147 2 SCHRIFTLICHE KOMPETENZ 1 MÜNDLICHE KOMPETENZ 3 TEXTKOMPETENZ 4 LITERARISCHE BILDUNG 6 SPRACHLABOR 5 MEDIALE BILDUNG VIEL | SEITIG 6 Lies die beiden Zeitungstexte. a) Mache dir während und nach der Lektüre zu den folgenden Punkten Notizen: • Wer könnte das Zielpublikum dieses Berichts sein? • Hast du eine Idee, welche Zeitung den Text veröffentlicht haben könnte? • Welche Merkmale haben dir beim Beantworten der ersten beiden Fragen geholfen? Kuss-Skandal: FIFA sperrt Rubiales – er gibt nicht auf Krisensitzung, Teamspieler tritt aus Protest ab Madrid. Nächste Eskalationsstufe im Skandal um den spanischen Fußball-Verbandspräsidenten Luis Rubiales (46), der Kapitänin Jennifer Hermoso nach dem WM-Gewinn auf den Mund geküsst hat. Am Samstag wurde der SkandalBoss von der FIFA für 90 Tage gesperrt. Zudem treten aus Solidarität mit Hermoso fast das gesamte spanische Frauen-Trainerteam, sowie Nationalspieler Borja Iglesias zurück. Frauen im ganzen Land protestieren. Unglaublich: Rubiales weigert sich, zurückzutreten. Auf einer heutigen Krisensitzung solle er noch Rückendeckung vom Verband bekommen. House of Rubiales: Spaniens Fußballboss hat mehr Gegner als Freunde Luis Rubiales kämpft weiter um seinen Posten als Verbandschef. Nun kritisieren selbst langjährige Alliierte den Übergriff auf Jennifer Hermoso Von Martin Schauhuber | 27.08.2023 Eine Woche ist vergangen, seit sich Luis Rubiales demaskierte. Der Chef des spanischen Fußballverbands RFEF küsste die Weltmeisterin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung gegen ihren Willen auf den Mund, seither kämpft er um sein politisches Überleben – und bekommt dabei immer mehr Gegenwind. Die wichtigsten Akteurinnen und Akteure: Luis Rubiales scheint die Tragweite seines Übergriffs nicht so richtig einzusehen – oder nicht einsehen zu wollen. Mag sein, dass das auch abfindungsrechtliche Gründe hat, doch der 46-Jährige beharrt auf seinem Lieblingssatz, den er bei einer Rede vor der außerordentlichen Verbands-Generalversammlung gleich fünfmal äußerte: „Ich werde nicht zurücktreten!“ Jennifer Hermoso hat Rubiales’ Märchen vom „einvernehmlichen“ Kuss längst zerlegt. Sie schrieb in einer Erklärung, sie habe sich als „Opfer eines Übergriffs“ gefühlt. Die Rede des Präsidenten sei „Teil der manipulativen Kultur, die er selbst geschaffen hat“. Jorge Vilda verdankt Rubiales seinen Job. Als 15 Spielerinnen gegen den Teamchef rebellierten, hielt ihm der Präsident die Stange. Vilda revanchierte sich mit fleißigem Applaus bei der Rede vor der Generalversammlung – am Samstag ruderte aber auch er zurück. Er bedaure, dass Rubiales’ „unangemessenes Verhalten“ den Erfolg des Teams beeinträchtigt, erklärte Vilda. Der RFEF erweist dem Noch-Präsidenten Nibelungentreue. Nachdem der Verband Hermoso anfangs ein entschärfendes Statement andichtete, kündigte ein Sprecher am Freitag an, „rechtliche Schritte einzuleiten, um die Ehre des Präsidenten zu verteidigen“. Am Montag folgt die nächste Krisensitzung. A 8 Tageszeitung Österreich, 28.80.2023, S. 18. 1 5 10 15 1 5 10 15 20 25 30 35 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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