Ich und die Gemeinschaft 12 Sobald das Individuum in der Welt ist, wird es von unzähligen Einflüssen umgeben. Die ersten Erfahrungen macht ein Baby in der Familie. Später kommen Einflüsse von außen dazu. Das Kind lernt im Kindergarten und in der Schule neue Normen und Regeln kennen. Es muss den Umgang mit anderen Kindern lernen. Je älter ein Kind wird, desto höher ist der Anteil von Einflüssen außerhalb der Familie. Auf alle diese Erfahrungen reagiert ein Kind und später der erwachsene Mensch durch ein ganz individuelles Verhalten darauf. Diesen Prozess nennt man Sozialisation. Dieses Verhalten ist später schwer zu verändern. Notieren Sie die Einflüsse der Familie auf ein Kind. Welche Regeln und Normen lernt ein Kind in der Familie? Diskutieren Sie welche Einflüsse ganz besonders auf Jugendliche einwirken. Wovon werden Sie persönlich beeinflusst? Notieren Sie in Stichworten das Ergebnis. Ende der 1960er Jahre forderten junge Menschen neue Regeln, außerhalb der vorherrschenden Normen. Dazu gehörte z. B. das Zusammenleben ohne Trauschein, weniger zu arbeiten, keine Kleidervorschriften, leben ohne Religion, die Reduzierung staatlicher Vorschriften usw. Damit menschliche Gemeinschaften, egal ob in einem Dorf, einer Stadt oder einem Staat funktionieren können, braucht es eine klare Regelung des Zusammenlebens. Brainstorming: Was würde passieren, wenn es keine fixen Regeln gäbe? Geben Sie an, für wen diese Situation vorteilhaft wäre. Mosaik Wer findet die meisten Wortkombinationen mit dem Wort „Kultur“? Beispiele: Kulturgut, Kulturschatz, Esskultur Sozialisation Einordnung eines Menschen in die Gesellschaft und die Übernahme deren Regeln und Normen 141 MK 142 SK 143 MK 65 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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