Andrea Heinrich · Wilhelm Mich · Franz Pöschl · Michael Tötzl zielsicher Politische Bildung
zielsicher Politische Bildung, Schulbuch + E-Book Schulbuchnummer: 225364 zielsicher Politische Bildung, Schulbuch E-Book Solo Schulbuchnummer: 225365 Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung vom 3. April 2025, Geschäftszahl: 2024-0.746.442, gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für Berufsschulen im Unterrichtsgegenstand Politische Bildung geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines lernergebnis- und kompetenzorientierten Lehrplans mit Rahmencharakter verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Liebe Schülerin, lieber Schüler, Sie bekommen dieses Schulbuch von der Republik Österreich für Ihre Ausbildung. Bücher helfen nicht nur beim Lernen, sondern sind auch Freunde fürs Leben. Kopierverbot Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ Coverfoto: ÖBV Wien, Claudia Dießner 1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Redaktion: Mag. Sonja Stopper, Wien Herstellung: Claudia Dießner, Wien Umschlaggestaltung: SOFAROBOTNIK, München und Augsburg Layout: SOFAROBOTNIK, München und Augsburg Satz: Arnold & Domnick, Leipzig Druck: Morawa Lesezirkel GmbH, Wien ISBN 978-3-209-13689-3 (zielsicher PB SB + E-Book) ISBN 978-3-209-13690-9 (zielsicher PB SB E-Book Solo) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Andrea Heinrich Wilhelm Mich Franz Pöschl Michael Tötzl zielsicher Politische Bildung www.oebv.at Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Wie arbeite ich mit diesem Buch Für jedes Kapitel gibt es zwei bis vier Doppelseiten. Die ersten Doppelseiten dienen zum Erwerb von grundlegenden Kompetenzen. Die letzte Doppelseite enthält den Kompetenzcheck und praktische Übungen (zielsicher anwenden). Wem stimmen Sie zu? ● Marcus ● Arbeitnehmervertreter ● andere Meinung A 2. Berufsbild – Ausbildung im Betrieb Blitzlicht Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich schon gemacht? Wie Sie bereits wissen, erfolgt die Lehrausbildung in Österreich einerseits im Betrieb und andererseits in der Berufsschule. Für jeden Lehrberuf gibt es Ausbildungsvorschriften und eine Prüfungsordnung. Diese werden in Form von Verordnungen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft herausgegeben. Das Berufsbild und das Berufsprofil sind die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb. Recherchieren Sie im Internet (www.bmb.gv.at), wofür Berufsbild bzw. Berufsprofil stehen. Berufsbild: Berufsprofil: Die ausbildenden Unternehmen müssen das Berufsbild gemäß den in den Ausbildungsvorschriften festgelegten Zeiträumen vermitteln. Recherchieren Sie für Ihren Lehrberuf das Datum der jeweils gültigen Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung (www.bmb.gv.at). Erstellen Sie eine Powerpoint-Präsentation dazu. Duale Ausbildung Lehrbetrieb Berufsschule Berufsbild Lehrplan Ausbildung: Ausbildungs- grundlage: 014 MK 015 MK Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der ausgebildete Lehrling befähigt werden, bestimmte Tätigkeiten fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich auszuführen. Notieren Sie zwei Tätigkeiten, die Sie in Ihrem Lehrbetrieb selbständig und fachgerecht erledigen können. Einige Lehrberufe sind als Schwerpunktlehrberufe mit zusätzlichen berufsspezifischen Schwerpunkten oder als Modullehrberufe (ein- bis zweijähriges Grundmodul, darauf aufbauende Hauptmodule sowie daran anschließende, nicht verpflichtende Spezialmodule) eingerichtet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zwei Lehrberufe in einer Doppellehre zu kombinieren. Die Dauer der Lehrzeit beträgt zwischen zwei und vier Jahre. Aus welchen Modulen besteht Ihr Lehrberuf? Grundmodul: Hauptmodul: Spezialmodul: Verhältniszahlen In der aktuellen Ausbildungsordnung des Lehrberufes ist auch festgelegt, wie viele Lehrlinge von einer Ausbildnerin bzw. einem Ausbilder betreut werden dürfen. Recherchieren Sie in der aktuellen Ausbildungsordnung für Ihren Lehrbetrieb das Verhältnis „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“. Auf je 5 Lehrlinge der nicht ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Auf je 15 Lehrlinge der ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Mosaik Recherchieren Sie die drei außergewöhnlichsten Berufe 1. Platz 2. Platz 3. Platz 016 MK 017 MK 018 MK mind. Ausbildnerin/Ausbildner, mind. Ausbildnerin/Ausbildner, Bildung und Arbeitswelt Marcus: „Muss ich für den Ausbilder auch einkaufen gehen und Reinigungsarbeiten aller Art erledigen? Mein Vorgesetzter meint, dass diese Arbeiten jeder Lehrling machen muss.“ Arbeitnehmervertreter: „Das darf so nicht sein! Für jeden Lehrberuf gibt es genaue Richtlinien für die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Lehrbetrieb ist verpflichtet, diese dem Lehrling zu vermitteln.“ 12 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 12 27.01.2026 13:35:05 Berufsbild – Ausbildung im Betrieb 2 13 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 13 27.01.2026 13:35:07 A Bildung und Arbeitswelt Kompetenzcheck Nennen Sie die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb? Durch die Berufsausbildung werden Lehrlinge befähigt, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. In welcher Form soll das erfolgen? Wo finden Sie die Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung für Ihren Lehrberuf? ● Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung ● Bundesministerium für Bildung ● Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Das Berufsbild enthält … ● … die Inhalte der Persönlichkeitsbildung. ● … die Ausbildungsinhalte für die einzelnen Lehrjahre. Aus welchen Modulen bestehen Modularberufe? Was sagt die Verhältniszahl „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“ aus? Das habe ich gelernt! ● Ich kann die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb nennen. ➤ 019 ● Ich kann angeben, wozu Lehrlinge in der Berufsausbildung befähigt werden. ➤ 020 ● Ich kann anführen, wo ich Informationen zu Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung finde. ➤ 021 ● Ich kann angeben, was das Berufsbild enthält. ➤ 022 ● Ich kann die einzelnen Module für Modularberufe benennen. ➤ 023 ● Ich kann erklären, was die Verhältniszahl in der Ausbildungsverordnung aussagt. ➤ 024 019 FK 020 FK 021 FK 022 FK 023 FK 024 FK 14 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 14 27.01.2026 13:35:13 Berufsbild – Ausbildung im Betrieb 2 zielsicher anwenden Notieren Sie jene Fertigkeiten und Kenntnisse aus Ihrem Berufsbild, die Sie besonders interessieren. Begründen Sie Ihr Interesse und diskutieren Sie innerhalb der Klasse über die Ergebnisse. besondere Interessen Begründung 1. 