154 VIEL | SEITIG 6 Mitteräcker: Aus verschiedenen Gründen hat die Gesellschaft dem Journalismus viele Extraregelungen zugebilligt, damit sind wir beim Kollektivvertrag. Gleichzeitig muss man auch darauf achten, dass der ökonomische Betrieb möglich ist. Ich muss als verantwortungsvoller Verleger beides im Auge haben. Wochenzeitung Falter 42/2023, 17.10.2023, S. 22–23. Infobox „Das Redaktionsstatut stellt die Unabhängigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Freiheit der journalistischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer redaktionellen Arbeit sicher. Die Einhaltung des Redaktionsstatuts überwacht der Redaktionsrat.“ https://der.orf.at/unternehmen/leitbild-werte/redaktionsstatut/index.html (abgerufen am 23.04.2025) [Anm.: Mittlerweile verfügt Der Standard über ein Redaktionsstatut.] a) Benenne das Thema. b) Nenne den Namen der interviewten Person und erkläre, warum sie befragt wird. c) Erläutere die inhaltliche Vorgehensweise der Interviewerin. d) Untersuche den formalen Aufbau des publizierten13 Textes. Glosse: sich pointiert positionieren Lies die Glosse „Wortkunde“: Gratiszeitung. Nachdem du den Artikel gelesen hast, bearbeite die nachfolgenden Aufgabenstellungen. Glosse „Wortkunde“: Gratiszeitung Ob sie nur nichts kosten oder gar umsonst sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Von flu | 19.02.2017 Wir möchten nicht hochnäsig erscheinen, aber wir müssen über einen Begriff reden, der uns ein wenig betrifft. Es geht um Gratiszeitungen. Diese sind sogenannte Mitbewerber. So sagt man heute, weil irgendwer das Wort Konkurrent als zu kriegstreiberisch empfand. Was sind Gratiszeitungen? Es sind Zeitungen, die nichts kosten. Österreich, das Land, hat mehrere solcher Hefte, viele davon sind Bezirks- oder Stadtzeitungen, mitunter verdiente Blätter. Die zwei bekanntesten heißen „Österreich“ und „Heute“. Neu sind beide nicht, und da ist nicht nur das gestrige „Heute“ gemeint, sondern das Phänomen der Gratiszeitung als solches. 1906 soll das erste derartige Periodikum14 in Australien erschienen sein. Auch in Österreich, dem Land, sind derlei Blätter nicht neu. Aber früher gab es die Gratiszeitung nur am Wochenende, wo hingegen „Österreich“, die Zeitung, und „Heute“, heutzutage immer gratis sind. Ob sie nur nichts kosten oder gar umsonst sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Gut, das korrekte Datum findet sich fast immer in diesen Blättern, und das ist nicht nichts, das muss man neidlos zugeben. Doch anerkennt man seriöse Information als Währung des Alltags, kommt man als Leserin oder Leser sehr schnell auf der Sollseite zu liegen. Immerhin, die Kinder erfreuen sich dieser Hefte. Kindern im Vorschulalter gelten sie als beliebtes Bastelmaterial, wohlfeil, schön bunt, das freut die Kleinen. Sobald sie lesen können, sollte man sie aber von diesen Periodika14 fernhalten. Doch das gelingt nicht immer, das zeigt eine Studie. 115 120 13 veröffentlichten A 20 1 5 10 15 20 25 30 14 regelmäßig erscheinende Zeitung oder Zeitschrift Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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