Begegnungen mit der Natur 3, Schulbuch

Landwirtschaft in Österreich Rinderhaltung in Österreich In Österreich werden knapp zwei Millionen Rinder gehalten. Die meisten Rinder haben eine zweifache Nutzungsrichtung (Milch und Fleisch): Zu den Doppelnutzungsrassen gehört die mit rund 80% am häufigsten gehaltene Rasse, das Fleckvieh ( Abb. 181). Es wird wegen seiner guten Milchleistung und wegen seines Fleisches sehr geschätzt. Auch das aus Salzburg stammende Pinzgauer Rind (ca. 2%,  Abb. 182) sowie das vor allem im Tiroler Bergland beheimatete Grauvieh (ca. 1%,  Abb. 183) sind als Milch- und Fleischlieferanten Doppelnutzungsrassen. In Vorarlberg, Westtirol und Teilen der Steiermark werden das Braunvieh (ca. 7%,  Abb. 184) und das Holstein Rind (ca. 6%,  Abb. 185) hauptsächlich aufgrund ihrer guten Milchleistung gehalten. Zusätzlich werden auch spezielle Fleischrassen gehalten, zum Beispiel das aus Schottland stammende Hochlandrind ( Abb. 186) und das ebenfalls ursprünglich in Schottland gezüchtete Angus Rind ( Abb. 187). Milchkühe müssen regelmäßig Kälber bekommen Milchkühe müssen jährlich Kälber bekommen, damit sie regelmäßig und ausreichend Milch produzieren. Dazu werden sie künstlich besamt. Die Tragzeit dauert etwa neuneinhalb Monate. Da neugeborene Kälber noch keine Abwehrstoffe besitzen, ist es wichtig, dass sie innerhalb der ersten zwei Lebensstunden Erstmilch erhalten. In den meisten Betrieben wird die Milch von der Landwirtin bzw. dem Landwirt mit der Flasche gegeben, damit keine Bindung zwischen Muttertier und Kalb entstehen kann und so eine spätere Trennung erschwert werden würde. Die Flaschenmilch stammt von der direkt nach der Geburt gemolkenen Kuh. Doppelnutzungsrassen Rinderrassen, die sowohl als Milch- als auch als Fleischlieferanten gehalten werden. Hochlandrind Hochlandrinder kommen aus den schottischen „Highlands“. Sie sind sehr robust und können das ganze Jahr über im Freien bleiben. Erstmilch ist die erste Milch, die die Mutter nach der Geburt produziert. Sie wird auch als Biestmilch bezeichnet. Sie ist gelblich bis bräunlich und enthält neben Nährstoffen auch wichtige Abwehrstoffe, die die Kälber vor Erkrankungen schützen und ihre Entwicklung positiv beeinflussen. 181 Fleckvieh 182 Pinzgauer Rind 183 Grauvieh 184 Braunvieh 185 Holstein Rind 186 Hochlandrind 187 Angus Rind 92 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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