2. 3. Für die Ausbildung in den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ist auf die Persönlichkeitsbildung des Lehrlings zu achten. Nehmen Sie das Berufsbild für Ihren Lehrberuf zur Hand. Recherchieren Sie, welche Punkte die Persönlichkeitsbildung betreffen. Erstellen Sie eine Mind Map und präsentieren Sie diese. Denken Sie an die Einstiegsgeschichte dieses Kapitels zurück. Was ist bei Ihrer Ausbildung anders als bei Marcus? 025 PK 026 MK Persönlichkeitsbildung 027 PK 15 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 15 27.01.2026 13:35:13 Differenzierung der Aufgaben Grundlegende Aufgaben – Fundamentum Aufgaben mit diesem Zeichen bilden die Grundlage. Diese Aufgaben sind etwas schwieriger und brauchen vielleicht etwas mehr Zeit. Vertiefende Aufgaben – Additum Diese Aufgaben sind anspruchsvoller und gehen über die Grundfertigkeiten hinaus. Manchmal benötigt man dafür auch Informationen und Hilfsmittel, die nicht im Buch enthalten sind. Erklärung der Symbole Partnerarbeit Gruppenarbeit Diskussion Recherche 2 zielsicher – Politische Bildung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Jedes Kapitel beginnt mit zwei gegensätzlichen Aussagen. Sie sollen zum Nachdenken anregen und den Diskussionsprozess erleichtern. Eine Mosaik-Aufgabe beendet den Erarbeitungsteil und ermöglicht einen spielerischen Zugang zum Thema. Wem stimmen Sie zu? ● Marcus ● Arbeitnehmervertreter ● andere Meinung A 2. Berufsbild – Ausbildung im Betrieb Blitzlicht Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich schon gemacht? Wie Sie bereits wissen, erfolgt die Lehrausbildung in Österreich einerseits im Betrieb und andererseits in der Berufsschule. Für jeden Lehrberuf gibt es Ausbildungsvorschriften und eine Prüfungsordnung. Diese werden in Form von Verordnungen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft herausgegeben. Das Berufsbild und das Berufsprofil sind die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb. Recherchieren Sie im Internet (www.bmb.gv.at), wofür Berufsbild bzw. Berufsprofil stehen. Berufsbild: Berufsprofil: Die ausbildenden Unternehmen müssen das Berufsbild gemäß den in den Ausbildungsvorschriften festgelegten Zeiträumen vermitteln. Recherchieren Sie für Ihren Lehrberuf das Datum der jeweils gültigen Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung (www.bmb.gv.at). Erstellen Sie eine Powerpoint-Präsentation dazu. Duale Ausbildung Lehrbetrieb Berufsschule Berufsbild Lehrplan Ausbildung: Ausbildungs- grundlage: 014 MK 015 MK Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der ausgebildete Lehrling befähigt werden, bestimmte Tätigkeiten fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich auszuführen. Notieren Sie zwei Tätigkeiten, die Sie in Ihrem Lehrbetrieb selbständig und fachgerecht erledigen können. Einige Lehrberufe sind als Schwerpunktlehrberufe mit zusätzlichen berufsspezifischen Schwerpunkten oder als Modullehrberufe (ein- bis zweijähriges Grundmodul, darauf aufbauende Hauptmodule sowie daran anschließende, nicht verpflichtende Spezialmodule) eingerichtet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zwei Lehrberufe in einer Doppellehre zu kombinieren. Die Dauer der Lehrzeit beträgt zwischen zwei und vier Jahre. Aus welchen Modulen besteht Ihr Lehrberuf? Grundmodul: Hauptmodul: Spezialmodul: Verhältniszahlen In der aktuellen Ausbildungsordnung des Lehrberufes ist auch festgelegt, wie viele Lehrlinge von einer Ausbildnerin bzw. einem Ausbilder betreut werden dürfen. Recherchieren Sie in der aktuellen Ausbildungsordnung für Ihren Lehrbetrieb das Verhältnis „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“. Auf je 5 Lehrlinge der nicht ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Auf je 15 Lehrlinge der ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Mosaik Recherchieren Sie die drei außergewöhnlichsten Berufe 1. Platz 2. Platz 3. Platz 016 MK 017 MK 018 MK mind. Ausbildnerin/Ausbildner, mind. Ausbildnerin/Ausbildner, Bildung und Arbeitswelt Marcus: „Muss ich für den Ausbilder auch einkaufen gehen und Reinigungsarbeiten aller Art erledigen? Mein Vorgesetzter meint, dass diese Arbeiten jeder Lehrling machen muss.“ Arbeitnehmervertreter: „Das darf so nicht sein! Für jeden Lehrberuf gibt es genaue Richtlinien für die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Lehrbetrieb ist verpflichtet, diese dem Lehrling zu vermitteln.“ 12 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 12 27.01.2026 13:35:05 Berufsbild – Ausbildung im Betrieb 2 zielsicher anwenden Notieren Sie jene Fertigkeiten und Kenntnisse aus Ihrem Berufsbild, die Sie besonders interessieren. Begründen Sie Ihr Interesse und diskutieren Sie innerhalb der Klasse über die Ergebnisse. besondere Interessen Begründung 1. 2. 3. Für die Ausbildung in den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ist auf die Persönlichkeitsbildung des Lehrlings zu achten. Nehmen Sie das Berufsbild für Ihren Lehrberuf zur Hand. Recherchieren Sie, welche Punkte die Persönlichkeitsbildung betreffen. Erstellen Sie eine Mind Map und präsentieren Sie diese. Denken Sie an die Einstiegsgeschichte dieses Kapitels zurück. Was ist bei Ihrer Ausbildung anders als bei Marcus? 