Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Der Mensch im Überblick Hättest du das gedacht? Die doppelt S-förmige Krümmung der Wirbelsäule hat (gemeinsam mit den Bandscheiben) stoßdämpfende Wirkung. Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf einen Nahrungsbestandteil. Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit gibt es zu wenige Enzyme oder Transportproteine, um bestimmte Nahrungsbestandteile (zB Lactose) abbauen zu können. Das Lungenvolumen eines erwachsenen Menschen beträgt rund 6 Liter. Fieber und Schmerz sind sinnvolle Einrichtungen unseres Körpers, da sie uns u.a. darauf aufmerksam machen, dass im Körper etwas nicht stimmt. Ein Gerstenkorn ist eine durch Bakterien verursachte, mit schmerzhafter Schwellung verbundene Entzündung am Augenlidrand. AIDS ist eine unheilbare, durch HI-Viren hervorgerufene Erkrankung des Immunsystems. (Auflösung von Seite 8) Auch durch Schutzimpfungen erlangt man Immunität. Heilimpfungen bieten keinen dauerhaften Schutz. Allergien und Autoimmunerkrankungen sind Fehlfunktionen des Immunsystems. Das Nervensystem und das Hormonsystem sind in unserem Körper für die Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen zuständig. Die Nervenzellen (Neuronen) des Nervensystems leiten elektrische Erregungen vom Ort der Entstehung (Rezeptoren) weiter und übertragen sie auf andere Zellen. Für die Aufnahme der unterschiedlichen Reize sind unsere Sinnesorgane zuständig. Die Augen sind Lichtsinnesorgane, die Ohren benötigen wir zum Hören und sie sind außerdem Gleichgewichts- und Lagesinnesorgane, Sinneszellen in der Nase ermöglichen das Riechen, Sinneszellen auf der Zunge vermitteln Geschmacksempfindungen. Die Haut ist Sitz des Temperatur-, Schmerz-, Tast- und Vibrationssinns. Die Sinnesorgane leiten die Information zum Gehirn weiter, das diese verarbeitet und Befehle zum Körper leitet. Es besteht aus mehreren Abschnitten: Großhirn, Zwischenhirn, Hirnstamm und Kleinhirn. Das Rückenmark dient auch als Schaltstelle für Reflexe. Das vegetative Nervensystem (mit Sympathikus und Parasympathikus) steuert unwillkürlich ablaufende Körpervorgänge. Hormone übernehmen die Informationsweiterleitung im Hormonsystem. Sie werden u.a. von Hormondrüsen (Hypothalamus, Hypophyse, Zirbeldrüse, Schilddrüse, Thymusdrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke, Hoden) produziert und rufen im Körper bestimmte Wirkungen hervor (zB Regulierung des Blutzuckerspiegels). In der Pubertät finden körperliche, emotionale und geistige Veränderungen statt. Buben erleben in dieser Zeit ihren ersten Spermienerguss. Die Spermien werden in den Hoden produziert, in den Nebenhoden reifen sie aus und werden gelagert. Bei den Mädchen reift während der Pubertät in einem der beiden Eierstöcke zum ersten Mal eine Eizelle in einem Follikel heran. Die Eizelle wird durch den Eileiter in die Gebärmutter befördert. Findet keine Befruchtung statt, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut und durch eine Blutung, die Menstruation, ausgestoßen. Die Pubertät ist meist auch von einem „Abnablungsprozess“ des Kindes von seinen Eltern geprägt. Dabei kann es auch zu unterschiedlichen Konflikten mit Erziehungsberechtigten kommen. Unsere Sexualität wird von Hormonen gesteuert. Eine wichtige Rolle spielen dabei die gonadotropen Hormone der Hypophyse sowie die Androgene und die Östrogene. Neben dem Kondom, das auch Schutz vor verschiedenen Infektionskrankheiten (u.a. AIDS) bietet, gibt es viele andere Verhütungsmittel und -methoden zur Empfängnisverhütung. Eine Schwangerschaft tritt ein, wenn es im Eileiter zur Befruchtung kommt und sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. In der Plazenta erfolgt der Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind. Gegen Ende des neunten Schwangerschaftsmonats setzen die Wehen ein. Das Kind wird geboren. „Verbotene Dinge“, wie Alkohol, Rauchen oder Kiffen, scheinen in der Pubertät oftmals besonders verlockend zu sein. Dabei sollten Jugendliche aber niemals die Gefahr der Entwicklung eines Suchtverhaltens außer Acht lassen. 107 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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