viel|seitig 6, Schulbuch

164 VIEL | SEITIG 6 Kategorie Sterne Kommentar Anzahl der Autorinnen und Autoren Aufrufe pro Tag Verlinkungen Quellen b) Vergleiche die Anzahl deiner vergebenen Sterne für den Beitrag mit der tatsächlichen Punkteanzahl auf Wikibu. Stelle fest, ob du zu einem ähnlichen Ergebnis wie Wikibu gekommen bist. Falls nicht, überlege, woran das liegen könnte. 5c Medienwandel verstehen: Über den richtigen Umgang mit der digitalen Meinung Lies den Kommentar aus der Neuen Zürcher Zeitung. Bearbeite anschließend die dazugehörigen Aufgabenstellungen. In den sozialen Netzwerken wird scharf geschossen. Was zählt, ist die eigene Meinung. Wie konnte es so weit kommen? Elon Musk und Mark Zuckerberg öffnen die Schleusen: Auf ihren Plattformen darf nun alles gesagt werden. Für die demokratische Gesellschaft wird das zur Zerreissprobe. Von Martina Läubli, Peer Teuwsen, Linus Schöpfer, Frank Heer | 18.01.2025 Das Unglück der Menschheit rühre daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben könne, sagte einmal der französische Philosoph Blaise Pascal. Vielleicht gibt es aber noch ein grösseres Unglück: dass der Mensch so gerne urteilt und verurteilt, dass er mit Meinungen zu diesem und jenem nur so um sich wirft. Und dass man im Internet mit dieser Lust richtig viel Geld verdienen kann. Das ist sicher ein Grund, weshalb der Meta-CEO Mark Zuckerberg jüngst angekündigt hat, dass auf seinen Plattformen Facebook und Instagram künftig wieder alles gemeint werden darf. Der Trump-Intimus Elon Musk hat seine Plattform X ja bereits für die freistmögliche Meinungsäusserung freigegeben (derweil seine Algorithmen im Hintergrund arbeiten und gewissen Meinungen mehr Gehör verschaffen als anderen). Ob etwas den Fakten entspricht, wird bei Musk wie bei Zuckerberg nicht mehr kontrolliert. [...] Je schriller eine Meinung, desto mehr wird sie von der Software der Tech-Konzerne gefördert. Weil das Publikum dies offenbar so will – und die Firma so dank Werbeeinnahmen am meisten Geld verdienen kann. […] (PT.) Wo sagen wir uns die Meinung? Sokrates, der berühmte griechische Philosoph, war streitlustig und provokant. Er kritisierte die direkte Demokratie, verspottete die Religion und predigte wider den materiellen Wohlstand. Aber er sagte auch: „Ich weiss, dass ich nichts weiss.“ Trotzdem wurde er 399 v. Chr. wegen „Verderbens der Jugend“ und „Missachtung der Götter“ zum Tod verurteilt. A 34 1 5 10 15 20 25 30 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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