025 PK 026 MK Persönlichkeitsbildung 027 PK Kompetenzcheck Nennen Sie die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb? Durch die Berufsausbildung werden Lehrlinge befähigt, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. In welcher Form soll das erfolgen? Wo finden Sie die Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung für Ihren Lehrberuf? ● Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung ● Bundesministerium für Bildung ● Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Das Berufsbild enthält … ● … die Inhalte der Persönlichkeitsbildung. ● … die Ausbildungsinhalte für die einzelnen Lehrjahre. Aus welchen Modulen bestehen Modularberufe? Was sagt die Verhältniszahl „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“ aus? Das habe ich gelernt! ● Ich kann die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb nennen. ➤ 019 ● Ich kann angeben, wozu Lehrlinge in der Berufsausbildung befähigt werden. ➤ 020 ● Ich kann anführen, wo ich Informationen zu Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung finde. ➤ 021 ● Ich kann angeben, was das Berufsbild enthält. ➤ 022 ● Ich kann die einzelnen Module für Modularberufe benennen. ➤ 023 ● Ich kann erklären, was die Verhältniszahl in der Ausbildungsverordnung aussagt. ➤ 024 019 FK 020 FK 021 FK 022 FK 023 FK 024 FK 15 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 15 27.01.2026 13:35:13 Berufsbild – Ausbildung im Betrieb 2 Blitzlicht Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich schon gemacht? Wie Sie bereits wissen, erfolgt die Lehrausbildung in Österreich einerseits im Betrieb und andererseits in der Berufsschule. Für jeden Lehrberuf gibt es Ausbildungsvorschriften und eine Prüfungsordnung. Diese werden in Form von Verordnungen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft herausgegeben. Das Berufsbild und das Berufsprofil sind die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb. Recherchieren Sie im Internet (www.bmb.gv.at), wofür Berufsbild bzw. Berufsprofil stehen. Berufsbild: Berufsprofil: Die ausbildenden Unternehmen müssen das Berufsbild gemäß den in den Ausbildungsvorschriften festgelegten Zeiträumen vermitteln. Recherchieren Sie für Ihren Lehrberuf das Datum der jeweils gültigen Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung (www.bmb.gv.at). Erstellen Sie eine Powerpoint-Präsentation dazu. Duale Ausbildung Lehrbetrieb Berufsschule Berufsbild Lehrplan Ausbildung: Ausbildungs- grundlage: 014 MK 015 MK Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der ausgebildete Lehrling befähigt werden, bestimmte Tätigkeiten fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich auszuführen. Notieren Sie zwei Tätigkeiten, die Sie in Ihrem Lehrbetrieb selbständig und fachgerecht erledigen können. Einige Lehrberufe sind als Schwerpunktlehrberufe mit zusätzlichen berufsspezifischen Schwerpunkten oder als Modullehrberufe (ein- bis zweijähriges Grundmodul, darauf aufbauende Hauptmodule sowie daran anschließende, nicht verpflichtende Spezialmodule) eingerichtet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zwei Lehrberufe in einer Doppellehre zu kombinieren. Die Dauer der Lehrzeit beträgt zwischen zwei und vier Jahre. Aus welchen Modulen besteht Ihr Lehrberuf? Grundmodul: Hauptmodul: Spezialmodul: Verhältniszahlen In der aktuellen Ausbildungsordnung des Lehrberufes ist auch festgelegt, wie viele Lehrlinge von einer Ausbildnerin bzw. einem Ausbilder betreut werden dürfen. Recherchieren Sie in der aktuellen Ausbildungsordnung für Ihren Lehrbetrieb das Verhältnis „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“. Auf je 5 Lehrlinge der nicht ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Auf je 15 Lehrlinge der ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Mosaik Recherchieren Sie die drei außergewöhnlichsten Berufe 1. Platz 2. Platz 3. Platz 016 MK 017 MK 018 MK mind. Ausbildnerin/Ausbildner, mind. Ausbildnerin/Ausbildner, 13 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 13 27.01.2026 13:35:07 Angabe der Kompetenzen direkt bei der Aufgabennummer FK: Fachkompetenz Fähigkeit, Fachwissen anzuwenden und zu verknüpfen MK: Methodenkompetenz Fähigkeit, Arbeitstechniken anzuwenden SK: Soziale Kompetenz Fähigkeit, mit anderen Menschen zu interagieren PK: Personale Kompetenz Sichtweise, die eine Person von sich selbst hat Der Kompetenzcheck dient zur selbständigen Überprüfung des Lernfortschrittes. Die Übungen zielsicher anwenden dienen zum Festigen und Vertiefen von Lerninhalten. A Bildung und Arbeitswelt Kompetenzcheck Nennen Sie die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb? Durch die Berufsausbildung werden Lehrlinge befähigt, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. In welcher Form soll das erfolgen? Wo finden Sie die Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung für Ihren Lehrberuf? ● Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung ● Bundesministerium für Bildung ● Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Das Berufsbild enthält … ● … die Inhalte der Persönlichkeitsbildung. ● … die Ausbildungsinhalte für die einzelnen Lehrjahre. Aus welchen Modulen bestehen Modularberufe? Was sagt die Verhältniszahl „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“ aus? Das habe ich gelernt! ● Ich kann die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb nennen. ➤ 019 ● Ich kann angeben, wozu Lehrlinge in der Berufsausbildung befähigt werden. ➤ 020 ● Ich kann anführen, wo ich Informationen zu Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung finde. ➤ 021 ● Ich kann angeben, was das Berufsbild enthält. ➤ 022 ● Ich kann die einzelnen Module für Modularberufe benennen. ➤ 023 ● Ich kann erklären, was die Verhältniszahl in der Ausbildungsverordnung aussagt. ➤ 024 019 FK 020 FK 021 FK 022 FK 023 FK 024 FK 14 zspbsb_13689_A_Kap2.indd 14 27.01.2026 13:35:13 3 Wie arbeite ich mit diesem Buch Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Inhaltsverzeichnis A Bildung und Arbeitswelt 1. Schule als Demokratiemodell – Duale Ausbildung S eite 6 2. Berufsbild – Ausbildung im Betrieb S eite 12 3. Pflichten des Lehrlings bzw. des Lehrberechtigten S eite 16 4. Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz S eite 22 5. Mitspracherechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer S eite 26 6. Interessenvertretung Seite 32 7. Der Kollektivvertrag S eite 38 8. Der Dienstvertrag S eite 42 9. Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz S eite 46 10. Die Sozialversicherung S eite 52 11. Weiterbildung S eite 60 B Leben in der Gesellschaft 12. Ich und die Gemeinschaft S eite 64 13. Vielfalt in der Gemeinschaft S eite 68 14. Psychische Gesundheit S eite 74 15. Jugendschutz Seite 78 16. Gesunde Lebensführung S eite 82 17. Umwelt und Energie S eite 86 18. Medien und Manipulation S eite 90 19. Künstliche Intelligenz S eite 98 20. Soziales Umfeld – Der Lehrling als Verkehrsteilnehmer S eite 102 21. Zivilcourage Seite 108 4 zielsicher – Politische Bildung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
