viel|seitig 6, Schulbuch

88 VIEL | SEITIG 6 3d Meine Lesebiografie: Lesemotivation und -interessen Jeder Mensch hat seine eigenen, ganz individuellen Erinnerungen an die ersten (vor) gelesenen Bücher, Texte oder Geschichten. Das kann etwa ein Bilderbuch, ein Märchen, eine Sage oder ein Kinderlexikon mit Erklärungen sein. Versuche dich in deine Kindheit zurückzuversetzen und dich an deine frühesten Leseerfahrungen zu erinnern. a) Schreibe zu jeder Etappe am Bild mindestens ein Buch, einen Text oder eine andere Leseerfahrung, an die du dich besonders gut erinnern kannst. Sei dabei so genau wie möglich. Natürlich sind Werke in allen Sprachen erlaubt – Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache. b) Teilt eure Leseerfahrungen im Klassenverband und seht, ob und in welcher Etappe des Lebens es Gemeinsamkeiten gibt. Lego ergo sum5? Lies Hermann Hesses Textausschnitt Über das Lesen und notiere unmittelbar nach dem Lesen deine ersten Gedanken und Assoziationen zum Text in Stichworten. Tipp Zum Lesen eignen sich die SQ3R-Methode oder das Lautlesetandem. Über das Lesen Die meisten Menschen verstehen nicht zu lesen, und die meisten wissen nicht recht, warum sie lesen. Die einen sehen das Lesen als einen größtenteils mühsamen, doch unumgänglichen Weg zur Bildung an, und sie werden denn auch mit allem Lesen höchstens gebildet. Die anderen halten die Lektüre für ein leichtes Vergnügen, mit dem man die Zeit totschlägt und wobei es im Grunde einerlei ist, was man lese, wenn es nur nicht langweilt. So liest denn der Herr Müller den Egmont von Göthe oder die Memoiren der Markgräfin von Bayreuth, weil er dadurch gebildeter zu werden und eine von den vielen Lücken auszufüllen hofft, die er in seinem Wissen fühlt. Daß er diese A 17 5 Ich lese, also bin ich. A 18 1 5 10 15 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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