Lebens ausmachen. Und die Leute mögen sie. Ich sehe oft, wie ein Lächeln über ihr Gesicht huscht, wenn Veera, Tatu oder Patu ihren Weg kreuzen.“ Ja, die Roboter haben Namen, das macht sie unterscheidbarer. Und auch bei der Namensfindung war die Stadtgesellschaft von Helsinki involviert. Auf den Aufruf der Bibliothek gab es 250 Einsendungen mit Vorschlägen. Gewonnen hat die Idee eines 10-jährigen Mädchens. Sie schlug die Helden und Heldinnen ihrer liebsten Kinderbücher vor: Veera, Tatu und Patu. Lernort der Zukunft: die Bibliothek der Dinge Mit der Vielfalt seiner Angebote hat das Oodi neue Standards für Bibliotheken gesetzt. Früher ging es in einer Bibliothek um den gleichberechtigten Zugang zum Wissen für alle in Form von Büchern und Zeitschriften. Diese Funktion haben heute Smartphones übernommen. Was eine Bibliothek heute und in Zukunft leisten soll, ist, einen physischen Raum zu bieten, der als Plattform dient für menschliche Interaktion – für Diskussionen, für Lernen, für Lesen. Bekannt ist das Prinzip auch als Bibliothek der Dinge. So manche Bibliothek in Deutschland folgt bereits diesem Prinzip: in Dresden beispielsweise kann man Instrumente oder eine Slackline ausleihen, in Berlin Kunstwerke, in Lüneburg VR-Brillen und in Halle gleich ein Heimplanetarium. Die Idee dahinter: Dinge kostenlos ausleihen, ausprobieren und benutzen, statt sie zu kaufen und später wegzuwerfen. Kostenlos ein E-Auto mieten – mit dem finnischen Bibliotheksausweis So radikal wie Finnland aber hat noch niemand sein Bibliothekskonzept gedacht – 36 Bibliotheken gibt es insgesamt in Helsinki, mehr als 800 im ganzen Land. Und jede Bibliothek hat ihre Besonderheit – in Turku beispielsweise kann man sogar E-Autos ausleihen. Doch egal, ob E-Auto, Musikstudio oder 3D-Drucker – alles ist kostenlos, dank der finnischen Bibliothekskarte. Auch die gibt es für alle Finnen und Finninnen kostenlos und damit können sie alle Bibliotheken im gesamten Land benutzen. Bezahlt werden muss lediglich das Material. Wer eine Nähmaschine, ein Tonstudio oder einen Plotter benutzen will, mietet einen Zeitslot im Vorfeld übers Internet. Schnell sein, heißt oft die Devise, denn die Ton- und Fotostudios sind oft wochenlang vorher ausgebucht. [...] https://www.mdr.de/wissen/bibliothek-helsinki-finnlandoodi-ort-fuer-alle100.html (gekürzt; abgerufen am 27.03.2025) Hell und weit präsentiert sich die Oodi Bibliothek. b) Nimm ein Foto deiner Schulbibliothek oder einer öffentlichen Bücherei auf und vergleiche das Bild mit der Oodi Bibliothek in Helsinki. c) Stellt in Kleingruppen Überlegungen an, wie eure/eine Schulbibliothek mit einigen wenigen Veränderungen moderner und ansprechender gestaltet werden könnte. 55 60 65 70 75 80 85 95 100 105 110 115 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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