C Grundlagen von Demokratie und Politik 22. Der Staat S eite 116 23. Leistungen der öffentlichen Hand Seite 122 24. Die Verfassung – Grundlage des Staates Seite 126 25. Gewaltentrennung als Schutz vor Machtmissbrauch Seite 130 26. Leistungen des Einzelnen für den Staat Seite 134 27. Grund- und Freiheitsrechte Seite 138 28. Staatsbürgerschaft Seite 144 29. Politische Parteien – Grundbegriffe Seite 150 30. Das Wahlrecht und seine Auswirkungen Seite 156 31. Direkte Demokratie Seite 162 32. Gesetzgebende Körperschaften Seite 166 33. Bundes- und Landesgesetzgebung S eite 172 34. Organe des Gesetzesvollzuges Seite 178 35. Landesverteidigung Seite 184 36. Die Gerichtsbarkeit Seite 188 37. Landesregierung und Landesverwaltung Seite 196 38. Die Gemeinde S eite 200 D Internationale Verflechtungen 39. EU-Institutionen und Entscheidungsträger S eite 206 40. Österreich in der Europäischen Union S eite 212 41. Völkerrecht Seite 218 Stichwortverzeichnis Seite 224 5 Inhaltsverzeichnis Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Wem stimmen Sie zu? ● David und Marvin ● Turan ● andere Meinung David: „Nie mehr Schule – endlich eigenes Geld verdienen!“ Marvin: „Ja – arbeiten und nicht mehr für Tests und Schularbeiten büffeln!“ Turan: „Ja, wenn ihr als Hilfsarbeiter arbeiten oder nur irgend einen schnellen Job wollt!“ A 1. Schule als Demokratiemodell – Duale Ausbildung Blitzlicht Welchen Standpunkt vertreten Sie? Duale Ausbildung ➤ Die Ausbildung im Rahmen eines Lehrverhältnisses erfolgt dual – d. h. einerseits im Lehr- oder Ausbildungsbetrieb, andererseits an der Berufsschule. Das duale Ausbildungssystem hat in Österreich eine sehr lange Tradition. Es gilt international als Erfolgs- und Vorzeigemodell für die Ausbildung von Fachkräften. Wo bzw. in welchem Rahmen findet die Lehrlingsausbildung in Österreich statt? Kreuzen Sie richtig an. ● Betrieb ● Berufsschule ● Betrieb und Berufsschule Verantwortlichkeiten im Rahmen des Lehrverhältnisses Die Ausbildungsdauer ist abhängig vom Lehrberuf und wird per Verordnung vom Bundesministerium für Bildung festgelegt. Berufsschule ➤ Man unterscheidet drei Schulformen. 001 FK theoretisch praktisch Lehrplan Berufsbild Ausbildung: Ausbildungsgrundlage: 8 bis 12 Wochen durchgehend oder geteilt in 2 bis 3 Blöcke lehrgangsmäßig geführte Berufsschulen 1- bis 2-mal wöchentlich ganzjährig geführte Berufsschulen Schulform: Schulbesuch: in einer bestimmten Jahreszeit saisonmäßig geführte Berufsschulen Bildung und Arbeitswelt 6 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Schule als Demokratiemodell – Duale Ausbildung 1 Die Berufsschule ist eine berufsbildende Pflichtschule. Der Besuch ist, im Rahmen eines Lehr- oder Ausbildungsverhältnisses, verpflichtend und gilt als Arbeitszeit. Die bzw. der Lehrberechtigte hat dem Lehrling den Besuch der Berufsschule zu ermöglichen und die dafür notwendige Zeit zur Verfügung zu stellen. Die Ausbildung an der Berufsschule ist in drei Fachgruppen aufgeteilt. Darüber hinaus werden auch Freigegenstände angeboten. Ergänzen Sie die Darstellung um jene Pflichtgegenstände, die für Ihren Lehrberuf vorgesehen sind. Gegenstände: Gegenstände: Gegenstände: Leistungsbeurteilung und Formen der Leistungsfeststellung Die rechtliche Basis für die Leistungsbeurteilung wird in der Leistungsbeurteilungsverordnung geregelt, die vom Bundesministerium für Bildung herausgegeben wird. Die Leistungsfeststellung erfolgt nach fünf Gesichtspunkten, die in § 3 der Leistungsbeurteilungsverordnung festgehalten sind. Finden Sie Beispiele für die angeführten Formen der Leistungsfeststellung. Mitarbeit • aktive Mitarbeit im Unterricht Besondere mündliche Leistungsfeststellung Besondere schriftliche Leistungsfeststellung Besondere praktische Leistungsfeststellung Besondere grafische Leistungsfeststellung 002 FK Berufsschule Allgemeinbildende und betriebswirtschaftliche Gegenstände Fachtheorie (berufsspezifisch) Praktischer Unterricht 003 MK 7 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Bildung und Arbeitswelt A Klassen- und Schulgemeinschaft ➤ Die österreichische Schule kann durchaus als Demokratiemodell verstanden werden. Zur Mitgestaltung der Schulgemeinschaft wurden sowohl Schülervertretungen als auch Interessensgemeinschaften festgelegt. Klassensprecherin bzw. Klassensprecher Alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse sind wahlberechtigt und können sich wählen lassen. 1 Stellvertretung Tagessprecherin bzw. Tagessprecher (nur an ganzjährig geführten BS) Alle Schülerinnen und Schüler eines Schultages sind wahlberechtigt und können gewählt werden. 1 Stellvertretung Schulsprecherin bzw. Schulsprecher Alle Schülerinnen und Schüler einer Schule sind wahlberechtigt und können gewählt werden. Ausnahme: An ganzjährig geführten BS werden Schulsprecherin bzw. Schulsprecher sowie deren Stellvertretung von den Tagessprecherinnen bzw. Tagessprechern gewählt. 2 Stellvertretungen Als gewählte Schülervertreterinnen und -vertreter übernehmen sie Verantwortung. Die Funktionen bringen Rechte und damit Mitbestimmung, aber auch Pflichten mit sich. Diese Rechte und Pflichten sind im Schulunterrichtsgesetz (SchUG und QMS) geregelt. Schulgemeinschaftsausschuss Schulausschuss Zur Förderung der Schulgemeinschaft wird ab der 9. Schulstufe ein Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) gebildet. An Berufsschulen und anderen berufsbildenden Schulen kann darüber hinaus ein Schulausschuss gebildet werden. Dieser dient zur Förderung zwischen berufsbildenden Schulen und der Wirtschaft. Es gibt auch überschulische Schülervertretungen? Recherchieren Sie im Internet und führen Sie diese an. • Recht auf Anhörung • Recht auf Information • Recht, Vorschläge und Stellungnahmen abzugeben • Recht auf die Teilnahme an Konferenzen • Mitwirkung bei der Erstellung von Hausordnungen • Mitsprache bei der Gestaltung des Unterrichts • Mitwirkung bei der Wahl der Unterrichtsmittel • Mitentscheidung beim Antrag auf Ausschluss von Schülerinnen und Schülern Schulleiterin / Schulleiter 3 Lehrervertreterinnen und -vertreter 2 Lehrervertreterinnen und -vertreter 1 Schülervertreterin bzw. -vertreter Je 1 Vertreterin bzw. -vertreter von 3 Schülervertreterinnen und -vertreter 3 Elternvertreterinnen und -vertreter 004 MK 8 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Schule als Demokratiemodell – Duale Ausbildung 1 Wahl der Schülervertreterinnen und -vertreter Die rechtliche Grundlage der Wahl ist das Schulunterrichtsgesetz (SchUG). Wie bei demokratischen Wahlen vorgesehen, wird