zielsicher. Politische Bildung, Schulbuch

B 15. Jugendschutz Blitzlicht Welchen Standpunkt vertreten Sie? Ist das Jugendschutzgesetz zu streng? Können junge Menschen alle Gefahren beurteilen und abschätzen? Welche Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes kennen Sie bereits? Erstellen Sie eine Liste und vergleichen Sie mit einer Partnerin oder einem Partner. Der Jugendschutz ist in Österreich Landessache. Das jeweilige Jugendschutzgesetz wird durch den Landtag beschlossen. Daher gibt es neun unterschiedliche Regelungen. Welche gültig ist, hängt vom Standort des Geschehens ab und nicht von der Herkunft der jugendlichen Person. Das Jugendschutzgesetz gilt für Menschen bis zum 18. Geburtstag. Die Begriffe sind in den Gesetzen unterschiedlich, so wird von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen gesprochen. In Salzburg gelten Personen bis 12 Jahre als Kinder, in Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg trifft das auf Personen bis 14 Jahre zu. In Oberösterreich sind alle Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr Jugendliche. In Wien, Niederösterreich und Burgenland verwendet man statt den Begriffen Kinder und Jugendliche die Bezeichnung junge Menschen. Ab dem 18. Geburtstag ist man in Österreich volljährig, also für alle Handlungen selbst verantwortlich. Damit können alle Bereiche des Lebens frei gestaltet werden. Notieren Sie Rechte von volljährigen jungen Menschen, die Jugendliche nicht haben. Bis zum 18. Geburtstag hat jeder junge Mensch Erziehungsberechtigte. Das sind in der Regel die Eltern, die Mutter und oder der Vater, Pflege- oder Adoptiveltern. In Ausnahmefällen auch eine Person, die von der Jugendwohlfahrtsbehörde bestimmt wird. Eltern können für einzelne Aktivitäten auch eine andere volljährige Person mit der Aufsicht beauftragen. 190 MK 191 MK Leben in der Gesellschaft Dorian: „Immer ist irgendetwas verboten, das nervt! Ich kann selbst entscheiden, was gut für mich ist. Lasst mich doch einfach mal machen und Dinge ausprobieren, statt mir ständig dreinzureden!“ Matthias: „Junge Menschen müssen vor den vielen Versuchungen geschützt werden. Auf Grund der erst geringen Lebenserfahrung können sie nicht immer alle Gefahren abschätzen.“ Wem stimmen Sie zu? ● Dorian ● Matthias ● andere Meinung 78 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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