zielsicher. Politische Bildung, Schulbuch

A 5. Mitspracherechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Blitzlicht Welchen Standpunkt vertreten Sie? Ist es wirklich so, dass man als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer der Willkür der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ausgesetzt ist? Wir leben doch in einem Rechtsstaat mit entsprechenden Bestimmungen, nach welchen sich beide Seiten richten müssen. Natürlich gibt es in Österreich eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die die Rechte und Pflichten von Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern regeln. Das österreichische Arbeitsverfassungsgesetz besteht bereits seit über 40 Jahren. Es regelt die Mitbestimmungsrechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf betrieblicher Ebene und stellt die Grundlage des Kollektivvertragswesens dar. Die Arbeitsbedingungen des 18. und 19. Jahrhunderts waren nicht nur in Österreich schlecht. Damals lag die tägliche Arbeitszeit in den Fabriken zwischen 12 und 16 Stunden. Erst nach einer Novellierung der Gewerbeordnung im Jahr 1885 galt in Österreich für die Fabriken der 11-Stunden-Tag, ein Arbeitsverbot für Jugendliche unter 14 Jahren und ein Verbot der Nachtarbeit für Frauen und Jugendliche. Was bedeutet die Abkürzung ArbVG? 051 MK Bildung und Arbeitswelt Marlene: „Bei Problemen am Arbeitsplatz hilft dir niemand. Jeder denkt nur an seine Karriere und will keine Schwierigkeiten mit der Unternehmensleitung haben.“ David: „Gewählte Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern haben ein Mitspracherecht und genießen Kündigungsschutz. So können sie sich gefahrlos für die anderen einsetzen.“ Wem stimmen Sie zu? ● Marlene ● David ● andere Meinung 26 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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