gleich, direkt, geheim und persönlich gewählt. Die Wahl erfolgt folgendermaßen: Ausschreibung ➤ Ort und Termin der Wahl werden innerhalb der ersten fünf Schulwochen, spätestens zwei Wochen vor der Wahl bekannt gegeben. An lehrgangsmäßig geführten Berufsschulen findet die Wahl in der ersten Schulwoche statt. Kandidatinnen und Kandidaten ➤ Wählbare Kandidatinnen und Kandidaten werden bis spätestens drei Tage vor dem Wahltermin vorgeschlagen. Deren Einverständnis ist notwendig. Achtung: Finden sich keine Kandidatinnen und Kandidaten, so findet auch keine Wahl statt. Somit gibt es keine Schülervertretung. Wahlvorsitz ➤ Der Wahlvorsitz obliegt der Schulleitung. Diese kann aber auch eine Lehrerin bzw. einen Lehrer damit betrauen. Stimmzettel ➤ Zur Stimmabgabe erforderliche, in Format und Aussehen einheitliche, Stimmzettel werden zur Verfügung gestellt. Die zur Wahl stehenden Funktionen sind auf dem Stimmzettel ebenso ersichtlich wie die zu vergebenden Wahlpunkte pro Funktion. Stimmabgabe ➤ Die Wahlberechtigten geben ihre Stimme persönlich und geheim ab. Aus der abgegebenen Stimme muss der Wählerwille eindeutig zum Ausdruck kommen, ansonsten ist die Stimme ungültig. Stimmenthaltungen sind erlaubt. Wahlergebnis ➤ Nachdem alle Stimmen abgegeben wurden, nominiert die Wahlleitung zwei Wahlzeugen. Diese ordnen die Wahlpunkte den Kandidatinnen und Kandidaten zu und eruieren die Anzahl gültiger, ungültiger und nicht abgegebener Stimmen. Gewählt ist jene Kandidatin bzw. jener Kandidat, die bzw. der auf der Hälfte der Stimmzettel, durch die Vergabe der jeweils höchst möglichen Zahl an Wahlpunkten, an erster Stelle gereiht wurde. Erreicht keine Kandidatin bzw. kein Kandidat diese Mehrheit, erfolgt eine Stichwahl zwischen den beiden, die am häufigsten an erster Stelle gereiht wurden. Stellvertreterin bzw. -vertreter ist, wer nach dem 1. Wahldurchgang die meisten Wahlpunkte erreicht hat. Bei gleicher Anzahl an Wahlpunkten entscheidet das Los. Die gewählten Schülervertreterinnen und -vertreter müssen die Wahl annehmen. Das endgültige Wahlergebnis wird in einem Wahlprotokoll festgehalten. Wahlleiterin bzw. Wahlleiter, gewählte Schülervertreterinnen und -vertreter sowie die beiden Wahlzeugen unterschreiben das Protokoll. Das Wahlergebnis wird an der Schule bekannt gegeben. Stimmzettel und Wahlprotokoll werden bis zur nächsten Wahl archiviert. Mosaik Welcher der beiden Stimmzettel ist ungültig? Streichen Sie ihn durch. Klassensprecher/in Name: Max Berger 2 Pkt. Stellvertreter/in Name: Karl Hauptplatz 1 Pkt. Schuljahr 2026/27 Klasse 1A Berufsschule Klassensprecher/in Name: Micky Maus 2 Pkt. Stellvertreter/in Name: keiner 1 Pkt. Schuljahr 2026/27 Klasse 1A Berufsschule 9 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Bildung und Arbeitswelt A Kompetenzcheck Was versteht man unter einer „dualen Ausbildung“? Nennen Sie mindestens drei Punkte, die für die Leistungsfeststellung herangezogen werden. Welche Schülervertretungsfunktionen kennen Sie? In welchen Schulformen kann eine Berufsschule geführt werden? Welche Funktionen sind für eine Wahl der Schülervertreterinnen und -vertreter notwendig? ● Wahlkommissarin bzw. Wahlkommissar ● Wahlleiterin bzw. Wahlleiter ● 2 Wahlzeuginnen bzw. Wahlzeugen ● Wahlkomitee ● Kandidatinnen und Kandidaten Die Stimmabgabe erfolgt nach vier Prinzipien. Welche sind das? Das habe ich gelernt! ● Ich kann erklären, was man unter einer „dualen Ausbildung“ versteht. ➤ 005 ● Ich kann Punkte für die Leistungsfeststellung nennen. ➤ 006 ● Ich kann verschiedene Schülervertretungsfunktionen angeben. ➤ 007 ● Ich kann die unterschiedlichen Schulformen an Berufsschulen anführen. ➤ 008 ● Ich kann angeben, welche Funktionen bei Schülervertretungswahlen notwendig sind, um eine Wahl durchzuführen. ➤ 009 ● Ich kann die vier Prinzipien für die Stimmabgabe nennen. ➤ 010 005 FK 006 FK 007 FK 008 FK 009 FK 010 FK 10 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Schule als Demokratiemodell – Duale Ausbildung 1 zielsicher anwenden Recherchieren Sie folgende Daten zur Berufsschule, die Sie besuchen: Name der Schule: Direktion: Direktion-Stellvertretung: Schulform: Berufe: Ordnen Sie die Noten von „Sehr Gut“ bis „Nicht Genügend“ den angeführten Erläuterungen zur Leistungsbeurteilung richtig zu (gemäß § 14 LBVO). Mit „…“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, deutliche Eigenständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung des Wissens und Könnens bei neuartigen Aufgaben zeigt. Mit „…“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt. Mit „…“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen zur Gänze erfüllt; dabei werden Mängel in der Durchführung durch merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit ausgeglichen. Mit „…“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler nicht einmal alle Erfordernisse für die Beurteilung mit „………“ erfüllt. Mit „…“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit beziehungsweise bei entsprechender Anleitung die Fähigkeit zur Anwendung des Wissens und Könnens bei neuartigen Aufgaben zeigt. Die Wahl der Schülervertretungen erfolgt nach den angeführten vier Prinzipien. Überlegen Sie, was diese bedeuten. Besprechen Sie sich mit einer zweiten Person. 011 MK 012 MK 013 SK gleich direkt geheim persönlich 11 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Wem stimmen Sie zu? ● Marcus ● Arbeitnehmervertreter ● andere Meinung A 2. Berufsbild – Ausbildung im Betrieb Blitzlicht Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich schon gemacht? Wie Sie bereits wissen, erfolgt die Lehrausbildung in Österreich einerseits im Betrieb und andererseits in der Berufsschule. Für jeden Lehrberuf gibt es Ausbildungsvorschriften und eine Prüfungsordnung. Diese werden in Form von Verordnungen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft herausgegeben. Das Berufsbild und das Berufsprofil sind die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb. Recherchieren Sie im Internet (www.bmb.gv.at), wofür Berufsbild bzw. Berufsprofil stehen. Berufsbild: Berufsprofil: Die ausbildenden Unternehmen müssen das Berufsbild gemäß den in den Ausbildungsvorschriften festgelegten Zeiträumen vermitteln. Recherchieren Sie für Ihren Lehrberuf das Datum der jeweils gültigen Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung (www.bmb.gv.at). Erstellen Sie eine Powerpoint-Präsentation dazu. Duale Ausbildung Lehrbetrieb Berufsschule Berufsbild Lehrplan Ausbildung: Ausbildungs- grundlage: 014 MK 015 MK Bildung und Arbeitswelt Marcus: „Muss ich für den Ausbilder auch einkaufen gehen und Reinigungsarbeiten aller Art erledigen? Mein Vorgesetzter meint, dass diese Arbeiten jeder Lehrling machen muss.“ Arbeitnehmervertreter: „Das darf so nicht sein! Für jeden Lehrberuf gibt es genaue Richtlinien für die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Lehrbetrieb ist verpflichtet, diese dem Lehrling zu vermitteln.“ 12 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Berufsbild – Ausbildung im Betrieb 2 Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der ausgebildete Lehrling befähigt werden, bestimmte Tätigkeiten fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich auszuführen. Notieren Sie zwei Tätigkeiten, die Sie in Ihrem Lehrbetrieb selbständig und fachgerecht erledigen können. Einige Lehrberufe sind als Schwerpunktlehrberufe mit zusätzlichen berufsspezifischen Schwerpunkten oder als Modullehrberufe (ein- bis zweijähriges Grundmodul, darauf aufbauende Hauptmodule sowie daran anschließende, nicht verpflichtende Spezialmodule) eingerichtet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zwei Lehrberufe in einer Doppellehre zu kombinieren. Die Dauer der Lehrzeit beträgt zwischen zwei und vier Jahre. Aus welchen Modulen besteht Ihr Lehrberuf? Grundmodul: Hauptmodul: Spezialmodul: Verhältniszahlen In der aktuellen Ausbildungsordnung des Lehrberufes ist auch festgelegt, wie viele Lehrlinge von einer Ausbildnerin bzw. einem Ausbilder betreut werden dürfen. Recherchieren Sie in der aktuellen Ausbildungsordnung für Ihren Lehrbetrieb das Verhältnis „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“. Auf je 5 Lehrlinge der nicht ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Auf je 15 Lehrlinge der ausschließlich mit Ausbildungsaufgaben betraut ist. Mosaik Recherchieren Sie die drei außergewöhnlichsten Berufe 1. Platz 2. Platz 3. Platz 016 MK 017 MK 018 MK mind. Ausbildnerin/Ausbildner, mind. Ausbildnerin/Ausbildner, 13 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
A Bildung und Arbeitswelt Kompetenzcheck Nennen Sie die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb? Durch die Berufsausbildung werden Lehrlinge befähigt, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. In welcher Form soll das erfolgen? Wo finden Sie die Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung für Ihren Lehrberuf? ● Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung ● Bundesministerium für Bildung ● Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Das Berufsbild enthält … ● … die Inhalte der Persönlichkeitsbildung. ● … die Ausbildungsinhalte für die einzelnen Lehrjahre. Aus welchen Modulen bestehen Modularberufe? Was sagt die Verhältniszahl „Ausbildnerin/Ausbilder : Lehrling“ aus? Das habe ich gelernt! ● Ich kann die Grundlagen für die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb nennen. ➤ 019 ● Ich kann angeben, wozu Lehrlinge in der Berufsausbildung befähigt werden. ➤ 020 ● Ich kann anführen, wo ich Informationen zu Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnung finde. ➤ 021 ● Ich kann angeben, was das Berufsbild enthält. ➤ 022 ● Ich kann die einzelnen Module für Modularberufe benennen. ➤ 023 ● Ich kann erklären, was die Verhältniszahl in der Ausbildungsverordnung aussagt. ➤ 024 019 FK 020 FK 021 FK 022 FK 023 FK 024 FK 14 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Berufsbild – Ausbildung im Betrieb 2 zielsicher anwenden Notieren Sie jene Fertigkeiten und Kenntnisse aus Ihrem Berufsbild, die Sie besonders interessieren. Begründen Sie Ihr Interesse und diskutieren Sie innerhalb der Klasse über die Ergebnisse. besondere Interessen Begründung 1. 2. 3. Für die Ausbildung in den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ist auf die Persönlichkeitsbildung des Lehrlings zu achten. Nehmen Sie das Berufsbild für Ihren Lehrberuf zur Hand. Recherchieren Sie, welche Punkte die Persönlichkeitsbildung betreffen. Erstellen Sie eine Mind Map und präsentieren Sie diese. Denken Sie an die Einstiegsgeschichte dieses Kapitels zurück. Was ist bei Ihrer Ausbildung anders als bei Marcus? 025 PK 026 MK Persönlichkeitsbildung 027 PK 15 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
A 3. Pflichten des Lehrlings bzw. des Lehrberechtigten Blitzlicht Welchen Standpunkt vertreten Sie? Ist das wirklich so, dass man als Lehrling nach der Probezeit nicht mehr gekündigt werden kann? Recherchieren Sie, wie lange die Probezeit für Lehrverhältnisse dauert. Die für die Lehrlingsausbildung grundlegenden Bestimmungen finden sich im Berufsausbildungsgesetz (BAG). Lehrberechtigte Das können natürliche oder juristische Personen sein. Meistens ist es der Chef persönlich oder eine mit der Ausbildung des Lehrlings beauftragte Person. In jedem Fall muss im Betrieb eine Person über eine Ausbilderprüfung verfügen. Lehrling Lehrlinge sind gemäß dem Berufsausbildungsgesetzes (BAG) Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer. Die Basis ist ein Lehrvertrag, der die fachliche Ausbildung in einem Lehrberuf aus der Lehrberufsliste regelt. Die Lehrlinge müssen im Rahmen dieser Ausbildung eingesetzt werden. Wie viele Lehrberufe gibt es derzeit in Österreich? 028 FK natürliche Person der Mensch als Träger von Rechten und Pflichten juristische Person Personenvereinigung oder Vermögensmasse mit anerkannter rechtlicher Selbstständigkeit 029 MK Bildung und Arbeitswelt Sabine: „Ich arbeite genau nach den Anweisungen meines Vorgesetzten. Ich bin froh, diese Lehrstelle gefunden zu haben und will während meiner Ausbildung so viel wie möglich lernen“. Felix: „Du musst nur die Probezeit überstehen, dann kann dich dein Chef nicht mehr kündigen. Du bekommst ein Lehrlingsein- kommen und musst nicht mehr viel tun. Ist ja nicht deine Firma.“ Wem stimmen Sie zu? ● Sabine ● Felix ● andere Meinung 16 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Pflichten des Lehrlings bzw. des Lehrberechtigten 3 Lehrvertrag Der Lehrvertrag ist die rechtliche Grundlage des Lehrverhältnisses. Er wird zwischen dem Lehrberechtigten und dem Lehrling abgeschlossen. Er muss schriftlich erfolgen. Bei minderjährigen Lehrlingen ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten einzuholen. Die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer (WKO) registriert den Lehrvertrag und vergibt eine Lehrvertragsnummer. Lehrberechtigte, Lehrling, Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer erhalten je eine Durchschrift des Lehrvertrages. Lehrzeit Die Dauer der Lehrzeit ist je nach Lehrberuf unterschiedlich. Sie kann zwischen zwei und vier Jahren betragen. Wie lange dauert Ihre Lehrzeit? Lehrberuf Lehrzeit Beginn Ende Mit Ihrer Unterschrift auf dem Lehrvertrag haben sowohl Ihr Lehrberechtigter als auch Sie Pflichten übernommen. PFLICHTEN der Lehrling soll der Lehrberechtigte hat die Erziehungsberechtigten • sich zu bemühen, die für den Lehrberuf notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben • die übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen • mit den zur Verfügung gestellten Werkstoffen, Werkzeugen und Geräten sorgsam umgehen • sein Verhalten in die betriebliche Ordnung einordnen • Geschäfts- und Betriebsgeheimisse wahren. • im Fall der Verhinderung (z. B. Erkrankung) den Lehrberechtigten unverzüglich darüber informieren. • die Berufsschule im Rahmen des Lehrverhältnisses besuchen. • Zeugnisse der Berufsschule dem Lehrberechtigten unaufgefordert vorlegen • auf Verlangen dem Lehrberechtigten Schularbeiten, Mitschriften und sonstige Unterlagen aus der Berufsschule vorlegen • für die Lehrlingsausbildung zu sorgen, indem dem Lehrling jene Arbeiten übertragen werden, die diesem Beruf entsprechen; Ausbildungsvorschriften sind einzuhalten. • den Lehrling zu verantwortungsbewusstem Verhalten und zur ordnungsgemäßen Erledigung der ihm übertragenen Aufgaben anzuleiten. • den Lehrling zum regelmäßigen Besuch der Berufsschule anzuhalten; die dafür notwendige Zeit ist freizugeben; darüber hinaus ist auf den Stand der Ausbildung in der Berufsschule zu achten • die Erziehungsberechtigten, sofern die Lehrlinge noch minderjährig sind, über wichtige Vorkommnisse, welche die Ausbildung betreffen zu informieren • Dem Lehrling für seine Arbeit ein Lehrlingseinkommen zu bezahlen • die erforderliche Zeit für die LAP freizugeben • haben bei minderjährigen Lehrlingen gemeinsam mit den Lehrberechtigten und der Berufsschule darauf zu achten, dass der Lehrling seine Pflichten erfüllt 030 FK 17 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Bildung und Arbeitswelt A Lehrlingseinkommen Lehrlingen steht für Ihre Arbeit ein Lehrlingseinkommen zu. Die Höhe ist je nach Branche unterschiedlich. Die jeweilige Mindesthöhe des Lehrlingseinkommens ist im betreffenden Kollektivvertrag geregelt. Beendigung des Lehrverhältnisses Das Lehrverhältnis kann aus den folgenden Gründen beendet bzw. gelöst werden. 1. Auflösung während der Probezeit Zur Auflösung des Lehrverhältnisses innerhalb der Probezeit (3 Monate) bedarf es, weder vom Lehrling noch vom Lehrberechtigten, einer Begründung. Auch die Einhaltung einer Frist ist nicht erforderlich. Die Auflösung hat allerdings in schriftlicher Form zu erfolgen. Ist der Lehrling noch minderjährig, ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten einzuholen. 2. Kraft Gesetz • Ablauf der im Lehrvertrag festgehaltenen Lehrzeit. • Erfolgreiche Ablegung der Lehrabschlussprüfung (LAP). • Die Eintragung des Lehrvertrages wurde verweigert od. gelöscht. • Die bzw. der Lehrberechtigte verliert die Gewerbeberechtigung oder legt sie zurück. • Die bzw. der Lehrberechtigte stirbt und kein Ausbilder steht zur Verfügung. • Der Lehrling stirbt. 3. Vorzeitige Auflösung durch den Lehrling, wenn durch die bzw. den Lehrberechtigten, wenn • das Lehrverhältnis nicht ohne Schaden an der Gesundheit fortgesetzt werden. • der Lehrberechtigte/Ausbilder seine Pflichten grob verletzt • der Lehrling seinen Lehrberuf aufgibt • der Lehrberechtigte unfähig wird, seinen Pflichten aufgrund des BAG oder des Lehrvertrags nachzukommen • der Lehrling vom Lehrberechtigten geschlagen oder erheblich wörtlich beleidigt wird • die Ausbildungsstätte auf Dauer in eine andere Gemeinde verlegt wird und eine Zurücklegung des längeren Weges nicht zumutbar ist • der Lehrling sich einer strafbaren Handlung schuldig macht (z. B.: Diebstahl) • der Lehrling trotz wiederholter Ermahnung seinen Pflichten nicht nachkommt. • der Lehrling seinen Arbeitsplatz unerlaubt verlässt • der Lehrling unfähig wird, den Lehrberuf zu erlernen • es zu tätlichen Angriffen, erheblicher Beleidigung oder gefährlicher Bedrohung des Lehrberechtigten oder dessen Betriebs- und Haushaltsangehörigen kommt • der Lehrling Betriebs- od. Geschäftsgeheimnisse weitergibt 4. Einvernehmliche Auflösung In beiderseitigem Einvernehmen kann der Lehrvertrag jederzeit und ohne Angabe von Gründen aufgelöst werden. Es ist keine Frist einzuhalten. Die Auflösung muss schriftlich erfolgen. Der Lehrling muss von der Arbeiterkammer (AK) über seine Rechte informiert werden. Die hier angeführten Punkte stellen einen Auszug dar. Weitere Informationen zum Thema Beendigung/Auflösung des Lehrverhältnisses finden Sie auf www.wko.at und www.arbeiterkammer.at. 18 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Pflichten des Lehrlings bzw. des Lehrberechtigten 3 Arbeiterkammer (AK) und Wirtschaftskammer (WKO) unterstützen Sie in allen Fragen rund um das Thema Lehrvertrag. Recherchieren Sie die Lehrlingsstellen der WKO im Internet. Notieren Sie die für Sie zutreffenden Kontaktdaten (Adressen, Telefonnummer). Tel.-Nr: Adresse: Pflicht zur Weiterverwendung Diese Pflicht – auch Behaltepflicht genannt – hat eine Dauer von drei Monaten nach Ablauf der Lehrzeit. Sie ist bindend, unabhängig davon, ob die Lehrabschlussprüfung bereits abgelegt wurde oder noch abzulegen ist. Lehrzeugnis Nach Beendigung oder bei vorzeitiger Auflösung des Lehrverhältnisses gebührt dem Lehrling ein Zeugnis. Die Kosten dafür hat der Lehrberechtigte zu tragen. Im Lehrzeugnis sind der Lehrberuf und die Dauer des Lehrverhältnisses anzuführen. Formulierungen, die dem weiteren beruflichen Fortkommen des Lehrlings schaden, sind nicht erlaubt. Lehrabschlussprüfung (LAP) Mosaik Finden Sie die Aussage zum aktuellen Kapitel. WUGHXTXSDDEERULPHABENS X N B I S P F L I CHTENEBJHZT I T MDNBVCXHYZLEHRL INGEDED SUAALTPUOUIUZTNRE INSEW QALEHRBERECHT IGTENUJ K J UMTMMER INOCHKLTOPMJ Z U X 031 MK Das Ziel des Lehrverhältnisses ist zweifellos die positive Ablegung der Lehrabschlussprüfung. Diese stellt den Abschluss einer erfolgreichen Ausbildung dar. Für das Antreten bei der LAP ist vom Lehrling ein Antrag an die zuständige Lehrlingsstelle der WKO zu richten. Die LAP besteht aus einem praktischen (Fachgespräch und Prüfarbeit) und einem theoretischen Teil. Der theoretische Teil entfällt bei Vorlage des Abschlusszeugnisses der Berufsschule. Nach Ablegung der LAP stellt die WKO ein Prüfungszeugnis aus. 19 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
A Bildung und Arbeitswelt Kompetenzcheck Wie lange dauert die Probezeit für Lehrlinge in Österreich? Zwischen wem wird der Lehrvertrag abgeschlossen? Wovon ist die Mindesthöhe der Lehrlingseinkommen abhängig? Aus welchen vier allgemeinen Gründen kann das Lehrverhältnis beendet bzw. aufgelöst werden? Kreuzen Sie jene Aussagen an, die zu den Pflichten des Lehrlings bzw. Lehrberechtigten gehören. ● Der Lehrberechtigte lässt seinen Lehrling täglich private Besorgungen erledigen. ● Der Lehrling muss jeden Tag nach Arbeitsschluss seinen Arbeitsplatz reinigen. ● Der Besuch der Berufsschule ist für den Lehrling verpflichtend und gilt als Arbeitszeit. ● Der sorgsame Umgang mit Werkstoffen, Werkzeugen und Geräten ist unverzichtbar. Was wird dem Lehrling am Ende des Lehrverhältnisses ausgestellt? Das habe ich gelernt! ● Ich kann die Länge der Probezeit für Lehrlinge in Österreich nennen. ➤ 032 ● Ich kann anführen, zwischen wem der Lehrvertrag abgeschlossen wird. ➤ 033 ● Ich kann angeben, wovon die Mindesthöhe der Lehrlingseinkommen abhängt ➤ 034 ● Ich kann Gründe für die Beendigung bzw. Auflösung des Lehrverhältnisses nennen. ➤ 035 ● Ich kann Pflichten des Lehrlings bzw. Lehrberechtigten anführen. ➤ 036 ● Ich kann angeben, was dem Lehrling am Ende des Lehrverhältnisses ausgestellt wird. ➤ 037 032 FK 033 FK 034 FK 035 FK 036 FK 037 FK 20 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Pflichten des Lehrlings bzw. des Lehrberechtigten 3 zielsicher anwenden Recherchieren Sie auf der Homepage der WKO die aktuellen Zahlen zu Lehrlingen in Österreich. Erstellen Sie dazu ein Säulendiagramm für die angeführten Daten. Lesen Sie noch einmal die Pflichten des Lehrlings bzw. des Lehrberechtigten von Seite 17. Notieren Sie, welche der angeführten Punkte aus Ihrer Sicht nicht eingehalten werden. Besprechen Sie Lösungsansätze in Partnerarbeit. Lehrling Lehrberechtigte Notizen: Notizen: 038 MK 039 SK gesamt Mädchen Burschen Bundesland mit der Höchstanzahl in Ihrem Bundesland Lehrlinge in Österreich Anzahl 21 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
A 4. Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG) Blitzlicht Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich schon gemacht? Müssen Lehrlinge wirklich jederzeit zur Verfügung stehen und alle ihnen übertragenen Aufgaben erledigen? Wie lange müssen Sie maximal pro Tag, pro Woche, pro Monat arbeiten? Sind Sie selbst schon einmal in einer Situation gewesen, in der Sie sich nicht ganz sicher waren, ob das erlaubt ist, was man von Ihnen verlangt? Besprechen Sie sich mit einer zweiten Person und notieren Sie diese Situationen. In Österreich regelt das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG), wann Jugendliche dem Betrieb zur Verfügung stehen müssen und welche Arbeiten nur bedingt oder nicht ausgeführt werden dürfen. Darüber hinaus regelt es die in Ausnahmefällen erlaubte Beschäftigung von Kindern. Kinder sind nach dem KJBG Minderjährige bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres, die ihre neunjährige Schulpflicht noch nicht erfüllt haben. Als Jugendliche gelten nach dem KJBG Minderjährige, die nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht unterliegen, bis zur Volljährigkeit. Kinderarbeit ist in Österreich grundsätzlich verboten. In welchen Ausnahmefällen dürfen Kinder zu Arbeiten herangezogen werden? Recherchieren Sie im Internet und führen Sie diese an. 040 SK 041 MK Informationsquellen: www.ris.bka.gv.at www.wko.at www.arbeitsinspektion.gv.at www.auva.at www.arbeiterkammer.at Bildung und Arbeitswelt Klaras Chef: „Lehrlinge müssen jederzeit verfügbar sein und alle ihnen übertragene Arbeiten erledigen – auch am Samstag! Also pünktlich um 07:00 Uhr ist Arbeitsbeginn!“ Klara: „Schon wieder am Samstag arbeiten! Das ist jetzt das zweite Mal in Folge. Es gibt doch strenge Vorschriften zum Schutz von Jugendlichen. Daran müssen sich Ausbildungsbetriebe doch auch halten.“ Wem stimmen Sie zu? ● Chef ● Klara ● andere Meinung 22 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG) 4 Für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, die in einem Dienstverhältnis, einem Lehr- oder sonstigen Ausbildungsverhältnis stehen, gibt es im KJBG Schutzvorschriften. Diese berücksichtigen die Empfindlichkeit von Körper und Psyche. Arbeitszeitbestimmungen Arbeitszeit Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Manche Kollektivverträge weisen eine kürzere Wochenarbeitszeit aus. Die tägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden betragen. Wenn ein längeres Wochenende ermöglicht wird, darf maximal 9 Stunden, in Sonderfällen 9,5 Stunden gearbeitet werden. Berufsschulzeit gilt als Arbeitszeit. Ruhepausen, Ruhezeiten Beträgt die Tagesarbeitszeit mehr als 6 Stunden, dann ist spätestens nach 4 ½ Stunden eine Ruhepause von einer ½ Stunde zu gewähren. Eine ununterbrochene Ruhepause von mindestens 12 Stunden, nach Arbeitsschluss, ist für Jugendliche sicherzustellen. Weiters ist pro Woche eine Ruhezeit von mindestens 43 Stunden nach §19/1aKJBG zu gewähren. Nachtruhe Jugendlichen ist es zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr nicht erlaubt zu arbeiten. Ausnahmen: Sonn- und Feiertagsruhe An Sonntagen und an den gesetzlichen Feiertagen (§ 1 des Feiertagsruhegesetzes) dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Ausnahmen: Mosaik Ländervergleich: Wo wird wie lange wöchentlich gearbeitet? Ordnen Sie richtig zu! 45 Stunden 42 Stunden 35 Stunden Musik, Theater, Foto, Film, Ton ab 15 Jahre bis 23:00 Uhr Gesundheits- und Krankenpflege Nachtdienst im letzten Lehrjahr Gastgewerbe ab 16 Jahre bis 23:00 Uhr Bäcker ab 15 Jahre ab 04:00 Uhr Schichtbetrieb ab 15 Jahre ab 05:00 Uhr ab 16 Jahre bis 22:00 Uhr Gastgewerbe Krankenpflegeanstalten und -heime Musik- und Theateraufführungen Arbeiten auf Sportplätzen Einzelhandel am 8. Dezember Frankreich Türkei Schweiz 23 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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